Prävention

29. Januar 2019 05:55; Akt: 29.01.2019 05:55 Print

Polizei kämpft auf Social Media gegen Sexting

Die Kantonspolizei Schwyz will im Februar präventiv auf Sexting und Sextortion aufmerksam machen. Dabei setzt sie auf Social Media-Kanäle.

Mit diesem Video möchte die Kantonspolizei Schwyz verhindern, dass Personen ihre Nackt-Bildaufnahmen per Handy oder via Internet weitergeben. (Video: Kantonspolizei Schwyz)
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Mit einem Film warnt die Kantonspolizei Schwyz zur Vorsicht im Umgang mit eigenen erotischen Fotos und Videos vor Sexting und Sextortion.

Unter dem Begriff Sexting versteht man das versenden von eigenen erotischen Bildern via Smartphone oder Internet. Sextortion steht für eine Erpressungsmethode: Dabei werden Personen im Internet dazu aufgefordert, erotische Bilder oder Filme von sich zu verschicken, sich vor einer Webcam auszuziehen oder sich selbst zu befriedigen. Dabei werden sie vom Gegenüber per Video aufgenommen und später erpresst.

«Grundsätzlich sollte man im Internet nur solche Informationen und Bilder von sich preisgeben, bei denen es einem egal ist, dass die ganze Welt sie sehen könnte», schreibt die Kapo Schwyz auf ihrer Seite über Sextortion.

Jugendliche und Kinder in der Schule sensibilisieren

Während Sexting vor allem Jugendliche betreffe, sind Opfer von Sextortion hauptsächlich Erwachsene. Laut Mynall hätten im Kanton Schwyz Erwachsene schon einige Male mehrere Tausend Franken an die Erpresser bezahlt: «Von Zahlungen raten wir ab, weil danach weitere finanzielle Forderungen gestellt werden. Um dies den Zielgruppen bekannt zu machen, setzen wir auf die Veröffentlichung unserer Filme zur Prävention auf Facebook und Twitter», sagt Mediensprecher David Mynall.

Während über Facebook eher Erwachsene erreicht werden, seien die Jugendlichen bei Twitter präsenter. Auf Instagram ist die Kantonspolizei Schwyz nicht aktiv, dies werde aber zur Zeit geprüft. Die Prävention auf sozialen Medien wird als Ergänzung betrachtet. Mynall: «Wir klären die Schüler an der Oberstufe persönlich über diese Themen auf. Der richtige Umgang mit dem Handy wird den Schülern bereits in der Primarschule vermittelt.»

(dag)