Klimawandel schuld

27. Dezember 2013 05:52; Akt: 27.12.2013 15:24 Print

Haarschnecke kämpft ums Überleben

von Mirjam Boss - Ein lokales Kriechtier gerät zunehmend in Bedrängnis: Eine endemische Schneckenart wird zum Opfer des Klimawandels.

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Die Nidwaldner Haarschnecke ist durch den Klimawandel bedroht. (Bild: WWF / Markus Baggenstos)

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Der WWF Schweiz hat Bilanz gezogen und eine Liste bedrohter Tierarten veröffentlicht, die 2013 als Gewinner oder Verlierer dastehen. Zu Letzteren zählt die Nidwaldner Haarschnecke – eine endemische Art, die nur in der Region um Engelberg vorkommt, so WWF-Sprecherin Claudia Peter.

Die Schnecke sei auf der Liste, «weil sie stellvertretend für andere Arten steht, die durch den Klimawandel ihren Lebensraum verlieren».

Gipfel bald erreicht

Jörg Rüetschi, Schneckenspezialist beim WWF: «Die Schnecke hält sich zwischen 2000 bis 2575 m ü. M. an südexponierter Lage und unter Felsplatten auf.» Wegen der Klimaerwärmung müssten die Tiere in höhere Lagen ausweichen. Aber: «Das Ausweichpotenzial ist schon sehr ausgereizt», so Rüetschi – die Gipfel seien bald erreicht.

Die Tiere seien heute bereits in höheren Lagen anzutreffen als früher. Der tiefste Standort lag vor 30 Jahren bei etwa 1800 m ü. M. – dort finde man heute keine Haarschnecken mehr.

Steigt die Temperatur um ein Grad, müssten die Tiere etwa 300 Meter höher wandern. «Ein Grossteil der Population von etwa 10 000 Tieren würde das nicht überleben.» Darum bestehe das Risiko, dass die Haarschnecke die erste nur in der Schweiz beheimatete Art sein könnte, die wegen des Klimawandels ausstirbt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • M. Imhof am 27.12.2013 07:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Uri

    Diese Schnecke ist auch im Kanton Uri vertreten!

  • Zuber am 27.12.2013 22:05 Report Diesen Beitrag melden

    Die Klimalüge geht weiter

    Die Klimalüge geht weiter. Zwar haben wir keine Erwärmung in den letzten 16 Jahren aber die Schnecken müssen nun angeblich schon fliehen und stehen vor dem grossen Massensterben? Die Gipfel sind schon erreicht? Wir haben viele 3000er und 4000er Berge, wo es sogar noch Schnee hat, viel zu kühl für die Schnecken. Doch wer ist überrascht? Wir wissen, wie der WWF Geschäfte macht. Die im Internet frei ansehbare Dokumentation "Der Pakt mit dem Panda" zeigt auf, was dem WWF wichtig ist und was seine Aussagen wert sind.

  • Berner Bär am 27.12.2013 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    Klimatische Schwankungen gab es immer

    Die Mammute sind auch infolge einer Klimaschwankung ausgestorben. Der Höhlenbär auch. Die Evolution hat dafür gesorgt, dass die Elefanten und Bären kleiner wurden. Klimatische Schwankungen gab und wird es immer geben. Uebrigens: Seit 15 Jahren ist die Durchschnittstemperatur nicht mehr gestiegen und drei von vier Wintern sind kälter als der Durchschnitt. Für diese kleine Schnecke besteht also berechtigte Hoffnung.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Zuber am 27.12.2013 22:05 Report Diesen Beitrag melden

    Die Klimalüge geht weiter

    Die Klimalüge geht weiter. Zwar haben wir keine Erwärmung in den letzten 16 Jahren aber die Schnecken müssen nun angeblich schon fliehen und stehen vor dem grossen Massensterben? Die Gipfel sind schon erreicht? Wir haben viele 3000er und 4000er Berge, wo es sogar noch Schnee hat, viel zu kühl für die Schnecken. Doch wer ist überrascht? Wir wissen, wie der WWF Geschäfte macht. Die im Internet frei ansehbare Dokumentation "Der Pakt mit dem Panda" zeigt auf, was dem WWF wichtig ist und was seine Aussagen wert sind.

  • Mätu Schwab am 27.12.2013 19:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SOFORT

    eine neue Steuer oder Abgabe erfinden. Sonst sterben die Schnecken noch umsonst aus.

  • Erwin am 27.12.2013 17:25 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt Darwin

    Ist eine Art, die nur in der Region um Engelberg vorkommt" nicht eine Inzuchtkolonie.

  • 1d1ot am 27.12.2013 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    Es geht um das Prinzip!

    Zu wissen dass man nichts weiss ist bereits ein grosses wissen. An all diejenigen die nicht verstehen was ich meine. Hoffentlich stirbt bald Benzin, Strom, Geld, Cola, und Fritieröl aus. Dann sehe ich eine kleine Chance dass Ihr das Prinzip doch noch versteht.

  • Berner Bär am 27.12.2013 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    Klimatische Schwankungen gab es immer

    Die Mammute sind auch infolge einer Klimaschwankung ausgestorben. Der Höhlenbär auch. Die Evolution hat dafür gesorgt, dass die Elefanten und Bären kleiner wurden. Klimatische Schwankungen gab und wird es immer geben. Uebrigens: Seit 15 Jahren ist die Durchschnittstemperatur nicht mehr gestiegen und drei von vier Wintern sind kälter als der Durchschnitt. Für diese kleine Schnecke besteht also berechtigte Hoffnung.