Pilotprojekt

31. Januar 2012 23:00; Akt: 31.01.2012 22:31 Print

In Sägerei soll Strom produziert werden

von Stefanie Nopper - Statt Restholz auswärts entsorgen zu lassen, soll daraus Strom und Abwärme entstehen. Ein Pilotprojekt startet im Mai in einem Luzerner Sägewerk.

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Projekt-Mitinitiant Urs Brücker, Projektleiter Roland Limacher und Geschäftsführer Urs Steinger. (Bild: nop)

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In Ettiswil wird der Säger Urs Steinger schon bald zum Stromproduzenten. Durch einen Vergasungsprozess wird aus seinem Restholz mittels eines Generators Strom und Abwärme gewonnen. Rund 3000 Kubikmeter Hackschnitzel fallen bei ihm jährlich an. Die neuartige Kleinanlage wird jährlich rund 80 Haushaltungen mit Strom und etwa 60 Einfamilienhäuser mit Abwärme versorgen können. «Dadurch spare ich Transportkosten bei der Entsorgung und kann mein Restholz selber verwerten», so Sägewerk-Riedbrugg-Geschäftsführer Steinger.

Geplant ist, die Pilotanlage im Mai zu installieren. Etwa ab August können dann Energieversorger beliefert werden. «Denkbar ist auch, dass sich Sägereien so Strom für den Eigenbedarf produzieren», sagt Projekt-Mitinitiant Urs Brücker, der solche Anlagen in Sägereien in der ganzen Zentralschweiz etablieren will. Der Strom würde mindestens zwanzig Rappen pro Kilowattstunde einbringen – die Abwärme zwischen zehn und zwölf Rappen. Die Nachfrage nach solch innovativen Anlagen ist laut Projektleiter Roland Limacher massiv: «Das ist die Stromversorgung der Zukunft – damit könnten wir den Bedarf nach dem Wegfall der Atomkraftwerke mit lokaler Produktion decken.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dani am 01.02.2012 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Energie nutzen

    Wird auch Zeit. Die KVA Luzern z.B produziert schon lange Strom. Und die Abwärme wird zum Kantosspital geleitet. So solls sein.

  • Martin am 02.02.2012 15:11 Report Diesen Beitrag melden

    Kleinvieh macht auch Mist

    Tolle Idee - Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist! Wenn viele kleine (oft lokale) alternative Stromproduzenten ein ökologisch UND ökonomisch sinnvolles Angebot bereitstellen können, wird sich die Abhängigkeit von Atomstrom kontinuierlich reduzieren.

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  • Martin am 02.02.2012 15:11 Report Diesen Beitrag melden

    Kleinvieh macht auch Mist

    Tolle Idee - Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist! Wenn viele kleine (oft lokale) alternative Stromproduzenten ein ökologisch UND ökonomisch sinnvolles Angebot bereitstellen können, wird sich die Abhängigkeit von Atomstrom kontinuierlich reduzieren.

  • Dani am 01.02.2012 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Energie nutzen

    Wird auch Zeit. Die KVA Luzern z.B produziert schon lange Strom. Und die Abwärme wird zum Kantosspital geleitet. So solls sein.