Tierpark Goldau

17. Juli 2018 10:52; Akt: 17.07.2018 18:14 Print

66 mal Jöö-Alarm im Tierpark Goldau

Nebst der Auswilderung zweier Bartgeier gab es viel Nachwuchs im Tierpark Goldau. Trotz leichtem Besucherrückgang, war es dennoch ein erfreuliches Jahr.

Diese Jungtiere erblickten in letzter Zeit das Licht der Welt. (Video:tk)
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Jööö-Alarm im Natur- und Tierpark Goldau: Im letzten Betriebsjahr (1. April 2017 bis 31. März 2018) sind 66 Tiere geboren oder geschlüpft. Neben Zwergziegen und Bartgeiern erblickten auch Mufflons und süsse Hausschweine das Tageslicht. 150 Mitarbeiter kümmern sich rund um die Uhr um die Tierfamilien. Dem Eselsfohlen Henry wurde beispielsweise sechs Mal pro Tag ein XXL-Schoppen gegeben.

Natur- und Tierpark im Babyglück

Nur die wenigsten Jungtiere durften in Goldau bleiben: 47 der Jungtiere wurden an weitere Zoos oder private Halter abgegeben. Nebst dieser Abwanderung gabs aber auch viele Neuzugänge: 110 Tiere wurden aus anderen Zoos aufgenommen. Beispielsweise wurden zwei spanische Bartgeier in den Natur- und Tierpark Goldau gebracht und dort auf die Auswilderung vorbereitet. Diese fand im Juni auf der Melchsee-Frutt statt. Leider gab es kurz nach der Auswilderung eine traurige Nachricht: Einer der Jungvögel starb, als er beim Flugtraining von einer starken Windböe erwischt wurde.

66-facher Babysegen bringt Tierpark ins Glück

Im letzten Betriebsjahr wurde zudem eine neue Zwergziegenanlage gebaut, welche von der Ziegenherde schon bezogen wurde. Ihr altes Zuhause wird nun umgebaut, zukünftig werden Füchse dort zu sehen sein.

Und bereits im neuen Betriebsjahrist der Tierpark im Babyglück.

Junge Wildkatzen erkunden ihr Gehege. (Video: Tierpark Goldau/20min)

Ende Mai wurden vier kleine Wildkatzen geboren und bald darauf gab es auch bei den Weissstörchen Nachwuchs. Seit rund 100 Jahren wurde keine Storchenbrut in Goldau mehr nachgewiesen. Nun schauen bereits mehrere Küken aus dem Nest.

16'000 Besucher weniger zum vorherigen Jahr

Doch nicht alles lief glatt im Natur- und Tierpark. Im Januar fegte der Sturm Burglind mit Spitzengeschwindigkeiten von 226 km/h über Goldau und verursachte im Park einen Schaden von rund 100'000 Franken. Auf den 42 Hektaren wurden durch den Sturm über 50 Bäume umgeknickt. Nach dem Sturm musste viel aufgeräumt werden. Besonders traurig: Das 15-jährige Graukranich-Männchen wurde damals von einem umstürzenden Baum erschlagen.

Auch die Anzahl Besucher ging gegenüber dem Vorjahr um rund 16'000 auf 371'389 zurück. Der Tierpark führt den Rückgang in seinem am Dienstag publizierten Jahresbericht auf das Wetter zurück: So hätte man «überdurchschnittlich viele regnerische Wochenenden» verzeichnen müssen. Der Tag mit den meisten Besuchern war der 9. April: Fast 5000 Besucher beobachteten an diesem Tag die Tiere in Goldau. Tiefpunkt war hingegen der 17. Januar: Ein Dutzend Besucher zahlten an diesem Tag Eintritt Trotzdem ist man zufrieden: «Das Finanzergebnis des vergangenen Geschäftsjahres darf als sehr erfreulich bezeichnet werden», heisst es im Bericht.

Ausstellungen summen und brummen

Nebst den vielen Tieren gibt es derzeit auch zwei verschiedene Ausstellungen zu bestaunen. Im September wurde neben bereits stehenden Tierpak-Turm eine «Holzkette» eingeweiht. Diese Ausstellung steht symbolisch für die Holzwirtschaft: Von den Bäumen im Wald über die Verarbeitung in der Sägerei bis hin zum Verbauen auf der Baustelle – die Holzwirtschaft in der Schweiz sei verzahnt wie eine Kette.

In der zweiten Ausstellung summt und brummt es. Besucher treten im Bienenkorb in die Lebensweise der Honigbienen ein. Die Ausstellung wurde in einem Gebäude eingerichtet, das aussieht wie ein Bienenkorb. Früher wurden Bienen in solchen aus Stroh geflochtenen Körben gehalten.

(tk)