Statt Rambazamba

24. August 2011 23:06; Akt: 24.08.2011 21:50 Print

Junge machen Ferien im Kloster

von Rahel Schnüriger - Statt Party auf Ibiza machen immer mehr Leute Ferien im Kloster. Und: Die Gäste werden immer jünger.

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Schwester Mattia hat im Kloster Cham klar mehr junge Gäste. (Bild: nop)

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Mit 26 hatte Snjezana Radat genug von der Hektik des Alltags: «Ich suchte Ruhe. Bei Strand- oder Partyferien finde ich die nicht», so die heute 30-Jährige. Deshalb ging die Zugerin für fünf Tage ins Kloster. Mit Malen, Lesen, Wandern und vor ­allem ohne Handy konnte sie sich dort gut erholen.

Damit ist sie nicht allein: Viele Zentralschweizer Kloster spüren den Trend zu mehr jungen Gästen. «Eine Kehrtwende ist spürbar», so Schwester Mattia vom Kloster Cham. Dies vor allem bei 25- bis 30-Jährigen. «Bei ihrer Zukunftsplanung ­beziehen Junge den Glauben wieder vermehrt mit ein», sagt Schwester Mattia.

Auch Birgit Miller vom Kloster Engelberg findet: «Heute wird bei der Ferienplanung ein Aufenthalt im Kloster in Erwägung gezogen.» Im Moment sind etwa ein Aargauer Architekt und Velotouristen aus Hamburg da und vor kurzer Zeit machten Schülerinnen eine Auszeit im Kloster Engelberg um herauszufinden, ob sie in die Klosterschule wollen. «Damit die Ruhe nicht gefährdet ist, muss man aber gut koordinieren», so Miller. Sie plant nun gar einen Ausbau der Angebote speziell für Ostern und Weihnachten. Für das Kloster lohnt es sich auch finanziell: In Engelberg kostet ein Einzelzimmer mit Vollpension 120 Franken pro Nacht.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lukas Meier am 25.08.2011 18:01 Report Diesen Beitrag melden

    Find ich gut

    Ich finde es gut, wenn die Jugend wieder mehr Bezug zum Glauben findet, ich (17) kann meinen Glauben jedoch überall ausleben.

  • atheist am 25.08.2011 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    warum nur?

    ich finde das sehr bedenklich. in einer emanzipierten gesellschaft hat glaube einfach nichts mehr verloren, warum also wollen sich so viele, besinders junge, darauf einlassen? es ist das 21. jahrhundert, religion ist nicht die lösung für die probleme auf diesem planeten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lukas Meier am 25.08.2011 18:01 Report Diesen Beitrag melden

    Find ich gut

    Ich finde es gut, wenn die Jugend wieder mehr Bezug zum Glauben findet, ich (17) kann meinen Glauben jedoch überall ausleben.

  • atheist am 25.08.2011 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    warum nur?

    ich finde das sehr bedenklich. in einer emanzipierten gesellschaft hat glaube einfach nichts mehr verloren, warum also wollen sich so viele, besinders junge, darauf einlassen? es ist das 21. jahrhundert, religion ist nicht die lösung für die probleme auf diesem planeten.

    • Nico am 29.08.2011 11:29 Report Diesen Beitrag melden

      Religionen sind nicht die Lösung, sondern vor allem die Ursache der meisten Probleme.

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