Feuer in Wohnhaus

15. August 2019 17:38; Akt: 15.08.2019 18:39 Print

Tatverdächtige wird nach Brand medizinisch betreut

In der Stadt Zug ist am Mittwochnachmittag an der Guthirtstrasse ein Haus in Flammen aufgegangen. Der Brand soll absichtlich gelegt worden sein.

Ein Gebäude in Zug steht in Brand.
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In der Stadt Zug ist gegen 16 Uhr an der Guthirtstrasse im Dachstock eines Wohnhauses ein Feuer ausgebrochen. Dieses breitete sich laut Frank Kleiner, Sprecher der Zuger Polizei, rasch auf das ganze Gebäude aus. «Das Haus stand in Vollbrand», so Kleiner.

Es war Eile geboten, denn der Polizei war gemeldet worden, dass sich noch eine Frau im Haus befinde. Die ersten Einsatzkräfte nahmen daher umgehend mit einen Tanklöschfahrzeug die Löscharbeiten in Angriff. Zudem bekämpften sie mit Hilfe der Autodrehleiter das Feuer über das Dach, während die Atemschutztrupps ins Gebäudeinnere vordrangen. Dort gelang es ihnen, eine Bewohnerin aus dem Haus zu bergen.

Feuer unter Kontrolle

Die 68-jährige Frau wurde von den Mitarbeitenden des Rettungsdienstes Zug betreut und mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich keine weiteren Personen im Haus.

Den Feuerwehrleuten gelang es schliesslich, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen auf die Nachbarhäuser zu verhindern. Die Guthirtstrasse sowie der Lüssiweg waren während des Löscheinsatzes vorübergehend gesperrt.

Anwohner ist überrascht

Die Brandursache ist noch unklar. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei steht aber Brandstiftung im Vordergrund. Bei der dringend tatverdächtigen Person handelt es sich um die verletzte Bewohnerin. Sie wurde vorläufig festgenommen. Am Donnerstag war die Frau nicht mehr in Polizeihaft. Kleiner: «Die Frau befindet sich in medizinischer Betreuung.» Weiter gebe es keine Neuigkeiten.

Der Ehemann (75) und die Tochter der mutmasslichen Brandstifterin wollten sich am Donnerstag auf Anfrage nicht weiter äussern. Ein Nachbar, der als Mieter des Paares im Haus nebenan wohnt, sagte am Donnerstag zu 20 Minuten: «Ich kann dazu nichts sagen. Es bleibt nur zu spekulieren. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas passieren könnte.» Er habe nie schlechte Erfahrungen mit den Leuten gemacht. «Sie waren immer sehr freundlich.»

Das Wohnhaus ist nicht mehr bewohnbar und der entstandene Schaden kann noch nicht beziffert werden. Im Einsatz standen 60 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Zug (FFZ) und 25 der Feuerwehr Baar sowie Mitarbeitende des Rettungsdienste Zug und Einsiedeln, vom Feuerwehrinspektorat und der Zuger Polizei.

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(doz)