Muotathal

21. Februar 2019 05:47; Akt: 21.02.2019 09:03 Print

Halter schläfert Huskys nach Blutbad freiwillig ein

Die Huskys, die in Muotathal ausbüxten und in einen Blutrausch gerieten, sind tot. Der Kantonstierarzt verordnete zwar nur eine Maulkorbpflicht, doch der Halter entschied sich anders.

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Der Besitzer trennte sich schweren Herzens von den beiden Huskys, die in Muotathal Schafe gerissen hatten. (Symbolbild) (Bild: iStock)

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Ende Januar waren in Muotathal zwei Huskys abgehauen. Mit tragischen Folgen: Sie rissen eine Katze in Stücke und griffen einen Jack-Russell-Terrier an. Doch damit nicht genug: Bei einer Schafherde richteten die beiden Tiere im Blutrausch ein wahres Massaker an: Sie rissen fünf Schafe und verletzten vier weitere Tiere so schwer, dass sie getötet werden mussten. Zehn weitere Schafe wurden von den Huskys leichter verletzt. «Das ist einer der massivsten Vorfälle, mit der ich während meiner Tätigkeit zu tun hatte», sagte damals der stellvertretende Kantonstierarzt Marco Gut.

Danach hatte er Sofortmassnahmen angeordnet, damit ein weiterer möglicher Vorfall verhindert werden konnte. Später wurden definitive Massnahmen verhängt: Gut kam zum Schluss, dass von diesen beiden Hunden auch in Zukunft eine Gefahr für andere Tiere ausgehe und darum sowohl Leinen- wie auch Maulkorbpflicht nötig seien.

Der Kantonstierarzt hat den Fall abgeschlossen

Der betreffende Hundehalter hat sich aber anders entschieden: Er hat die Tiere inzwischen einschläfern lassen, wie der Veterinärdienst der Urkantone mitteilte. Der Hundehalter habe sich intensiv mit den Vorfällen beschäftigt und überlegt, was mit seinen beiden Huskys geschehen solle. «Der Besitzer der Hunde, der ein erfahrener Hundehalter ist, hing sehr an seinen beiden Tieren. Er war sich aber auch seiner Verantwortung bewusst – und hatte sich deshalb schweren Herzens dazu entschieden, kein weiteres Risiko einzugehen, dass weitere Tiere zu Schaden kommen könnten», sagt Gut.

Darum habe der Besitzer die Hunde freiwillig eingeschläfert. Für Gut erübrigen sich damit weitere Massnahmen und der Fall wurde abgeschlossen.

Der betroffene Hundehalter wollte sich auf Anfrage nicht weiter äussern. Bei den beiden ausgebüxten Huskys handelte es sich nicht um Hunde der Erlebniswelt Muotathal GmbH, die in der Region Touren mit Schlittenhunden anbietet.

(dag)