Esoterik-Star am Gymi

27. Oktober 2019 13:13; Akt: 27.10.2019 13:13 Print

Kanti-Schüler sollen jetzt mit Toten sprechen

Esoteriker Pascal Voggenhuber ist bereits seit mehreren Jahren Stargast am Gymnasium Musegg in Luzern. Dort lässt er Schüler etwa mit Verstorbenen sprechen.

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Den Kontakt ins Jenseits herstellen, um mit Toten zu sprechen oder per Handberührung Informationen über eine Person herausfinden: Das macht Pascal Voggenhuber, 39-jähriger Esoterik-Star aus Basel. Gerne tritt er auch als Referent am Gymnasium Musegg in Luzern auf, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Dieses Jahr war er bereits zum sechsten Mal zu Besuch an der Musegg. «Es ist immer wieder spannend, wie offen Junge Menschen für eine Bodenständige Spiritualität sind», schrieb er zuvor auf einem Facebook-Post, in der er seiner Vorfreude auf den Besuch in Luzern Ausdruck verlieh.

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Rektorin Franziska Schärer bestätigte den Auftritt des Esoterikers. Er sei im Rahmen der Sonderwoche «Naturwissenschaften und Grenzwissenschaften» eingeladen worden. Gemäss Remo Jakob, Vorstand der Fachschaft Physik an der Kantonsschule, lade Voggenhuber dabei manchmal Schüler ein, unter seiner Anleitung mit Toten zu kommunizieren. Auch versuche Voggenhuber Informationen über einen Schüler herauszufinden: Dies nur durch das Halten seiner Hand. Bei den Aussagen handle es sich beispielsweise um die Wohnverhältnisse des Schülers oder darum, was der Schüler sieht, wenn er aus dem Fenster seines Wohnzimmers schaut. «Oft nennt er viele Details korrekt», sagt Jakob.

Nächstes Jahr kommt der Eso-Star wieder

Rektorin Franziska Schärer sagt, es gehe beim Anlass darum, festzustellen, dass nicht alle Bereiche des Lebens wissenschaftlich erklärt werden können. Voggenhubers Besuch stosse bei Schülern auf grosses Interesse. Man habe ihn deshalb bereits für das nächste Schuljahr wieder eingeladen.

«Es braucht eine kritische Einbettung»

Für die Sektenberatungsstelle Relinfo ist es okay, wenn Schulen Personen wie den Esoterik-Star einladen würden. Man könne Vertreter spiritistischer Richtungen auftreten lassen, zitiert die Sonntagszeitung Georg Schmid. «Es braucht aber eine kritisch-wissenschaftliche Einbettung. Sonst handelt es sich um esoterische Propaganda.»

(jab)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • EllEff am 27.10.2019 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    unsere tägliche Schizophrenie

    Das ist jetzt lustig: Aus religiösen Gründen müssen Kreuze aus Schulzimmern entfernt werden. Bibeln dürfen auf Schulgelände nicht verteilt werden. Religiöse Tätigkeiten wie potentiell schädlicher Spiritismus werden dafür gefördert. Wer steckt da wohl dahinter?

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  • Ernst Angst am 27.10.2019 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    Esoterik?? Okultismus pur!!

    Ich bezeichne das eher als Okultismus gefördert mit Staatsgelder.

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  • Sander am 27.10.2019 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre gern Lehrer

    Unfassbar. Aber motivierte Gymnasiallehrer mit Sachkenntnis und einem realitätsverhafteten Weltbild suchen im Kanton Luzern seit Jahren vergeblich eine Stelle.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • ich fasse es nicht... Totenkult ist am 28.10.2019 22:20 Report Diesen Beitrag melden

    für mich schwer nachvollziehbar

    Rektorin Franziska Schärer scheint ein faible für ihn zu haben. Er hat die Einladung für nächstes jahr bereits in drr Tasche. Es fragt sich nur, ob die Schüler und Eltern das ebenfalls gutheissen.

  • Jürg Trefzer am 28.10.2019 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Fantasie

    Viele vermeintliche Kontakte entspringen der Wunschfantasie. Letztendlich ist es vergleichbar mit religiösem Glauben.

  • Jan E. am 28.10.2019 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte was?

    Heisst das etwa dass hier Steuergelder an Scharlatane für ihre Pseudowissenschaften fliessen? Die verantwortlichen Subjekte dieser Schule sind auf der Stelle von ihrem Posten zu entfernen und es muss hier ein Verfahren wegen Veruntreuung eingeleitet werden.

  • Christoph am 28.10.2019 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    Es braucht weder Stars noch Sensationen, bevor wir

    Unsere eingeschränkte Wahrnehmung... . Fast alle können WLAN, DECT, elektrische Felder, Magnetfelder..., ohne Messen innert 2h lernen zu unterscheiden. Das durfte ich mit 15 Messtechnikern erfahren. Man schreibt dann, dass diese Technologien keinen Einfluss auf uns haben, und wir glauben anstatt zu erforschen. Telepathie funktioniert, Quantenverschränkung, Doppelspalteffekt, Nikola Tesla, Wirbelphysik, unser eigenes Energiefeld... geben doch genügend Hinweise um offen zu bleiben. Macht mir die Berichterstattung hier das richtige Bild? Viele Kommentare amüsieren, stimmen aber auch nachdenklich.

  • bern am 28.10.2019 16:17 Report Diesen Beitrag melden

    neue Uriella

    Pascal V. die neue Uriella.Uriellas Wiedergeburt in männlicher Form. Was für ein Schwachsinn dieser Esoteriker von sich gibt. Und die Leute sind so dumm und glauben es noch. Das ist reine Geldmacherei und die gutgläubigen Menschen die alles glauben zahlen noch dafür. Ich bin da kritisch und eben auch noch ungläubig.