Einbrecher-Schreck

09. Juni 2013 16:56; Akt: 10.06.2013 11:48 Print

Ganz Europa steht auf das falsche Polizei-Auto

von M. Messmer - Ein falsches Polizeiauto, um Einbrecher abzuschrecken: Diese Idee eines Surseer Garagisten stösst international auf grosses Interesse.

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Europaweit bekannt: Andreas Birrers selbst gebasteltes Polizeiauto. (Bild: Gianni Walther)

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Das selber gestaltete Miet-Polizeiauto des Surseer Garagisten Andreas Birrer ist zum Medien-Star geworden: «Es ist einfach unglaublich. Als 20 Minuten über mein Polizeiauto letzte Woche berichtet hatte, war bei uns die Hölle los», sagt Birrer. Erst hätten sich einige Radiostationen bei ihm gemeldet, dann Redaktionen aus ganz Europa. «Spiegel online», «news.at» «zeit.de» oder sogar die französische Agentur «AFP» griffen die Story auf und berichteten ebenfalls über das täuschend echt wirkende Polizeiauto.

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Filmagentur will Polizeiauto mieten
Dieses kann man für 250 Franken pro Woche mieten, um es während Ferienabwesenheiten vor seinem Haus zu parkieren und so Einbrecher abzuschrecken. Laut Birrer will auch der deutsche TV-Sender Vox noch bei ihm vorbeikommen, um einen Bericht zu machen. Und: «Eine Filmagentur will das Auto mieten und in einen Film einsetzen.» Ebenfalls am laufen seien Anfragen von potenziellen Mietern, die das Auto für den gedachten Zweck benötigen. Ursprünglich verstand Birrer sein Auto als «Werbegag», nun zieht er folgendes Fazit: «Das alles ist für uns eine unbezahlbare Gratiswerbung.»


PR-Experte Thomas Meier, Info-Chef beim Verband Schweizer Werbung, bestätigt: «Die Multiplikation dieser Story ist speziell. Es ist aber schwierig abzuschätzen, welchen Werbenutzen das Autohaus Birrer daraus ziehen kann.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • gordi am 10.06.2013 00:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gute idee aber....

    posaunt es nur überall rum.....ist wie eine einladung....oh ein polizeiwagen...da ist wohl jemand nicht zuhause:-):-)

  • Gregor am 10.06.2013 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    Publizität schadet der Sache

    Hoffen wir mal, dass nicht alle Verbrecher das Auto schon kennen. Sonst weiss dann jeder, wo niemand zu Hause ist.

  • Mirko am 10.06.2013 00:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "Made in Switzerland" Hmm

    Stellt euch vor das möchte gerne "Polizei Auto" wird geklaut. Das wäre Blamage für CH -Polizei und die Welt würde sofort Kopf schütteln und die Schweiz auslachen. Der garagist hat für sich und Hyundai Werbung gemacht und Abschreckung ist dahin. Sorry, ich würde es sofort verbieten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Herr Hürzeler am 10.06.2013 14:12 Report Diesen Beitrag melden

    Genialer Einfall

    Es könnte aber genau das Gegenteil von dem bewirken, was hier vorwiegend skizziert wird. Woher sollen Gesetzesbrecher wissen, ob es sich um ein Werbe- oder ein echtes Polizeiauto handelt und ich denke nicht, dass ihnen genügend Zeit bleibt, dies abzuklären. So oder so, dieser Gag ist einem genialen Hirn entsprungen.

  • rg aus k am 10.06.2013 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    i40 polizei

    schlau wäre jetzt die polizei wenn sie auch den gleichen fahrzeugtyp kaufen würde "i40" wäre der hammer ,dann wäre ein verwechseln nicht mehr so einfach ;)

  • Mike Brunner am 10.06.2013 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    genial welch durchdachte Täuschung!

    da dieses Auto ja nicht in Verkehr gesetzt werden darf, steht es ja ohne Nummern dort. Da wissen die Einbrecher sofort, dass sie hier zu spät kommen. Sie denken, da waren schon andere Gauner vorher da, welche sogar so dreist waren und auch noch die Kontrollschilder des Polizeiautos geklaut haben - da gibt es sicher nichts mehr zu holen.

  • L. Helpstone am 10.06.2013 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Hää??

    Tja, und wenn ein potenzieller Gauner nun das Auto mietet um dann unbehelligt den Einbruch zu lancieren???

  • Aenneli am 10.06.2013 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    1. April

    Die Abschreckung dürfte wohl mit dem grossen Medieninteresse kaum mehr funktionieren. Solches muss unbedingt an die Öffentlichkeit und wer stellt sich schon bei Abwesenheit ein Polizeiauto vor die Haustür. Der diesjährige 1. April ist für dieses Jahr längst passé.