«Güsel»

04. Juli 2014 10:24; Akt: 04.07.2014 10:24 Print

Jeder Luzerner hinterliess 424 Kilo Abfall

Im Kanton Luzern hat der Siedlungsabfall im vergangenen Jahr um 0,2 Prozent auf 163'600 Tonnen zugenommen. Jeder Luzerner produzierte damit beinahe 424 Kilo Abfall.

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Um 0,2 Prozent gestiegen: Luzerner verursachen im Jahr 2013 mehr Abfall als im Jahr davor. (Bild: Keystone/Urs Flueeler)

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Etwas mehr als die Hälfte des Siedlungsabfalls – rund 82'600 Tonnen – wurde als Hauskehricht in den Kehrichtverbrennungsanlagen energetisch genutzt. Rund 81'000 Tonnen wurden separat gesammelt und stofflich verwertet, wie die Statistikstelle Lustat am Freitag mitteilte.

Markant mehr angefallen waren Sonderabfälle, nämlich 95'000 Tonnen. Das sind rund 26'000 Tonnen mehr als im Jahr davor. Zu Buche schlugen mit je rund 40'000 Tonnen vor allem mineralische Abfälle wie verschmutzter Aushub sowie Schlämme. Grund sind gemäss Lustat die Bautätigkeit auf belasteten Standorten und Altlastensanierungen. Stabil hingegen blieb das Recycling von Baustoffen. Insgesamt wurden 2013 rund 417'000 Kubikmeter alte Stoffe als Baumaterialien weiterverwertet. Dazu gehörte etwa Asphalt- und Betongranulat, Recyclingkiessand und Mischgranulat.

Überangebot an Kompostieranlagen

Mit den zwölf Kompostier- und Vergärungsanlagen im Kanton herrscht ein Überangebot. Sie waren im vergangenen Jahr nur gut zur Hälfte ausgelastet, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Die Kapazität für biogene Abfälle aller Kompostier- und Vergärungsanlagen im Kanton lag bei knapp 140'000 Tonnen pro Jahr. Sie verarbeiteten aber nur knapp 74'000 Tonnen.

Die neun landwirtschaftlichen Co-Vergärungsanlagen verarbeiteten wie im Vorjahr rund 7000 Tonnen biogene Abfälle. Rund 5600 Tonnen davon stammten aus dem Kanton Luzern, der Rest von ausserhalb. Die drei industriellen Vergärungs- und Kompostieranlagen verarbeiteten mit 54'000 Tonnen leicht mehr biogene Abfälle als im Vorjahr. Rund 34'500 Tonnen davon fielen im Kanton Luzern an, rund 19'600 Tonnen wurden eingeführt.

(cza/sda)