Todesfalle Auto

24. Juni 2019 13:47; Akt: 24.06.2019 16:15 Print

Schon fünf Minuten Hitze sind für Hunde oft tödlich

In Buochs NW starb ein Hund den Hitzetod, weil er in einem Auto eingesperrt war. Tierschützer warnen nun, dass dies sehr schnell passieren kann.

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«Alle Jahre wieder müssen Hunde elend in überhitzten Fahrzeugen zugrunde gehen, weil ihre Halter die Kraft der Sonne unterschätzt haben und ihre Vierbeiner in der Hitze im Fahrzeug warten liessen»: Die Susy-Utzinger-Stiftung für Tierschutz warnt alle Hundehalter, dass sie ihre Hunde nicht im Auto lassen sollen – und zwar nicht nur an Hundstagen wie wir sie diese Woche erleben, mit Temperaturen gegen 40 Grad, sondern auch bei deutlich geringeren Aussentemperaturen.

Auch 15 Grad sind schon gefährlich

Die Stiftung verweist darauf, dass schon 15 Grad Aussentemperatur genügen können, damit sich der Innenraum eines ungeschützt parkierten Autos auf 50 Grad und mehr aufhitzen könne. «Auch Autos, die gerade noch im Schatten standen, können nach einiger Zeit von der Sonne erfasst und so zur Todesfalle für den darin eingesperrten Hund werden. Ein spaltbreit geöffnetes Fenster leistet keinerlei Abkühlung. Innerhalb kürzester Zeit erleidet der Vierbeiner einen Hitzeschlag, der leider oft tödlich endet», warnt die Stiftung.

Temperatur in Autos steigt enorm schnell

Auf offenen Parkplätzen vor Einkaufszentren, Badeanstalten, Restaurants und anderen Einrichtungen würden sich Sommer für Sommer solche grauenhaften Vorfälle ereignen. Dies würde nicht geschehen, wenn sich die Hundehalter dieser Gefahr bewusst wären, so die Stiftung. In einer Tabelle stellt sie deshalb dar, ab wieviel Aussentemperatur und in welcher Zeit in Autos eingesperrte Hunde in Lebensgefahr sind. Ist es beispielsweise nur schon 20 Grad warm, ist es in einem Auto innerhalb von einer halben Stunde 36 Grad heiss, was für Hunde laut der Stiftung bereits Lebensgefahr bedeutet. Wird es gar so heiss wie diese Woche, herrscht bei einer Aussentemperatur von 38 Grad in einem Auto nach 5 Minuten bereits 44 Grad.

Auto war angelaufen, darin hechelte ein Mischling

Erst kürzlich wieder starb ein Hund, der in einem Auto eingesperrt war. Der in der Hitze eines Autos verendete Hund wurde in Buochs auf einem Parkplatz neben einer Veranstaltung gefunden, am Samstag um 18 Uhr. Zu dieser Zeit war es in Buochs NW etwa 21 Grad warm, also nicht sehr heiss. Dennoch traf die Polizei dort auf ein Auto, dessen Scheiben angelaufen waren, der Sennenhund-Mischling darin hechelte. Obwohl ihn die Polizei sofort aus der Hitze-Hölle befreite und zum Tierarzt brachte, starb der Hund.

(mme)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • lacoruna74 am 24.06.2019 14:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht im Auto lassen

    Solche Hundehalter sollten hart bestraft werden und die Lizenz für das führen der Hunde entziehen. Die müssen es doch wissen das man Hunde nicht im Auto lässt???

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  • Traugott Sperber am 24.06.2019 14:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hundeliebe?

    Habe gar kein Verständnis für solche Hundehalter... Hirn einschalten.. Hunde sollten auch mal Zuhause bleiben können und falls nicht soll der Halter dies auch tun!

  • Tonto am 24.06.2019 14:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Halbwissen

    Vielen Haltern ist wohl nicht jlar, dass Hunde nicht schwitzen, so wie wir es tun. Sie sind daher empfindlicher!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Arzu Uysal am 24.06.2019 20:44 Report Diesen Beitrag melden

    Das gleiche mit Menschen machen!

    Die sollen mal selber 5minuten im Auto sitzen!Mal schauen wie sich das anfühlt!!

  • Runser Caroline am 24.06.2019 19:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schon fünf Minuten Hitze sind für Hunde oft tödlic

    Ich kann das eifach nicht verstehn Ich kann nur immer wieder sagen Warum Warum Warum kann man einen Hund nicht Zuhause behalten oder in aus dem Auto nehmen beim verlassen des Autos

  • Grossmutter am 24.06.2019 18:47 Report Diesen Beitrag melden

    Verantwortungslos

    Hatten auch einen Hund und mir kam nie in den Sinn, sie bei der Hitze im Auto herumzukutschieren.....Am morgen um 5:00 -7:00 im Wald und spät Abends rein ins Wasser. Habe am Mittag gesehen wie eine Frau mit ihrem Hund auf dem Asphalt ohne Schatten spazieren ging,als ich sie daraufhin ansprach, winkte sie nur ab....finde keine Worte dafür

  • Nikolai am 24.06.2019 17:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum die Abneigung gegenüber Tesla?

    Schon lustig hier. Ich hab keinen Hund und mag die auch nicht. Aber es stört mich auch nicht, wenn jemand einen hat. Interessen sind verschieden. Was ich aber echt nicht verstehe: da erklären einige Leute hier (inkl mir) den Tesla Dog Mode, eine wirklich gute Sache. Aber weil es Tesla ist, hagelt es nur so dislikes. Wieso eigentlich? Andere Elektroautos könnten das auch, sind aber mangels Flexibilität dazu nicht in der Lage. Der Tesla Dog Mode war eine Reaktion auf eine Twitterfrage an Elon Musk. Seine Antwort: klar, machen wir. 2 Monate später (!) dank Wifi Update in allen Teslas weltweit.

  • T. V. am 24.06.2019 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    warum nur sind Menschen so doof

    ich verstehe nicht, wie man als Tierhalter so fahrlässig handeln kann. Lasst doch solche Halter auch einmal schmoren, so wie sie das mit ihren Tieren machen. Das wäre nur gleichberechtigt.