Nationalratswahlen

09. Oktober 2019 04:52; Akt: 10.10.2019 09:40 Print

Jüngster Kandidat wird einen Tag vor Wahlen 18

von Janine Bucher - Sebastian Huber ist der jüngste Kandidat, der zu den Nationalratswahlen antritt. Trotz seines Alters hat er schon viele Ideen.

Sebastian Huber ist mit seinen 17 Jahren der jüngste Kandidat der diesjährigen Nationalratswahlen. In einem Interview erklärt er seine Beweggründe in der Politik und wie er seine restliche Freizeit verbringt. (Video: jab)
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Um einen Sitz im Nationalrat zu bekommen, muss man laut Gesetz volljährig sein. Sebastian Huber, Mitglied der Jungen GLP Luzern und Nationalratskandidat, hat Glück: Die Wahlen finden am 20. Oktober statt, genau einen Tag nach seinem 18. Geburtstag.

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Noch nicht lange politisch aktiv

Der Jungpolitiker ist noch nicht lange Mitglied der Jungen Grünliberalen. Er entschied sich nach einer Podiumsdiskussion im April 2019, Mitglied zu werden. Kurze Zeit später wurde er vom Vorstand der Jungen Grünliberalen angefragt, an den kommenden Wahlen teilzunehmen, wie Huber sagt.

Für die Politik habe er sich jedoch schon immer interessiert: «Ich habe sie bisher eher von zu Hause verfolgt.» Seit der No-Billag-Abstimmung 2018 reizte ihn die Politik dann mehr.

Dafür kämpft der Kandidat

Nun ist der Luzerner selbst aktives Mitglied und bei den Wahlen vor allem vier Anliegen:

• Klimapolitik: Huber ist für das GLP-Konzept. «Wir müssen unseren Kindern eine intakte Zukunft hinterlassen und unsere Umwelt ist hierfür essentiell», sagt er im Interview.

• AHV-Reform: Der Schuldenberg, der momentan entstehe, könne längerfristig nicht so weitergeführt werden.

• Ehe für alle: Huber ist der Meinung, auch gleichgeschlechtliche Paare sollten in der Liebe dieselben Rechte erhalten.

• Legalize it: Mit der Cannabislegalisierung würde man nicht nur mit der Zeit gehen. Auch bringe sie medizinische Vorteile mit sich, wie die Regulierung der Inhaltsstoffe, so Huber.

Auch privat viel los

Im Sommer hat Huber seine Matura abgeschlossen. «Momentan bin ich am Jobben, bis ich mit dem Zivildienst anfange.» Auch für die Zukunft habe er bereits Pläne. Nach dem Zivildienst wolle er mit einem Volkswirtschafts-Studium beginnen.

In seiner Freizeit ist er in der Pfadi Seppel (St. Josef) in Luzern tätig. Seine musikalische Ader lebt er im Boys Choir Lucerne und als Schlagzeuger aus.

Jüngster Kandidat wird erst ein Tag vor Wahlen 18

«Ich wünsche mir, dass Junge vermehrt wählen gehen und auch Junge wählen», sagt Huber. In manchen Fällen würden aktuellere Politthemen durch ältere Parteimitglieder blockiert. Als Beispiel gibt er die Cannabislegalisierung an. Nur wenn Jugendliche Jungpolitiker wählen, könne man diese Blockade überwinden.

Zu jung?

Wie reagiert sein Umfeld auf seine Politikkarriere? «Nur wenige sind ganz gleicher Ansicht wie ich» und «aus der Familie kommt auch die Reaktion, dass ich zu jung sei».

Nachteile sieht der Kandidat vor allem darin, dass er von vielen noch nicht ernst genommen wird wegen seines Alters. Für ihn zähle jedoch die Erfahrung. «Da ich erst neu dabei bin, bin ich noch nicht auf so breitem Gebiet erfahren wie andere», sagt der noch 17-Jährige, «das wird sich aber in den nächsten drei bis vier Jahren ändern.»

Jung zu sein, habe für ihn aber viele Vorteile: «Wir Jungen dürfen ein bisschen frecher sein als ältere Parteien.» Er sieht eine gewisse Freiheit, die Jungpolitiker noch haben. Auch in Bezug auf Fehlschläge.

«Wenn ich gewählt würde, dann...»

Falls die Nationalratswahlen gut für ihn verlaufen, würde er als erstes eine Klimalenkungsabgabe realisieren, denn «es lohnt sich, die Umwelt zu schützen».

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roli1966 am 09.10.2019 06:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sorry

    aber mit 18 hat man vom Leben und vor allem den gesellschaftlichen Problemen wenig Ahnung.

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  • 20min-User am 09.10.2019 06:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsinn

    Dieses Jahr hat man das Gefühl, dass jeder der schreiben und lesen kann, in den Nationalrat will. Bei allem Respekt, aber etwas Lebenserfahrung wäre sicherlich angebracht für die Vertretung der Schweiz.

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  • Felix am 09.10.2019 08:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So nicht

    Wir brauchen Leute mit Lebenserfahrung in Bern und nicht Kinder und Studenten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sabrina02 am 10.10.2019 20:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Währe vielleicht genau das richtige

    Das ist genau das Problem... Fast niemand gibt den jungen leuten eine chance, nur weil er erst 18 wird heisst es nicht das er es nicht gut machen wird, er sagt ja selbst das er noch nicht viel lebens erfahrung hat aber vielleicht ist es so einmal genau richtig so jemanden zu wählen und so einmal jemandem jungen eine chace geben

  • Ralle am 10.10.2019 19:30 Report Diesen Beitrag melden

    In 10 Jahren gerne

    Ich möchte keine so jungen Leute in der Politik, sie sind noch viel zu sehr von fremden und momentanen Meinungen beeinflusst. Aber schön das sie sich dafür einsetzen und sich bemühen, für vernünftiges Handeln und Lösungen ist aber eine gewisse Lebenserfahrung sehr wichtig.

  • Thomas A. am 10.10.2019 17:33 Report Diesen Beitrag melden

    teures Benzin

    wusstet ihr, dass teures Benzin nicht mehr schädlich für die Umwelt ist? Und eine Erhöhung der Benzinpreise ist den Bürgern egal. Siehe Equador.

  • der seher am 10.10.2019 17:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glaubwürdigkeit

    Sehr viel Ahnung kann er nicht haben. Sonst wüsste er, dass sein Präsident in Frutigen eine Elektrounternehmung besitzt und mit dem Klimawandel eine Goldgrube betreibt. Die Jungen bekämpfen ja Diejenigen, die ihnen mit ihrem Geld erst ihre Kandidatur ermöglichen.

  • Teenager am 10.10.2019 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    ach ja,

    Schule fertig? Lehre fertig? Super zukünftige Generation.