Mositunnel

11. Dezember 2008 15:51; Akt: 11.12.2008 16:51 Print

Frontal-Crash im gefährlichsten Tunnel der Schweiz

Eine Kollision mit zwei Personenautos und einem Lastwagen im Mositunnel bei Brunnen (SZ) forderte drei Verletzte. Der Tunnel ist als einziger Schweizer Tunnel beim europäischen Sicherheitstest durchgefallen.

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(Bild: Kapo Schwyz)

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Die Unfallserie im Mositunnel nimmt kein Ende. Am Donnerstagmorgen um zehn Uhr fuhr ein 58-jähriger Lenker im Mositunnel in Richtung Süden. Aus bisher nicht geklärten
Gründen geriet er mit dem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn, worauf er in einen Lastwagen prallte. Dort kollidierte der Lkw mit der Tunnelwand und einem entgegenkommenden Personenwagen. Der 58-jährige Lenker wurde bei der Kollision im Auto eingeklemmt. Er musste von der Stützpunktfeuerwehr
Schwyz mit Spezialwerkzeugen aus dem Autowrack geborgen werden. Nach einer ersten medizinischen Versorgung wurde der Verunfallte mit einem Helikopter der Rettungsflugwacht ins Spital geflogen. Der 38-jährige Lastwagenlenker und der 50-jährige Lenker des zweiten Personenwagens
erlitten mittelschwere Verletzungen. Zwei Ambulanzfahrzeuge überführten die Verunfallten ins Spital.

Mositunnel gesperrt

Der Mositunnel bleibt aufgrund der Beschädigungen bis zur Instandstellung der Tunneleinrichtung gesperrt, da der Lkw zwei Tunnelelement durchbrochen hatte. Der Schaden am Tunnel beträgt ungefähr 50'000 Franken. Der Schwerverkehr wird in dieser Zeit über Luzern umgeleitet. Die Umleitung des übrigen Verkehrs erfolgt durch das Dorf Brunnen.

Neuer Fluchtstollen geplant

Viele Unfälle im Mosi-Tunnel passierten in den vergangenen Jahren aufgrund beschlagener Scheiben. Laut dem Mediensprecher des Bundesamts für Strassen Astra, Michael Müller, sollen Strahlventilatoren die Lüftung verbessern. «Dies wird dazu beitragen, dass die Scheiben weniger anlaufen», erklärt Müller. Ab 2011 soll zudem ein zusätzlicher, paraleller Sicherheitsstollen für mehr Sicherheit im Horror-Tunnel sorgen. Müller hält jedoch fest, dass Tunnels mit Kurven und Gegenverkehr immer gefährlich sind.

(whr/am)