Dreck-Wasser

23. Januar 2020 18:39; Akt: 23.01.2020 18:42 Print

Gewässerverschmutzung wegen Öko-Heizungen

Die Gewässerverschmutzung im Kanton Luzern erreichte 2019 ein trauriges Hoch. Übeltäter ist ausgerechnet Schlamm aus den Bohrungen für Erdsondenheizungen.

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Für die Gewässer im Kanton Luzern war 2019 ein hartes Jahr, denn es kam zu überdurchschnittlich vielen Fällen von Gewässerverschmutzung. Ganze 88 Fälle registrierte die Luzerner Polizei. Die Zahl liegt deutlich über dem Durchschnitt von 74 Fällen in den Jahren 2012 bis 2018. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Anzahl Verschmutzungen um sechs Prozent. Acht Mal führte die Verschmutzung zu Fischsterben. Wie die Luzerner Staatskanzlei mitteilt, waren für das Fischsterben in zwei Fällen die Einleitung von Gülle und einmal Baustellenabwasser verantwortlich.

Verantwortlich für den Anstieg ist vor allem Industrie und Gewerbe. Während eine Verschmutzung durch die Landwirtschaft gleich häufig wie 2018 vor kam, nahmen die Verschmutzungen durch Industrie und Gewerbe mit einem Anstieg von 23 auf 33 Fälle gegenüber dem Vorjahr deutlich zu.

Starke Zunahme durch Baustellenabwasser

Innerhalb des Industriesektors ist Baustellenabwasser mit einem Anstieg von 13 auf 20 registrierte Fälle die grösste Gefahr für die Gewässer. Mehr als die Hälfte dieser Verschmutzungen entstanden durch das Eintragen von Bohrschlamm aus Erdsondenbohrungen. Solche Erdsonden werden für den Betrieb einer Wärmepumpe benötigt.

Josef Böbner, Fachbearbeiter Abwasser, Entsorgung und Risiko von der Dienststelle Umwelt und Energie (uwe), sieht den Anstieg in der regen Bautätigkeit 2019 und der Abkehr von fossilen Brennstoffen begründet: «Der trübe Schlamm aus den Bohrungen kann durch Unachtsamkeit oder einen Riss im Untergrund ins Wasser gelangen.»

Für die Baubewilligung und Kontrollen hinsichtlich Auflagen zu Umwelt- und Gewässerschutz auf den Baustellen sind die Gemeinden zuständig. Die uwe setzt sich gemeinsam mit dem Baumeisterverband Luzern (BVL) dafür ein, dass die Umwelt- und Gewässerschutzauflagen auf Baustellen eingehalten werden. Böbner fordert, dass die Gemeinden die Baustellen besser überwachen um Gewässerverschmutzungen zu verhindern.

Immerhin einen kleinen Erfolg konnten die Behörden verbuchen: Nur drei der 88 Fälle blieben ungeklärt. Im Vorjahr waren dies noch 15.


(nke)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Habbo am 23.01.2020 18:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ökologi

    wo öko draufstet ist nicht öko drin!!

  • Hustender Städter am 23.01.2020 19:11 Report Diesen Beitrag melden

    Feinstaub vom Gröbsten

    Wasserverschmutzung ist das Eine. Einige Nachbarhäuser heizen mit Holz-Pellets. Diese Sch...Heizungen haben keine Filter! Wegen des permanenten Rauchs im Winter ist lüften häufig nicht möglich. Und das soll Öko sein ?

    einklappen einklappen
  • rob good am 23.01.2020 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    macht den schlussstrich endlich!!!

    21 fälle oder 30.... sind beide Seiten verantwortungslos und gleichgültig ist es ihnen auch

Die neusten Leser-Kommentare

  • Motorradfahrer am 23.01.2020 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    Verschmutzung ist das wohl nicht

    Jede Rüfe, Schlammlawine oder jedes Hochwasser bringt Schlamm mit sich. Wo ist hier also die 'Verschmutzung', wenn nun etwas Bohrschlamm kommt? Ich gehe mal davon aus, dass dieser aus Wasser und zertrümmertem Gestein besteht, also völlig natürlich ist. Wenn dem nämlich nicht so wäre, müsste die Bohrung ihren Bohrschlamm auffangen und entsorgen.

  • Hustender Städter am 23.01.2020 19:11 Report Diesen Beitrag melden

    Feinstaub vom Gröbsten

    Wasserverschmutzung ist das Eine. Einige Nachbarhäuser heizen mit Holz-Pellets. Diese Sch...Heizungen haben keine Filter! Wegen des permanenten Rauchs im Winter ist lüften häufig nicht möglich. Und das soll Öko sein ?

    • MaKe am 23.01.2020 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hustender Städter

      Sag ich ja immer. Holzheizungen sind zwar CO2-Neutral, dafür aber Dreckschleudern. Eine Holzheizung produziert durchschnittlich 50x mehr Schadstoffe wie Kohlenmonoxid (CO)....

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  • Habbo am 23.01.2020 18:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ökologi

    wo öko draufstet ist nicht öko drin!!

  • rob good am 23.01.2020 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    macht den schlussstrich endlich!!!

    21 fälle oder 30.... sind beide Seiten verantwortungslos und gleichgültig ist es ihnen auch