Verbote Einfuhr

23. Januar 2020 17:15; Akt: 23.01.2020 19:41 Print

Import von Waffen vor der Fasnacht steigt massiv an

von Daniela Gigor - Wer im Ausland vor der Fasnacht ohne Bewilligung imitierte Waffen bestellt, kann in Teufels Küche kommen. Es könnte gar drei Jahre hinter Gittern bedeuten.

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Regelmässig werden in der Zeit vor der Fasnacht Imitations- Schreckschuss- oder Softairwaffen auf Onlineportalen aus dem Ausland bestellt und per Post eingeführt. Nun warnen die Strafverfolgungsbehörden vor den Folgen, die vielen Personen gar nicht bewusst seien.

Wer Waffen, Bestandteile von Waffen, Munition oder Munitionsteile in die Schweiz einführen will, benötigt eine Bewilligung des Bundesamts für Polizei, des Fedpol. Wie die Polizei mitteilt, gelten gemäss Waffengesetz auch Softair-, Schreckschuss- und Imitationswaffen als Waffen.

Es droht ein Eintrag ins Strafregister

Dennoch würden jedes Jahr illegal Waffen importiert, sagt Urs Wigger, Sprecher der Luzerner Polizei: «Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 sind die illegalen Einfuhren im ersten Halbjahr 2019 massiv angestiegen.» Dies sei wohl auch auf die Fasnachtszeit zurückzuführen.

Wenn auf dem Weg zum Empfänger solche illegale Waffen beim Zoll gefunden werden, eröffnet die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung, wie die Luzerner Polizei am Donnerstag mitteilte. Wigger sagt: «Kommt es zu einer Verurteilung, droht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Hinzu kommen Untersuchungskosten von mehreren Hundert Franken.» Zusätzlich könne es auch noch zu einem Eintrag ins Strafregister kommen.

Nur erkennbare oder transparente Spielzeuge erlaubt

An der Fasnacht werde ausserdem regelmässig festgestellt, dass Fasnächtler mit solchen Waffen unterwegs seien. Auch hier ist laut Polizei Vorsicht geboten: Erlaubt seien nur Gegenstände, die auf den ersten Blick als Spielzeugwaffen erkennbar oder transparent sind. Verboten sind übrigens auch antike Waffen.

Die Luzerner Polizei will während der Fasnacht zwar keine spezifischen Waffenkontrollen durchführen. Weil sie in dieser Zeit ihre Präsenz ohnehin verstärkt, könnten den Polizisten aber bewaffnete Cowboys, Jäger oder andere maskierten Waffenträger ins Auge stechen. Würden Polizisten strafbare Handlungen feststellen, müssten die Fasnächtler mit einer Anzeige an die Staatsanwaltschaft rechnen und die rechtlichen Folgen tragen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • El loco am 23.01.2020 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    Jammeris

    Bei Odin, was sind wir doch für eine weichgespülte, ängstliche und duckmäuserische Gesellschaft geworden, in der die Angst vor Spielzeugwaffen grassiert wie damals die schwarze Beulenpest. Bravo, ihr Jammeris - damit haben Terroristen ihr Ziel zu 100% erreicht, nämlich Angst und Unsicherheit in unserer einstmals stolzen und sicheren Gesellschaft zu säen.

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  • peter71 am 23.01.2020 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    ach was!

    "Dies könnte gar drei Jahre hinter Gittern bedeuten"... in der schweiz können sogar erkannte gefährder frei rumlaufen und wir steuerzahler finanzieren noch ihren lebensunterhalt.

  • Korrex am 23.01.2020 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "Verbote Einfuhr"

    Wer führt denn Verbote ein? Gibt schon genug.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Unterdrückte Staatsbürger am 24.01.2020 14:36 Report Diesen Beitrag melden

    (Staats)-Terroristen

    Auch Paintball-Waffen sind verboten! Ich meine jene mit den grossen Balonmagazinen oben drauf. Es ist alles verboten was nicht ausdrücklich erlaubt ist. Seit dem 9/11 regiert die Angst. Mit Angst regieren ist einfach, man kann alles kontrollieren, festnehmen, verurteilen. Auch Opositonelle (mann nennte sie dann Terroristen).

  • Fidimagögis am 24.01.2020 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Früher war alles anders

    Früher war nicht alles besser aber anders. Cowboys durften ihre "Revolver" tragen und Indianer ihre Pfeilbogen. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

  • klara am 23.01.2020 22:38 Report Diesen Beitrag melden

    mal was Neues wagen

    Wann kommt das Freihandelsabkommen zwischen dem Aargau und Waldshut-Tiengen? Es muss ja nicht gleich zwischen Zürich und den Vereinigten Staaten sein.

  • Laimigs am 23.01.2020 20:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fasnacht soll nicht kriminalisiert werden

    Ich wünsche mir, dass sich Vernunft und Augenmass ausbreitet über unser Land. Alles was Spass macht soll erlaubt bleiben. Ich wünsche allen eine friedvolle & rüüdige Fasnacht.

  • Dusty am 23.01.2020 19:52 Report Diesen Beitrag melden

    Unfähige Politik

    "Wir lassen uns von Terroristen nicht unterkriegen!" - ausser beim Weihnachtsmarkt - äh, ich meine Wintermarkt!... und bei der Fasnacht... oder bei der Überwachung allegemein... und beim Waffengesetz, und und und.