Parkhaus Musegg

30. Juli 2014 17:24; Akt: 03.08.2014 11:24 Print

Initiativkomitee will Vorprojekt erarbeiten

Das Initiativkomitee Parkhaus Musegg in Luzern will mit Unterstützung des Stadtrats das Projekt weiter vorantreiben. Sie wollen das Parkhaus auch privat finanzieren.

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Am Falkenplatz würden die Benützer vom Parkhaus Musegg zu Fuss ein und aus gehen. (Bild: zVg)

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Nachdem der Luzerner Stadtrat am 8. Juli bekannt gab, dass er das Parkhaus im Musegghügel der geplanten Metro vorzieht, hat das Initiativkomitee am Mittwoch über das weitere Vorgehen informiert.

«Auf Basis der gegebenen Rahmenbedingungen formulierte Vorgaben und Ziele werden wir die Projektorganisation ausgestalten, eine Zeitplanung vornehmen und die Vorstudie weiterentwickeln», sagt Fritz Studer, Präsident des Initiativkomitees. Das Ziel sei, innert nützlicher Frist ein Vorprojekt zu erarbeiten, das alle relevanten Fragen beantworte. «Dazu gehört insbesondere auch ein Umweltbericht», so Studer weiter. Diese Arbeiten sollen in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtrat und den erforderlichen Fachstellen und Gremien erfolgen. Studer: «Es gilt auch zu definieren, wie und wann die Bevölkerung der Stadt Luzern in die Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden kann.»

«Unzählige offene Fragen müssen geklärt werden»

Für Projektinitiant und Ingenieur Peter Bucher ist klar: «Das Bauprojekt ist komplex und es erwarten uns noch viele Herausforderungen. Es braucht gesicherte Abklärungen und überzeugende Lösungen für die diversen Fragen, deren Stichworte Geologie, Sicherheit Museggmauer, Denkmalpflege, Umweltverträglichkeit, Belastungen aus dem Bauprozess, Felsausbruchmethode, Brandschutz, Lüftung, Fluchtwege, attraktive Innengestaltung und dergleichen sind. »Um in diesen Themen weiter zu kommen, müssen in den nächsten Schritten bis zum Vorprojekt weitere Fachleute in den Prozess einbezogen werden.

Die Initianten sind weiterhin überzeugt, dass das Projekt aus privater Hand finanziert werden kann. «Mit dem stadträtlichen Entscheid als Unterstützung sind wir zuversichtlich, dass wir die interessierten Investoren für die Bereitstellung von Risikokapital überzeugen können, damit das Ziel eines Vorprojektes für 2015 parallel zum politischen Prozess erreicht werden kann», sagt Studer weiter.

Im Parkhaus im Musegghügel sollen 670 Plätze für Autos und mindestens 30 Reisecars entstehen. Die Zufahrt ist über die Baselstrasse, Obergrundstrasse und Geissmattbrücke vorgesehen. Vom Parkhaus gelangen Besucher zu Fuss über eine 100 Meter lange unterirdische Passage zum Falkenplatz in der Altstadt.

(dag)