Innovation

25. November 2014 05:57; Akt: 25.11.2014 11:21 Print

Im Frühling kommt neues GPS für Haustiere

von Daniela Gigor - Jetzt hat auch die Schweizerische Tiermeldezentrale (STMZ) ein GPS-Gerät zur Ortung von Tieren mitentwickelt. Das Ziel ist ambitioniert: Es soll neue Standards setzen.

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Das Schreckensszenario aller Besitzer von Haustieren ist, wenn seit Tagen oder Wochen der geliebte Vierbeiner wie vom Erdboden verschluckt bleibt. Dann beginnt die Suche im ganzen Quartier, Freunde und Nachbarn werden gefragt, Plakate ausgehängt, Inserate veröffentlicht und die Vermisstmeldung bei der STMZ aufgegeben – und trotzdem bleiben oft alle Versuche erfolglos.

Jetzt hofft die Schweizerische Tiermeldezentrale auf ein neues GPS-Gerät: «Im Frühling 2015 kommt ein kleines Gerät auf den Markt, das in seiner Art weltweit einmalig ist, der sogenannte Petpointer», sagt Hanns Fricker, Geschäftsführer der STMZ mit Sitz in Hergiswil. Das GPS-gestützte System zeige auf dem Smartphone, Tablet oder PC an, wo sich das eigene Haustier gerade befinde. Für die Lokalisierung des Tieres würden drei Satellitensysteme eingesetzt. In Räumen, in denen kein Kontakt zu einem Satelliten möglich sei, würden Handyantennen den Aufenthaltsort des Tieres orten. Eine neue Technologie bei der Übermittlung der Daten ermöglicht den Einsatz von Petpointer in 220 Ländern, ohne zusätzliche Roaminggebühren.

Viereinhalb Jahre Entwicklungszeit nötig

Die Ambitionen in den Petpointer der Tiermeldezentrale sind bei Fricker gross: «Zwar gibt es schon vereinzelt ähnliche Produkte – aber keines ist so klein, so leicht und so leistungsfähig.» Das Gerät, das etwa so lang wie ein Streichholz ist, wiegt 29 Gramm. Die STMZ kam auf die Idee, den Petpointer zu entwickeln – doch bis zum Produkt war es ein langer Weg: «Bis es so weit war, sind gut viereinhalb Jahre vergangen. Knacknüsse zu lösen, gab es betreffend der Grösse, der Präzision und den Kosten des Petpointers.»

Bevor der Petpointer betriebsfähig ist, muss der Tierbesitzer das Gerät im Internet anmelden. Dazu ist auf dem Gerät ein Kontrollcode vermerkt. Dieser muss bei der Anmeldung eingegeben werden. Um die Kommunikation zwischen dem Petpointer und dem Inhaber sicherzustellen, muss anschliessend eine E-Mail-Adresse registriert werden. So wird dem Inhaber zum Beispiel per E-Mail mitgeteilt, wenn der Batteriestand zu tief ist und das Gerät geladen werden muss. Die Batterielaufzeit soll bis zu 21 Tagen betragen.

GPS-Sender soll unter 100 Franken kosten

Anschliessend muss das Kommunikationsabonnement gelöst werden. Die Gebühren sind noch nicht genau bekannt. Fricker rechnet mit fünf bis zehn Franken pro Monat. Das Gerät selber wird laut Fricker deutlich unter 100 Franken kosten. Der Petpointer wurde von der HergTech AG aus Hergiswil in Kooperation mit der STMZ und Ingenieuren aus der Uhrenindustrie entwickelt und erprobt. Laut der Website von Petpointer wird die Kommunikationstechnik von Swisscom genutzt.

Der Sender lässt sich an jedem Halsband befestigen und ist für Katzen und Hunde bequem ohne Hindernis tragbar. Für Katzen empfiehlt Fricker aus Sicherheitsgründen das Cat-Life Halsband. Bleibt ein Büsi auf seinen Streifzügen im Geäst der Bäume hängen, öffnet sich das Band ähnlich wie bei einer Skibindung.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mel am 25.11.2014 06:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Sache aber...

    Eigentlich eine super Entwicklung. Doch frage ich mich ob es in der heutigen Zeit wirklich noch nicht möglich ist solch einen kleinen ortungschip unter die haut zu transplantieren? Etwa so wie den schon vorhandenen Erkennungschip? Am besten diese beiden wären kombiniert. Ich frage mich wievviel das nützt oder auch wieviel das es kostet wenn man wie z.b ich einen 4beiner hat der regelmässig ohne halsband nach Hause kommt...dann muss man ja regelmässig einen neuen ortungschip oder bzw. Einen ersatz kaufen...

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  • Trin am 25.11.2014 07:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Für andere Objekte

    Bin sicher das GPS wird gerne auch für Autos ( wegen Diebstahl) , sonstige Teure Gegenstände.. Sowie last but not least anderen Personen montiert.

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  • Tyra am 25.11.2014 06:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tiere

    An sich finde ich das eine super Idee!!!!Ich hoffe nur das es auch klappen wird!!Es ist sicher schweineteuer,aber gute Idee!!;-)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Anni am 26.11.2014 19:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut aber teuer

    Gute idee !! Aber mein Kater verliert immer sein Halsband,mit dem ich auch eine Kapsel mit Adresse dran habe! Als ich das gelesen habe wurde mir sofort bewusst,wie teuer das kommt wen mein Kater ständig das verliert! Deswegen Werde ich ihn bald Chippen lasen!

  • Sandra am 25.11.2014 19:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nötig

    Brauche ich nicht meine Katzen sind hauskatzen allerdings gechippt.

  • Sid818 am 25.11.2014 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    Praktisch!

    Finde ich eine super sache..und wenn katze ohne halsband nach hause kommt kann man dieses ja auch wieder Orten. Praktisch!

  • Sabine Haueter am 25.11.2014 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    Diese Frage treibt mich um:

    Frage: Kann man diesen Ortungschip auch für untreue Ehefrauen und Ehemänner erhalten?

    • Fricker Hanns am 25.11.2014 14:52 Report Diesen Beitrag melden

      Einsatzmöglichkeiten des GPS

      Für Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage... ;-)

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  • Nicole Müller am 25.11.2014 12:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    orten

    Ich bin.absolut deiner Meinung, aber du kannst ja.Das Halsband mit dem Sender orten, wenn deine Katze das Halsband verloren hat