Horlaui Weggis

29. Juli 2014 18:41; Akt: 29.07.2014 18:42 Print

Gericht wird über Abbruch der Häuser entscheiden

von Daniela Gigor - Zumindest ein Bewohner hat beim Luzerner Kantonsgericht Beschwerde gegen den Abbruch der Häuser in der Horlaui in Weggis eingereicht. Nun ist der Ausgang offen.

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Ob die Häuser in der Horlaui in Weggis tatsächlich abgebrochen werden, steht noch in den Sternen. (Bild: Keystone/Urs Flueeler)

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Wie der Weggiser Gemeinderat am 2. Juli 2014 mitteilte, wurden per 1. August 2014 für fünf Wohnhäuser im Gebiet Horlaui ein dauerhaftes Betretungs- und Nutzungsverbot erlassen. Zudem müssten die Häuser abgebrochen werden. Die fünf Wohnhäuser seien unmittelbar durch Felssturz gefährdet. Dies hätten Abklärungen an den Felsen ergeben. Die Zwangsräumung ist laut Gemeinderat im Vergleich zu anderen Massnahmen die günstigste und effizienteste Lösung.

Doch diese Verfügungen wollen nicht alle Bewohner kampflos hinnehmen: «Wir haben beim Kantonsgericht Beschwerde gegen die Verfügungen der Gemeinde Weggis eingereicht», sagt Anna Burkhardt, Tochter eines Hausbewohners in der Horlaui in Weggis. Laut Burkhardt hat das Kantonsgericht das Betretungs- und Nutzungsverbot ab dem 1. August 2014 für gültig erklärt. Trotzdem konnten Burkhardts einen kleinen Zwischenerfolg erzielen: «Die Abbruchverfügung für unser Haus wurde bis am 31. Oktober sistiert.»

Verfahren könnte sich über längere Zeit hinziehen

Diese Aussagen bestätigte Franziska Betschart, stellvertretende Informationsbeauftragte der Luzerner Gerichte, auf Anfrage von 20 Minuten. «Die Gemeinde Weggis darf das Haus der Beschwerdeführer vorläufig nicht abreissen», sagt Betschart. Das Verfahren sei noch nicht abgeschlossen, es handle sich lediglich um einen Zwischenentscheid, der auf Grund des knappen Zeitrahmens habe gefällt werden müssen. Nun würde ein ausführlicher Schriftenwechsel folgen. Betschart: «Dann müssen wir uns vertieft mit den offenen Fragen auseinandersetzen.» Betschart bestätigt, dass sich das Verfahren über längere Zeit hinziehen könnte.

Über die aktuelle Entwicklung konnte sich Kaspar Widmer, Gemeindepräsident von Weggis, am Dienstag nicht äussern. Er sagte lediglich, dass die Gemeinde am Mittwoch über die Situation in der Horlaui informieren werde.