Bootshaus muss weg

02. Dezember 2019 05:00; Akt: 02.12.2019 05:00 Print

Häuschen wird für 0,5 Mio einige Meter verschoben

Das Strandbad Zug wird vergrössert. Heute steht am Ufer aber noch ein Bootshaus im Weg. Für eine halbe Million Franken wird es deshalb 70 Meter verschoben.

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Das Zuger Strandbad soll um die rund 9500 Quadratmeter grosse Oeschwiese vergrössert werden. Damit wird die heutige Fläche der Badi mehr als verdoppelt. Der Seeuferweg, der beim Hafen endet, wird bis zum Chamer Fussweg verlängert.

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Der Badierweiterung steht aber noch ein Bootshaus im Weg, das den Zugang zum Ufer beeinträchtigt. Deshalb soll dieses um 70 Meter nach Osten verschoben werden. Kosten soll die Verschiebung 503'000 Franken, wie Zentralplus berichtet. 150'000 Franken soll die Stadt übernehmen, den Rest bezahlen die Eigentümer.

Pneukran lupft Haus von A nach B

«Im Prinzip wird das Bootshaus von den Pfählen gelöst, mit denen es fixiert ist. Danach braucht es eine Traversenkonstruktion, spricht Stahlträger, welche unters Gebäude geschoben werden. Somit wird quasi das ganze Gebäude aufs Mal von A nach B gehoben», sagt der Projektverantwortliche Eduard Schiebelbein zum Onlineportal.

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Verschoben wird das Häuschen per Pneukran. Den Transport sollte das Bootshaus unbeschadet überstehen: «Wir haben uns das Gebäude im Voraus angeschaut und keine Schäden am Tragwerk festgestellt. Aber natürlich kann man das Haus nicht einfach am Dach aufhängen», so Schiebelbein.

Badi soll ab 2022 erweitert werden

Auch eine Verschiebung per Schiff zog man in Betracht. Da der See an dieser Stelle aber zu wenig tief ist, müsste dieser zuerst abgesenkt werden. «Dies macht jedoch sowohl ökonomisch wie ökologisch wenig Sinn», so Schiebelbein.

Verschoben wird das Bootshaus im kommenden Frühling. Vier bis sechs Wochen werde dies dauern. Bis das Strandbad erweitert wird, dürfte es aber noch einige Zeit dauern: Geplant ist die Erweiterung frühestens ab 2022.

Erweiterung der Badi ist schon lange Thema

Die Vergrösserung des Standbades beschäftigt die Stadt Zug nun schon einige Jahre: Bereits 2009 war die Vergrösserung Thema bei der Ortsplanungsrevision. Dagegen riechten die Grundeigentümer Beschwerde ein. 2015 lehnte diese das Bundesgericht als letzte Instanz ab. Im September teilte die Stadt schliesslich mit, dass die Wiese für 4,739 Mio. Fr. den Eigentümern abgekauft und das Strandbad erweitert werde.

(gwa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zeter und Mordio am 02.12.2019 05:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Etwas stimmt nichtstimmt nicht

    Etwas ist komisch: Wieso verkauft der Eigentümer de facto Bauland direkt mit Seeanstoss für knapp 499 Franken pro m2? Hier können die Preisangaben nicht stimmen! Oder es wird was vertuscht! Oder der Eigentümer hat sich über den Tisch ziehen lassen!

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  • Peter am 02.12.2019 05:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grössenwahn

    Typisch Zug man hat's ja. Wahnsinn für einen Teil der Bevölkerung so viel Geld zum Fenster hinaus werfen.

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  • Oiram N. am 02.12.2019 05:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    EINE HALBE "KISTE" FÜR EIN BOOTSHAUS.

    Eine halbe Million für das Bootshaus um 7Om zu verschieben...das macht man nur in Zug -- da wo die Gutsituierten sind. Bei einer kleineren Gemeinde auf dem Land mit Seeanstoss in derselben Situation würde ein Bagger bestellt; und das Holzhäuschen würde in tausend Teile zerpflückt... Ob sich diese Aktion in Zug überhaupt lohnt?!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Steven am 02.12.2019 18:00 Report Diesen Beitrag melden

    Warum die Aufregung?

    Verstehen den ganzen Ärger nicht. Der einzige der sich ärgern dürfte wäre der ehemalige Land-Eigentümer, der sein Land viel günstiger abgeben musste. Die halbe Million für ein Haus direkt am/im Wasser für die Verschiebung ist in Anbetracht dessen, dass man für ein neues Projekt dieser Art heutzutage wohl kaum noch eine Bau-Bewilligung erhalten dürfte (und somit ein Neubau dahinfällt) nicht übertrieben, da es ja nicht nur ein Bootshaus (eine Garage für Boote ist, oder ein Schwimmendes Haus, weil es fest verankert ist) ; Und schlussendlich ein Goodwill vom Kanton an die Bevölkerung...

  • Gruschu am 02.12.2019 14:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bootshaus weg

    Komisch...immer wenn es um denn Konsum geht spricht niemand mehr von Umweltschutz. Das einzig gute wäre Bootshaus weg und der rest der Natur überlassen. Es braucht nicht noch mehr Personen am und im See.

  • AMD am 02.12.2019 14:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld im Wasser werfen

    Billiger geht es nicht mehr.

  • Herbie Rudin am 02.12.2019 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Industrialisierung der Zuger Badis

    Die Zwangsenteignung ist das Eine - die Industrialisierung der Zuger Badis das Andere: In der Zuger Badi Seelikon finden Fondue-Plausch, Raclette-öfeli, Bierausschank und diverser anderer Schabernack statt, was wirklich nicht in eine öffentliche Badi gehört. Pfui Stadt Zug!

    • Zuger Bürger am 02.12.2019 18:21 Report Diesen Beitrag melden

      ..und Geldmacherei

      Was glauben Sie, wieviel diese Badi pro Jahr umsetzt und nicht versteuert? Die Mieterschaft dort macht was sie will und der Leiter Immobilien schaut zu. Na, klingelts?

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  • Schwimmer am 02.12.2019 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Macht Sinn!

    Der Grundeigentümer wurde mehr oder weniger zwangsenteignet und der Preis ist wohl nicht der wirkliche Marktwert. Das es eine grössere Badi an diesem Standort braucht, ist schon lange klar. Es ist die letzte Möglichkeit in Stadt nähe so etwas umzusetzen. Dann darf es auch was kosten.

    • Ei am 02.12.2019 13:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Schwimmer

      Dazu soll der Eigentümer des Bootshauses für die Verschiebung mit 353'000.- aufkommen, die Gemeinde übernimmt nur 150'000..?

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