Spektatuläre Rettungsaktion

26. Juni 2019 11:39; Akt: 26.06.2019 12:18 Print

Gleitschirmflieger hängt nach Absturz in Steilwand

Der Pilot eines Gleitschirms meldete sich am Dienstag selbst beim Rega-Notruf. Er sei an einer Felswand hängen geblieben und könne sich nicht befreien.

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Am späten Dienstagnachmittag alarmierte ein Gleitschirmpilot via Rega-App die Einsatzzentrale der Rega. Nach einem Absturz habe sich sein Schirm in der Felswand verfangen, er sei gegen die Felsen geprallt und hänge nun in der Wand unterhalb des Schirms. Die Einsatzleiterin bot sofort die Crew der Rega-Basis Mollis auf, wie die Rega in einer Mitteilung schreibt.

Aufgrund der Rega-App, die den Standort des Alarmierenden direkt an die Einsatzzentrale der Rega übermittelte, waren die Koordinaten der Unglücksstelle in der Nordwand des Niederbauen Chulm (NW/UR) bekannt und die Helikoptercrew konnte den Verunfallten aus der Luft her lokalisieren.

Leichte Verletzungen

Der im Fels hängende Gleitschirmpilot konnte nicht direkt mit der Rettungswinde aus der Felswand evakuiert werden, denn in dieser heiklen Situation hätte der Abwind des Rega-Helikopters den Gleitschirm aufblähen und somit zum Absturz des Verunfallten führen können. Daher standen zusätzlich drei Bergretter des Schweizer-Alpen Club SAC im Einsatz.

Diesen Rettern gelang es, sich von oben zur Unfallstelle in der steilen Wand abzuseilen, den Piloten zuerst zu sichern und vom Gleitschirm zu befreien. Anschliessend wurde der Verunfallte auf ein tieferliegendes Wiesenband abgeseilt. Um ihn von dort an der Rettungswinde ausfliegen zu können, entfernten die Retter auch den beschädigten Schirm aus der Wand.

Nach dem Transport des Verunfallten an der Winde zum Zwischenlandeplatz, der medizinischen Versorgung und dem Verlad in den Rega-Helikopter, wurde der leicht verletzte Pilot ins nächste geeignete Spital geflogen.

(20 Minuten)