Zuger Psychiatrie

16. Juli 2014 21:31; Akt: 17.07.2014 11:27 Print

Frau erstickt – Ermittlung gegen Klinik-Mitarbeiter

Aufgrund falscher Medikamentenbehandlung soll eine Patientin in der Zuger Spezialklinik Meissenberg gestorben sein. Die Behörden ermitteln wegen fahrlässiger Tötung.

Die Klinik Meissenberg ist eine psychiatrische und psychotherapeutische Spezialklinik für Frauen.

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Gegen fünf Mitarbeiter der Privatklinik Meissenberg am Zugersee sind seit über einem Jahr Ermittlungen im Gang, schreibt Handelszeitung.ch. Das bestätigt ein Sprecher der Strafbehörden.

Untersucht wird der Tod einer Patientin, die erstickt sein soll, weil ihr angeblich Medikamente falsch verabreicht worden sind.
Der Vorwurf: fahrlässige Tötung.

Die Spezialklinik Meissenberg liegt am Hang bei Oberwil und bietet psychiatrische und psychotherapeutische Behandlungen für Frauen an. Sie wollte zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen.

Falsche Ärztin narrte mehrere Schweizer Spitäler

Erst im vergangenen Jahr geriet die Frauenklinik negativ in die Schlagzeilen, als sich herausstellte, dass dort eine Frau ohne entsprechende Ausbildung einige Monate lang als vermeintliche Ärztin arbeitete. Meissenberg war allerdings nicht die einzige Klinik, die sie narrte.

Auch in diesem Fall ermittelte die Zuger Staatsanwaltschaft. Gemäss der Behörden steht er aber nicht in Zusammenhang mit den jüngsten Vorwürfen der fahrlässigen Tötung.

(kko)