Stadt Luzern

22. Mai 2016 15:46; Akt: 22.05.2016 21:37 Print

Gastroarbeiter steckt vier Leute mit Tuberkulose an

In einer Stadtluzerner Beiz arbeitete eine an Tuberkulose erkrankte Person. Trotz des Verdachts unterliess der Mann es, sich zu testen. Vier weitere Personen steckte er an.

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Die Impfung gegen Tuberkulose wird vom Bund nur noch in Ausnahmefällen empfohlen, da ihr Schutz beschränkt und das Risiko einer Ansteckung sehr klein ist. (Bild: Keystone/Jean-christophe Bott)

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In einem Stadtluzerner Restaurant hat über Monate hinweg ein Mann gearbeitet, der an Tuberkulose litt. Die schwere Lungenkrankheit verheimlichte er und infizierte vier weitere Personen aus seinem Umfeld, wie die Zentralschweiz am Sonntag berichtete.

Tuberkulose zählt zu den meldepflichtigen Erkrankungen

Vor rund zwei Jahren wurde er von einem Freund, der ebenso an Tuberkulose erkrankt war, angesteckt. Die schwere Infektionskrankheit zählt zu den meldepflichtigen Erkrankungen. Sobald ein Verdacht vorliegt, muss der Arzt das Bundesamt für Gesundheit und den Kantonsarzt benachrichtigen. Anschliessend führt die Lungenliga eine Umgebungsabklärung durch, um herauszufinden, «wer längeren Kontakt mit dem ansteckenden Tuberkulose-Patienten hatte – wer also einem Infektionsrisiko ausgesetzt war», sagte Markus Jutzi, Teamleiter bei der Abteilung Infektionskrankheiten der Dienststelle Gesundheit und Sport zur «ZaS».

Gastromitarbeiter verheimlichte Krankheit

Der Gastromitarbeiter log seinen Chef, den Leiter eines Luzerner Restaurants, offenbar an: Er habe einen Test machen lassen und dieser sei negativ ausgefallen. Er wohnte weiterhin in einer Wohngemeinschaft, arbeitete im Restaurant und traf Freunde.

Im vergangenen Sommer hatte der Mann die ersten Beschwerden, Ende Jahr stand auch die ärztliche Diagnose fest: offene Tuberkulose. Zwei Wochen lang wurde er im Spital unter Quarantäne gestellt.

Vier Personen angesteckt

Nach einer weiteren Umgebungsabklärung stellte sich heraus, dass er mehrere Mitarbeiter und Personen aus seinem privaten Umfeld angesteckt hat. Darunter auch seinen Chef. Die Betroffenen mussten eine neunmonatige Antibiotika-Theraphie über sich ergehen lassen.

Bedingte Geldstafe von 80 Tagessätzen à je 90 Fr. und Busse

Zwei von den angesteckten Personen haben bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige erstattet. Der Gastromitarbeiter wurde zu einer bedingten Geldstarfe von 80 Tagessätzen à je 90 Franken und zu einer Busse von 1800 Franken verurteilt. Hinweise, dass auch Restaurantgäste einem Infektionsrisiko ausgesetzt gewesen seien, gibt es laut dem Zeitungsbericht keine.

(emi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Paolap am 22.05.2016 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kommentarlos

    Ohne Worte... Wie doof muss man sein

  • Shotilu am 22.05.2016 15:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Testen oder nicht?

    Super müssen wir uns jetzt alle testen die mal in luzern essen waren?

  • Cavi33 am 22.05.2016 20:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was auf uns zukommt

    Dem ist nichts hinzu zu fügen, der real denkende Mensch wird aber doch hellhörig.

Die neusten Leser-Kommentare

  • martin winter am 24.05.2016 07:28 Report Diesen Beitrag melden

    Chef zu vertrauensseelig

    Ich dachte ohne Schriftliches geht heute nix mehr. Einfach sagen "ja, ich bin gesund" Ich musste bei fast jeder Arbeitsstelle etwas unterschreiben das ich vollarbeitsfähig bin.

  • Cavi33 am 22.05.2016 20:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was auf uns zukommt

    Dem ist nichts hinzu zu fügen, der real denkende Mensch wird aber doch hellhörig.

  • Paolap am 22.05.2016 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kommentarlos

    Ohne Worte... Wie doof muss man sein

  • Mäd Meks am 22.05.2016 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An alle Strebers und workoholics

    Da seht ihr, was passiert wenn man trotz Krankheit zur Arbeit/Schule erscheint.

    • Satox am 22.05.2016 23:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mäd Meks

      du bleibst lieber bei Kopfschmerzen zuhause ;)

    • Art am 23.05.2016 10:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mäd Meks

      Hat was. Er war sicher im Glauben, dass er was Gutes tut. Machen ja Viele. Nach dem Schaden ist man klüger. Dann weis man es und glaubt nicht mehr.

    einklappen einklappen
  • Shotilu am 22.05.2016 15:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Testen oder nicht?

    Super müssen wir uns jetzt alle testen die mal in luzern essen waren?