Merenschwand AG

08. Dezember 2019 15:26; Akt: 08.12.2019 15:26 Print

Ist 37-jähriger Schweizer der Brandstifter?

In Merenschwand hält eine Serie von Brandstiftungen Polizei und Feuerwehr auf Trab. Zehn Personen wurden verhaftet, ein 37-jähriger Schweizer muss in Untersuchungshaft.

Die Feuerwehr musste am Freitagabend erneut zu einem Brand in Merenschwand ausrücken. (Video: Leser-Reporter)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Serie von Bränden in Merenschwand im aargauischen Freiamt reisst nicht ab. Die Feuerwehr ist am Freitagabend erneut zu zwei Brandherden ausgerückt. Die Umstände weisen gemäss Polizeiangaben klar auf vorsätzliche Brandstiftung hin. Zehn Personen wurden festgenommen.

Wie die Aargauer Polizei am Sonntag mitteilte, wird für einen 37-jährigen Schweizer aus der Region Untersuchungshaft beantragt. Die anderen neun Personen wurden «nach intensiven und aufwändigen Ermittlungen durch eine eingesetzte Sonderkommission» wieder freigelassen.

Die Polizei bleibt jedoch nach wie vor verstärkt in Merenschwand präsent, wie sie weiter schreibt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Verletzt wurde bei den Bränden niemand, der Sachschaden geht jedoch in die Hunderttausende.

Brand in Kellerraum und Garage

Beim jüngsten Vorfall am Freitag war ein Einfamilienhaus an der Mühlemattstrasse betroffen, wie die Aargauer Kantonspolizei am Samstag mitteilte. Ein Brand wurde in der Garage festgestellt. Auf der Rückseite des Einfamilienhauses gab es im Kellerraum ebenfalls einen Brand. Aus dem Dach des Hauses war Rauch aufgestiegen.

Die Feuerwehr Merenschwand konnte die beiden Brandherde relativ schnell löschen und so einen Vollbrand verhindern. Der angerichtete Sachschaden ist gemäss Polizeiangaben vergleichsweise gering.

Bauernhaus, Stall und Sitzbank brannten

Am vergangenen Sonntagmorgen zerstörten Flammen ein ehemaliges Bauernhaus mitsamt einer angrenzenden Holzscheune. Die Bewohner des Hauses hatten das Gebäude rechtzeitig verlassen können.

Am Montagabend musste die Feuerwehr abermals zu zwei Bränden ausrücken. Eine Sitzbank auf dem Kirchplatz und ein ehemaliger Stall brannten. In beiden Fällen rückte die Feuerwehr rasch aus und die Feuer löschen.

Acht Brände seit dem Sommer

Die Serie mit bislang acht Bränden begann im vergangenen Sommer. Mitte August konnte ein Grossbrand in einer Kistenfabrik knapp verhindert werden. Einen Tag später stand eine Thuja-Hecke bei einem Einfamilienhaus in Flammen. In der gleichen Nacht brannte die Waldhütte komplett ab.

Die Kantonspolizei nahm zwei Tage danach einen 22-jährigen Mann und eine 17-jährige Frau fest. Beide gaben zu, die Brände gelegt zu haben.

Der Schweizer kam Anfang November aus der Untersuchungshaft. Nach den erneuten Bränden am vergangenen Montagabend wurde er zur Überprüfung vorläufig festgenommen.

Nach einem Tag war er wieder auf freiem Fuss. Gemäss Aargauer Staatsanwaltschaft gab es keine Hinweise, dass er mit den aktuellen Bränden etwas zu tun hatte. Für die 17-Jährige war die Jugendanwaltschaft des Kantons Luzern zuständig.

(leg/vro/20 Minuten)