Colorado Springs

16. Mai 2018 16:52; Akt: 16.05.2018 16:52 Print

Das Löwendenkmal gibts jetzt bereits dreifach

Mit einem Denkmal ehrt die US-Stadt Colorado Springs ihre im Dienst getöteten Polizisten. Das Denkmal ist eine Kopie des Luzerner Löwendenkmals.

Zum Vergleich: Sliden Sie hin und her zwischen den beiden Denkmalen in Colorado Springs und Luzern. (Bilder: Pikes Peak Region Peace Officers' Memorial/Keystone)

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«I have been where you fear to be. I have seen what you fear to see. I have done what you fear to do. All these things I have done for you.» (ungefähr: Ich war dort, wo du zu sein fürchtest. Ich habe gesehen, was du zu sehen fürchtest. Ich habe getan, was du zu tun fürchtest. Alle diese Dinge habe ich für dich getan.) Diese Zeilen sind an einem Denkmal zu lesen, das am Dienstag in der US-Stadt Colorado Springs bei einer Zeremonie enthüllt wurde.

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Das Löwendenkmal gibt es jetzt dreifach

Mit der Skulptur, die in einem Park steht, gedenkt die Stadt jener Polizisten, die im Dienst in der Region Pikes Peak getötet worden sind, wie die «Colorado Springs Gazette» berichtet. Die Namen der 31 Polizisten sind ebenfalls beim Denkmal eingraviert. Umgekommen sind diese zwischen 1895 und 2015, wie auf einer Website zum Denkmal zu lesen ist. Am Wochenende wird zudem unter anderem eine Gedenkfeier zu Ehren der getöteten Polizisten abgehalten.

Verantwortlichen gefällt Geschichte hinter Löwendenkmal

Den «Lion of Lucerne» nahmen die Verantwortlichen zum Motiv, da ihnen die Geschichte hinter dem Löwendenkmal gefallen hatte: Das Original in Luzern ist der Schweizergarde gewidmet: Während der französischen Revolution hatten 1792 beim Tuilleriensturm in Paris rund 1000 Gardisten den Königspalast vor Revolutionären und Aufständischen verteidigt. Je nach Quelle kamen damals zwischen 550 und 760 Gardisten ums Leben.

Finanziert wurde das US-Löwendenkmal mit Spenden, die ein Verein sammelte. Eine Plagiatsklage muss der Verein laut «Luzerner Zeitung» nicht fürchten: Das Löwendenkmal befindet sich zwar im Besitz der Stadt Luzern, die Rechte daran lägen jedoch beim 1844 verstorbenen dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen. Die Schutzfrist sei deshalb schon längst abgelaufen, schreibt das Blatt.

Es ist übrigens nicht die erste Kopie des Löwendenkmals: 1894 schuf US-Künstler T. M. Brady den Lion of the Confederacy, auch Lion of Atlanta genannt. Der Künstler gab das Werk damals als sein eigenes aus, obwohl das Denkmal auf dem Oakland Cemetery in Atlanta weitgehend eine Kopie des Luzerner Originals ist.

(gwa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Markus aus Luzern in der Fremde am 16.05.2018 17:27 Report Diesen Beitrag melden

    Lucerne for ever

    Es kann nur einen (Löwen) geben. Egal, wieviele Kopien es auf der Welt gibt. Es zählt die Geschichte dazu und der Ort ist sowieso einmalig. Mit einem wehmütigen Gruss aus dem Zürcher Oberland nach Luzern

  • John H. Eden am 16.05.2018 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Sache!

    Alle Tapferen, die in Erfüllung ihrer Pflicht sterben, haben ein Löwendenkmal verdient. Heutzutage verletzen sich Eidgenossen höchstens noch beim Bückling machen.

    einklappen einklappen
  • Butch am 16.05.2018 20:11 Report Diesen Beitrag melden

    Luzern top!

    Das Luzerner Denkmal ist das schönste! Der Kopf des Löwen und auch der Rest sehen einfach am besten aus.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Werner am 17.05.2018 21:28 Report Diesen Beitrag melden

    Luzern Top

    JAAAA geil wir in luzern sind endlich einmal wieder in irgendeiner weise und auf indirekter art relevant

  • Stefan am 17.05.2018 07:42 Report Diesen Beitrag melden

    Auch im Poststempel gewesen

    Es gab schon vor längere Zeit auch einen Poststempel von Luzern (Philatelie) das Sjet zeigte auch das Löwendenkmal in Luzern. Leider wurde der Stempel abgeschafft. Habe als Phielatelist einige noch Stempeln lassen.

  • MrLee am 17.05.2018 06:54 Report Diesen Beitrag melden

    Klage

    Die Schweiz oder Stadt Luzern sollte die USA verklagen und die Schweizer Staatskasse aufbessern :-) Die Amis würden dasselbe tun. Regards from Sweden ä Switzerland

  • Tino am 17.05.2018 05:26 Report Diesen Beitrag melden

    abkupfern

    Die USA bestehen erst seit 1776, keine Geschichte ausser Kriege und innere Spannungen. Kein Wunder das sie abkupfern.

  • A.v.M. am 16.05.2018 23:59 Report Diesen Beitrag melden

    Noch eins

    Es gibt noch eins auf einem Pass,zur Grenze nach Östeteich, in Slowenien.