Heidi Z'graggen (CVP)

18. Oktober 2018 09:35; Akt: 18.10.2018 09:35 Print

Schon drei Kandidaten aus der Zentralschweiz

Eine weitere Kandidatur aus dem Herzen des Landes: Die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen (CVP) stellt sich für die Bundesratswahlen zur Verfügung.

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Die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen will in den Bundesrat. Die CVP-Politikerin hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass sie sich für eine Kandidatur zur Verfügung stellt. Der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki (54) gibt am Mittwochmorgen bekannt, dass er für den Bundesrat kandidiert. Er möchte neben der Kronfavoritin Karin Keller-Sutter für die FDP zur Wahl in den Bundesrat antreten. Wicki ist seit 2015 Ständerat. Zuvor war er von 2010 bis 2016 Regierungsrat in Nidwalden. Kronfavoritin für die FDP als Nachfolgerin von Bundesrat Johann Schneider-Ammann: Ständerätin Karin Keller-Sutter (SG). Peter Hegglin (r.) will ebenfalls in den Bundesrat. Dort möchte er den Sitz der CVP von Doris Leuthard erben. Ein weiterer Name der CVP, der ins Rennen steigen könnte: Viola Amherd, Nationalrätin aus dem Wallis. Doris Leuthard tritt als Bundesrätin ab. Es war eine sehr emotionale Medienkonferenz. Immer wieder ist Leuthard den Tränen nahe. Sie ist mit 12 Amtsjahren die dienstälteste Bundesrätin. 2006 wurde sie in den Bundesrat gewählt. Der Bundesrat steht vor einer Doppelvakanz. Am 25. September gab bereits Johann Schneider-Amman seinen Rücktritt bekannt. Leuthard gewann in ihrer Amtszeit 16 von 18 Volksabstimmungen. 7. Dezember 2016: Doris Leuthard wird mit 188 von 208 Stimmen zur Bundespräsidentin gewählt. 26. Juli 2016: Doris Leuthard jettet nach Abu Dhabi, um Bertrand Piccard (l.) zur geglückten Weltumrundung mit der Solar Impulse zu gratulieren. 8. Juli 2016: Auf dem Bundesratsreisli steht eine E-Bike-Tour im Berner Oberland auf dem Programm. Uneitel: Die Magistratin trägt einen Helm. 7. Juli 2016: Am Vortag steigt die Verkehrsministerin in einen Formel-E-Rennwagen. Gar nicht so einfach ... 1. Juni 2016: Merkel, Hollande, Renzi: Alle kamen sie zur Neat-Feier. Mit ihrer Jacke im Emmentaler-Style (Akris) stahl Leuthard aber allen die Show. 6. April 2016: Xherdan Shaqiri und Bundesrätin Doris Leuthard strampeln im Rahmen der Energy Challenge 2016. Wer länger durchhielt, ist nicht überliefert 12. Januar 2016: Leuthard stellt sich im Live-Chat von 20 Minuten den Fragen der Leser zur zweiten Gotthard-Röhre. Die Abstimmung gewann sie. 3. Dezember 2014: Leuthard verhalf der Energiewende zum Durchbruch. Als einziges Mitglied der Landesregierung wird sie in einem Tesla durch die Gegend chauffiert. 1. August 2014: Leuthard schliesst an der Feier zum 100-jährigen Bestehen des Nationalparks Freundschaft mit einem Steinbock. 3. Juli 2014: Das erste Selfie des Gesamtbundesrats. Historisch! 16. April 2014: Mit ihren jungen Fans hat Leuthard zuvor geübt, wie man auf Selfies gut ausschaut. 4. Juli 2013: Zu Befehl, Frau General! Bei der Bundesratsreise steigt Leuthard in einen Schützenpanzer. 15. November 2012: An einer Medienkonferenz des Presseclubs bekommt Leuthard eine Flasche Cognac überreicht. Er trägt ihren Namen 31. Juli 2012: Auch mit Herdenschutzhund Kalin hat es Leuthard gut. Sie war in Les Diablerets im Waadtland unterwegs. 9. Dezember 2012: Leuthard in Arosa. 5. April 2012: In Zürich informiert sich die Bundesrätin über den Stand der Arbeiten bei der Durchmesserlinie unter dem HB. 3. Oktober 2011: Roland Hausin ist Leuthards bessere Hälfte. Hier begleitet er sie in Bern zum Gala-Dinner anlässlich eines Staatsbesuchs des indischen Präsidenten Pratibha Devisingh Patil. 7. Oktober 2010: Im ersten Präsidialjahr eröffnet sie die Olma. Bei Leuthard hat das Schweinchen nicht gepinkelt. Eveline Widmer-Schlumpf waren die Tiere weniger gewogen. 6. Juni 2010: Bundespräsidentin Doris Leuthard beim Eidgenössischen Trachtenfest. 12. April 2010: Immer wohl fühlt sich Leuthard auf dem internationalen Parkett: Am Nukleargipfel in Washington wickelt sie US-Präsident Barack Obama um den Finger. Bundesraetin Doris Leuthard faehrt auf der Rodelbahn, anlaesslich der Bundesratsreise, m Donnerstag, 2. Juli 2009 in Jakobsbad, Appenzell-Innerrhoden. (KEYSTONE/Ennio Leanza) 25. Juni 2008: An der Heim-EM wohnt sie hinter der deutschen Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Pascal Couchepin in Basel der Partie Deutschland-Türkei bei. 12. Juli 2007: Wie süss! Leithard, damals noch Wirtschaftsministerin, füttert im chinesischen Chengdu einen Panda. 14. Juni 2006: Leuthard ist die fünfte Bundesrätin der Schweiz. Hier wird sie vereidigt. 14. Juni 2006: Leuthard ist die fünfte Bundesrätin der Schweiz. Hier wird sie vereidigt. 28. April 2006: Vor ihrer Wahl führte die Aargauerin die CVP – auch das erfolgreich. 1999 soll Leuthard im Ständeratswahlkampf 20'000 Duschmittelbeutel verteilt haben. Die «Aargauer Zeitung» titelte: «Duschen mit Doris» – der Spruch ist bis heute Kult. Bundesraetin Doris Leuthard an der Medienkonferenz des Bundesrats zu den eidgenoessischen Abstimmungsergebnissen, in Bern, am Sonntag, 23. September 2018. (KEYSTONE/Patrick Huerlimann)

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«Ich habe mich entschieden, mich der Bundeshausfraktion der CVP Schweiz als Kandidatin für den Bundesrat zur Verfügung zu stellen», teilte Heidi Z'graggen (CVP) am Donnerstag mit. Als Exekutivpolitikerin könne sie 14 Jahre Erfahrung in einer Kollegialbehörde vorweisen. «Durch meine Tätigkeit als
Regierungsrätin und als Mitglied von mehreren schweizerischen Regierungskonferenzen bin ich mit bundespolitischen Themen vertraut», so Z'graggen weiter.

Z'graggen ist der Frauenanteil im Bundesrat wichtig: «Wir alle wissen, dass die Frauen in den meisten politischen Gremien der Schweiz untervertreten sind. Nur wenn Frauen sich zur Wahl stellen, können Sie nominiert und gewählt werden.»

Vertretung der Regionen stärke Zusammenhalt

Damit sich die Bevölkerung mit der Landesregierung identifizieren könne, sei es wichtig, dass die Landesteile angemessen vertreten seien. Das stärke auch den Zusammenhalt. «Sicher, der Bundesrat ist dem Wohl des ganzen Landes verpflichtet. Trotzdem ist es angemessen, dass Regionen ihren Anspruch auf einen Sitz im Bundesrat erheben», so Z'graggen.

Z'graggen will auf den Leistungen ihrer Vorgänger aufbauen. In der Regierung seien klare Ziele gefragt, man müsse aber auch den Dialog führen und Konsensbereitschaft zeigen. «Ich bin bereit, als Urnerin, Zentralschweizerin und Schweizerin und langjähriges Mitglied einer Kantonsregierung die Landespolitik mitzugestalten und mich in den Dienst unseres wunderbaren Landes und seiner Bevölkerung zu stellen.»

Zentralschweiz seit 15 Jahren nicht mehr vertreten

Mit Heidi Z’graggen ist nun schon die dritte Person aus der Zentralschweiz im Rennen: Am Mittwoch gab der Nidwaldner Ständerat Hans Wicki (54) bekannt, dass er für die FDP nominiert werden möchte zur Bundesratswahl am 5. Dezember. Ebenfalls zur Wahl antreten will der Zuger Ständerat und Alt-Regierungsrat Peter Hegglin (CVP). Die Zentralschweiz war lange nicht mehr im Bundesrat vertreten: Der letzte Bundesrat aus dem Herzen der Schweiz war Kaspar Villiger (FDP), der 2003 zurücktrat. Nach 15 Jahren also meldet die Zentralschweiz mit nun drei Kandidaturen deutliche Ambitionen an, wieder in der Landesregierung vertreten zu sein.

Ausserhalb der Zentralschweiz kandidiert sicher die Kronfavoritin Karin Keller-Sutter, FDP-Ständerätin von St. Gallen. Vielleicht kommt am Donnerstag noch ein weiterer FDP-Politiker dazu, der Bundesrat werden will: Christian Amsler, Schaffhauser Regierungsrat. Ob er bereit ist, will er an der kantonalen Parteiversammlung am Donnerstag bekannt geben. Ein weiterer Name der CVP, der ins Rennen steigen könnte: Viola Amherd, Nationalrätin aus dem Wallis.

Die Ersatzwahlen Anfang Dezember werden nötig, weil Doris Leuthard (CVP) und Johann Schneider-Ammann (FDP) auf Ende Jahr vor Ablauf der Amtsperiode zurücktreten.


(gwa/mme)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wodoomaster am 18.10.2018 10:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vom Volk, fürs Volk

    Es kann kommen wer will, es gibt einfach keinen Kandidaten der dem Volk passt und als Bundesrat den Auftrag richtig erfüllt. Muss aber auch nicht. Der BR wird vom Parlament gewählt. Da interessiert keinen von denen was dem Volkswohl gut tut.

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  • Desmodus am 18.10.2018 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    christlich/krustig

    Wir möchten keine Doppelmoralisten mehr in der Regierung.

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  • lücki am 18.10.2018 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bitte nein

    die zgraggen soll bleiben wo sie ist, dort macht die am wenigsten leute hässig.

Die neusten Leser-Kommentare

  • LuBu Bern am 03.11.2018 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Akusisches Missverständnis?

    Schon vor der Wahl billige Ausreden verwendet....Das kommt nicht gut!

  • Rübezahl am 02.11.2018 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Zgraggen Nein danke

    Ein Bundesrat aus der Zentralschweiz wäre echt toll aber eben ein Bundesrat und keine Bundesrätin.

  • Gero F am 22.10.2018 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    Die geeignetste Person

    Am besten wäre die geeignetste Person, ob weiblich oder männlich, welche hinter dem Volk steht und dessen Anliegen Intern wie Extern vertritt und durchsetzt ohne wenn und aber. (Keine Windfahne oder Lobbyist Inn) Somit scheiden einige der momentan im Gespräch stehenden Personen zu Anbeginn aus. Ebenfalls sollte klar der Ethisch, moralische Hintergrund beachtet werden um etwaige Kulturdifferenzen auszuschliessen. Zwei Pässe Personen sind auszuschliessen da diese zwei Herzen besitzen und somit immer im Konflikt stehen.

  • Kurt am 21.10.2018 13:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schlimm

    Ich habe im Radiosender Central ein Interview von Frau ZGraggen gehört deshalb bitte bitte nicht.

    • Esther am 02.11.2018 15:22 Report Diesen Beitrag melden

      Zgraggen

      Sie haben recht! Bitte nicht

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  • Sanibella am 19.10.2018 04:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hans Wicki in den Bundesrat!

    Hans Wicki für BR. Das notwendige Rüstzeug hat er definitiv!