Ausgesetzte Natter

26. Juni 2019 16:27; Akt: 26.06.2019 17:45 Print

Badi-Schlange in Schule eingefangen

Eine ausgesetzte Schlange sorgte in einer Badi in Zug für Aufregung. Am Mittwochmorgen nun wurde das Reptil auf einem Schulgelände gefasst.

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Aufregung am Montagabend vor einer Woche in der Seebadi Seeliken in der Stadt Zug: Eine illegal ausgesetzte Schlange räkelte sich dort an einer Mauer hoch und verschwand schliesslich auf dem Nachbargrundstück. Ein Leser-Reporter filmte und fotografierte das Reptil. «Sie war im hinteren Bereich der Badi beim Pingpong-Tisch, wo auch Kinder spielten», sagt der Leser-Reporter.

Doch jetzt ist Schluss mit Freiheit für die Schlange von Zug: Am Mittwochmorgen wurde das Tier auf dem Areal der Fachmittelschule Zug eingefangen. «Die Schlange ist einem Mitarbeiter des Hausdienstes aufgefallen. Das Tier kroch direkt vor die Füsse des Mitarbeiters», sagt Stefanie Michel-Loher, Leiterin Betriebsmanagement der Fachmittelschule Zug. Anschliessend habe sich das Tier in einem Gebüsch versteckt. Eingefangen wurde sie ohne grosse Hilfsmittel. Ein Experte habe Handschuhe angezogen und die Schlange einfach gepackt.

Schüler fühlten sich unwohl

Die Schüler haben den tierischen Einsatz nicht mitbekommen. «Sie waren im Unterricht, als das Tier eingefangen wurde», so Michel-Loher. Allerdings wussten die Schüler, dass zuvor eine Schlange bei der Badi Seeliken gewesen ist. «Sie haben sich unwohl gefühlt.» Es sei für die Schüler auch ein komisches Gefühl gewesen, zu wissen, dass eine Schlange beim Schulgebäude ist. «Jetzt sind sie froh, dass sie weggebracht wurde.»

Selbst Wildhüter ist erstaunt

Albin Schmidhauser, Leiter des Amtes für Wald und Wild im Kanton Zug, bestätigt, dass die Schlange eingefangen wurde: «Am Mittwochmorgen wurde die Schlange nochmals gesichtet und unser Schlangenspezialist hat sie dann auf dem Gelände der Fachmittelschule in Zug eingefangen.»

Es handelt sich um eine Äskulapnatter. Diese sind ungiftig und kommen in der Schweiz im Tessin, im Wallis oder in der Genferseeregion vor, nicht aber in Zug. Deshalb sagte Reptilienexperte Niklaus Peyer von der Koordinationsstelle für Amphibien- & Reptilienschutz (Karch), die Schlange von Zug sei wohl ausgesetzt worden. Die Zuger Äskulapnatter befindet sich zurzeit im Terrarium eines Experten.

(mik/tst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chuan am 26.06.2019 16:45 Report Diesen Beitrag melden

    Immer der kleine Anhang...

    Wo auch Kinder spielten, wo auch Kinder sehen konnten, es könnte von Kindern gesehen werden. - Unnütz! - Kinder sehen und erleben sowieso viel mehr als Erwachsene. - Was also soll das??

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  • 0000 am 26.06.2019 16:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ....

    kann man sie nicht in ihr gewohntes territorium wallis genf oder tessin bringen ? wie es scheint überlebt sie sogar in zug. wieder auswilderung

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  • RS am 26.06.2019 16:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    artenwanderung

    ausgesetzt? hmm... artenwanderung durch klimaerwärmung..? heute ist doch für alles die klimaerwärmung schuld...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Oberländer am 27.06.2019 11:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt sie auch....

    ....im Berneroberland, habe erst letzthin eine gesehen.

  • Heidi am 26.06.2019 19:49 Report Diesen Beitrag melden

    Auf in die Badi

    Dieser Tage sehe ich viele Badi-Schlangen..... Aber die Wartezeiten halten sich in Grenzen.

  • ChriguBern am 26.06.2019 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    Peanuts für Aussies

    Eine australische Freundin sah diese Bilder und meinte, sie wäre froh wenn "ihre" Schlangen so harmlos wären. Die Viecher dort sind wesentlich aggressiver und giftiger. Schöne friedliche Schweiz.

  • H.Rey am 26.06.2019 17:54 Report Diesen Beitrag melden

    Angst

    Bei mir im Garten ist eine Blindschleiche , was soll ich tun.

    • ;) am 26.06.2019 17:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @H.Rey

      Eine Katze anschaffen ;)

    • GArfield am 26.06.2019 18:20 Report Diesen Beitrag melden

      keine Sorge

      Dank den tierlieben Katzenhaltern wird es schon bald keine einheimischen Reptilien mehr geben.

    • tjt am 26.06.2019 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @H.Rey

      Nichts, die sind nützlich. Bei mir sind alle ausgerottet wegen einer Katzenhorterin. Versuche nun mit Steinhaufen diese wieder anzusiedeln.

    • Merry Christmas am 26.06.2019 20:54 Report Diesen Beitrag melden

      Etwas zu einfach!

      Sorry, nicht die Katze, der Mensch vernichtet alles!

    • reto am 26.06.2019 22:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @GArfield

      Mach dir keine Sorgen, es ist Sommerzeit und bei mir landet jede Katze, die mein Grundstück betritt, in der Marinade. Die Nachbarn sagen dann immer, hey ist etwa meine Katze in deiner Garage.

    • roman am 26.06.2019 22:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Merry Christmas

      Ja, wegen der Katzen

    • Richtigstellung am 26.06.2019 23:42 Report Diesen Beitrag melden

      @Garfield

      Komplett falsch. Die Reptilien, Vögel und Insekten werden nachweislich durch immer naturentfremde Bewirtschaftung des Landes ausgerottet. Seis naturfeindliches bauen, seis der englische Rasen, alles schneiden, stutzen und Monohecken anpflanzen und vorallem die Bauern, welche mit Pestiziden und sonstiger höchst naturfeindlicher Bewirtschaftung jedliche Nahrung, Lebensraum für Tiere entziehen und den Tieren selbst den Garaus machen.

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  • Fricktalerin am 26.06.2019 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Natter

    Also die Schlange ist weder giftig noch gefährlich, sie ist froh wenn man sie in Ruhe lässt , ich verstehe das ganze Theater nicht ,in südlichen Ländern ist das Alltag...ohne Pressemeldung u Helden....