Grosseinsatz

14. Februar 2019 13:41; Akt: 14.02.2019 15:35 Print

Jugendlicher lagerte Chemikalien in Wohnungen

In Zug kam es zu einem Grosseinsatz der Polizei, weil ein Jugendlicher Chemikalien in zwei Wohnungen lagerte. Darunter auch Substanzen für Sprengstoff.

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In der Stadt Zug kam es zu einem Grosseinsatz. Dabei wurden in zwei Wohnungen grosse Mengen Chemikalien sichergestellt. Der Besitzer ist ein Jugendlicher. (Bild: Andreas Busslinger)

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Bei zwei Hausdurchsuchungen in zwei Wohnungen in der Stadt Zug ist die Zuger Polizei gemeinsam mit dem Forensischen Institut Zürich am Dienstag auf eine grosse Menge an Chemikalien gestossen. Einige Substanzen können für die Herstellung von Sprengstoff und somit zum Bau von Bomben verwendet werden.

Jugendlicher wollte experimentieren

Der Besitzer ist ein Jugendlicher, der laut einer Mitteilung der Zuger Strafverfolgungsbehörden mit den Stoffen experimentieren wollte. Spezialisten des Forensischen Instituts Zürich haben daraufhin entschieden, das brisante Material gesichert abzutransportieren und kontrolliert zu vernichten. Die restlichen Substanzen wurden sichergestellt.

Anwohner durften nicht ans Fester

Für die Bevölkerung habe keine Gefahr bestanden. Die Anwohner einer der beiden Wohnungen wurden aber von der Polizei aus Sicherheitsgründen aufgefordert, während dem Abtransport der Chemikalien die Fenster zu schliessen, die Storen herunterzulassen und sich nicht am Fenster aufzuhalten.

Im Internet bestellt

Der Besitzer der Chemikalien, ein junger Mann, hatte die Substanzen über eine Zeitspanne von mehreren Monaten im Internet bestellt und sich aus dem Ausland zustellen lassen. Dabei geriet er ins Visier der Eidgenössischen Zollverwaltung, die schliesslich die Zuger Polizei informierte.

Der Jugendliche ist geständig und gab an, dass er in der Freizeit verschiedene Experimente durchführen wollte. Er wurde festgenommen und der Jugendanwaltschaft übergeben. Diese eröffnete ein Strafverfahren.

Weitere Einzelheiten über die Hintergründe des Jugendlichen und die detaillierten Substanzen der Chemikalien wurden nicht bekannt gegeben. Auch konnte nicht in Erfahrung gebracht werden, warum und wie der Jugendliche die Chemikalien in zwei Wohnungen lagerte.


(mik)