Fahrzeugbrand

24. Juli 2014 06:09; Akt: 24.07.2014 06:09 Print

Jaguar abgefackelt – Ex-Freundin in U-Haft

von Daniela Gigor - In Merlischachen brannte ein Jaguar aus. 20 Minuten weiss, die Ex-Freundin des Besitzers wird verdächtigt, das Auto in Brand gesteckt zu haben.

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In der Nacht auf Freitag, 11. Juli 2014, ging bei der Kantonspolizei Schwyz kurz nach Mitternacht die Meldung ein, dass ein Auto brenne, das am Bachweg in Merlischachen abgestellt worden war. Die Feuerwehren Merlischachen und Küssnacht konnten den Brand löschen. Die Brandursache sei noch nicht geklärt, die Polizei habe entsprechende Ermittlungen aufgenommen, teilte die Kapo Schwyz damals mit.

Nun haben Recherchen von 20 Minuten ergeben, dass die Ex-Freundin (27) des Jaguar-Besitzers seither wegen Verdacht auf Brandstiftung in Untersuchungshaft sitzt. Dies bestätigte David Mynall, Sprecher der Kantonspolizei Schwyz, auf Anfrage: «Es gilt die Unschuldsvermutung», sagt Mynall.

Besitzer hofft, dass Versicherung den Schaden bezahlt

Wie der Besitzer* des Jaguars den Brand erlebte, schildert er gegenüber 20 Minuten: «Ich kam kurz nach Mitternacht nach Hause und sah, dass sich das Feuer der Seitenschwelle vom rechten Hinterrad nach vorne frass.» Es sei ihm gelungen, die Seitenschwelle mit dem Fuss wegzutreten. Die Freude war jedoch von kurzer Dauer, weil der Autofan mitansehen musste, wie ein weiterer Brandherd unter dem Kofferraum loderte. «Ich rannte ins Haus, um Wasser zu holen, doch das Feuer liess sich nicht löschen», sagt der 24-Jährige weiter. Dann habe er den Polizeinotruf gewählt, die wiederum die Feuerwehren alarmierte.

Falls die Ex-Freundin den Wagen tatsächlich in Brand gesteckt haben sollte, stelle sich die Frage nach dem Motiv. Der junge Mann denkt, dass Eifersucht im Spiel gewesen sein könnte: «Als ich Wasser im Haus holen wollte, fand ich zwischen Tür und Angel einen Brief mit Beschimpfungen.» Im Brief, der von Hand geschrieben wurde stand, dass jemand böse auf ihn sei, weil er angeblich eine andere Frau hätte – was jedoch nicht der Fall sei. Weil er nun gleich Frau und Jaguar verloren hat, hofft der Autofan, dass die Versicherung wenigstens bald für den entstandenen Schaden aufkommt.

(*Name der Redaktion bekannt)