Sportanlagen

13. Juli 2014 15:21; Akt: 13.07.2014 15:21 Print

Höhere Eintrittspreise für Auswärtige

In Kriens, Emmen und Luzern sollen Einheimische ab 2015 die Sportanlagen günstiger nutzen können als Auswärtige. Dies, weil sich andere Gemeinden nicht an den Kosten beteiligen.

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Im Hallenbad Allmend sollen Auswärtige ab 2015 höhere Eintritte bezahlen als Einheimische. (Bild: 20 Minuten)

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Zwei Drittel der Besucher im Hallenbad Allmend sind Auswärtige. Trotzdem wollen sich die umliegenden Gemeinden nicht am jährlichen Defizit beteiligen. Im letzten Jahr betrug es satte 1,5 Millionen Franken, wie die «Zentralschweiz am Sonntag» berichtet. Ein Vorschlag des Gemeindeverbands Luzern Plus zur Finanzierung regionaler Sportanlagen scheiterte.

Nach diesem Entscheid reagierte die Stadt Luzern, die gemeinsam mit den Gemeinden Kriens und Emmen in Sachen Sportanlagen am meisten bezahlt, rasch: Sie setzte eine Arbeitsgruppe ein, die Lösungsansätze für die Einführung eines Einheimischentarifs erarbeitete: «Die Zukunftsvision ist die Einführung einer Cash-Card – auch wenn noch nichts beschlossen ist», sagte der Krienser Gemeinderat Cyrill Wiget an der letzten Einwohnerratssitzung. «Das Tolle daran ist, dass man damit ohne Bargeld alles bezahlen kann, vom Eintritt über die Badekappe bis hin zum Glace. Das Portemonnaie kann dann getrost zu Hause bleiben», so Wiget gegenüber der «ZAS». Die Gemeinden hätten die Kontrollen, dass die Cash-Cards nur an Personen abgegeben würden, die in der jeweiligen Gemeinde wohnen.

Die Einheimischentarife sollen bereits ab 2015 eingeführt werden. Als nächstes werde das Geschäft im Krienser Gemeinderat besprochen. Im September soll dann die Öffentlichkeit informiert werden. Dann sollte auch klar sein, wie viel tiefer Auswärtige in die Tasche werden greifen müssen. Momentan ist die Rede von 20 bis 30 Prozent. Für die Stadt Luzern würden durch die Einführung der Cash-Card keine zusätzlichen Investitionskosten anfallen. Dies, weil bereits mit der sogenannten Sportscard bargeldlos bezahlt werden kann und somit die Infrastruktur bereits vorhanden ist.

(dag)