Bundesgerichtsurteil

30. Juli 2014 15:00; Akt: 31.07.2014 13:09 Print

Fünf Jahre Haft für Killersuche im Internet

Um seiner Ex-Frau keinen Unterhalt bezahlen zu müssen, hat ein Mann im Internet einen Killer gesucht. Das Bundesgericht hat das Urteil des Luzerner Kantonsgerichts bestätigt.

storybild

Das Bundesgericht hat ein Urteil des Luzerner Kantonsgerichts bestätigt. Demnach muss ein Mann fünf Jahre in Haft, weil er einen Killer im Internet für seine Ex-Frau suchte. (Bild: Keystone/Laurent Gillieron)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Verurteilte beantragte in einer Beschwerde, dass er nur wegen versuchter Anstiftung zu vorsätzlicher Tötung mit einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren zu bestrafen sei. Das Luzerner Kantonsgericht hatte ihn im November 2013 wegen versuchter Anstiftung zum Mord zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt.

Das Bundesgericht kommt im Urteil zum Schluss, dass das Vorgehen des Mannes von der Vorinstanz korrekt beurteilt worden ist. Dies ist dem Urteil zu entnehmen, das das Bundesgericht am Mittwoch publiziert hat.

20'000 Franken Blutgeld

Der Verurteilte hatte im Januar 2010 auf einer Chat-Plattform nach jemandem gesucht, der seine baldige Ex-Frau umbringt. Nach einem regen Mail-Verkehr einigte er sich mit einer Person, dass diese die Frau für 20'000 Franken töten werde. Statt die Tat auszuführen, informierte der angebliche Auftragskiller die Frau.

Grund für die Mordabsichten des Verurteilten waren die Unterhaltszahlungen an seine Ex-Frau. Auch wollte er schon damals eine neue Familie gründen, was unterdessen geschehen ist. Gemäss dem Urteil ist der Mann Vater geworden.

(dag/sda)