Willisau LU

23. März 2011 22:44; Akt: 23.03.2011 22:12 Print

Kein Lohn und dann noch Prügel kassiert?

von Matthias Giordano - Eine junge Luzernerin (22) gibt an, von ihrem Chef keinen Lohn erhalten zu haben und brutal verprügelt worden zu sein. Sie hat Anzeige erstattet.

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Die 22-jährige Milena Muzzi zeigt den Daumen, den ihr der Chef gebrochen haben soll. (Nicolas Y. Aebi)

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Die 22-jährige Milena Muzzi hat als temporäre Mitarbeiterin vier Wochen für ein Firma in Willisau gearbeitet. Lohn habe sie aber nie erhalten. Mit ihrem Vater und ihrem Verlobten ging sie am Montag zu ihrem Chef M.K.*, um ihn nach ihrem Lohn zu fragen. «Plötzlich kam er wie eine Furie auf mich los und prügelte auf mich ein», sagt Muzzi. Ihr Verlobter habe versucht, sie wegzuziehen. «Es ging aber so schnell, dass wir völlig überrumpelt wurden», so Muzzi weiter. Bei der Attacke sei ihr ein Daumen gebrochen worden und sie habe Verletzungen am Bauch erlitten. Sofort ging sie zur Polizei und zeigte M.K. an. Die Luzerner Polizei bestätigte die Anzeige auf Anfrage.

Gegen M.K. und den Betrieb, der Medikamente lagert und verschickt, erhebt die 22-Jährige zudem schwere Vorwürfe bezüglich der Arbeitsbedingungen und weiterer Punkte. Sie hofft, dass nun etwas gegen den Betrieb unternommen wird und auch andere Angestellte den Mut haben, gegen ihren Chef auszusagen. Muzzi: «Ich habe aber auch Angst, dass mir M.K. noch mehr antun wird.»

Dieser wollte am Mittwoch keine Stellung nehmen: «Ich beantworte Fragen nur gegenüber der Polizei», sagte er.


*Name der Redaktion bekannt

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Biologe am 24.03.2011 06:57 Report Diesen Beitrag melden

    eine komische Sache

    eine komische Sache ist es ja schon, dass der Vater und der Verlobte mit müssen um den Lohn abzuholen, auch sieht der Daumen mit diesem Verband auch nicht aus wie gebrochen. ohne Vorbereitung kann ein Cheff nicht einfach auf einen Überraschungs-Angriff einen Zahltag mit allen Sozial-Abzüge ausrechnen.

  • Michael Bischoff am 24.03.2011 05:58 Report Diesen Beitrag melden

    Sofort auf Polizei/Arbeitsgericht

    Bitte gehen Sie sofort auf die Polizei für die körperlichen Angriffe und gelangen Sie ans Arbeitsgericht, um Ihre arbeitsrechtlichen Forderungen durchzusetzen. Das Zeitalter der Sklaverei ist vorbei! Nur Mut!

  • Totoro am 24.03.2011 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    Komisch...

    Die ganze Sache klingt wirklich etwas komisch... Wenn schon der Vater und der Verlobte dabei waren weshalb haben sie denn den angeblich gewalttätigen Arbeitgeber nicht überwältigt? Naja bin gespannt ob noch mehr Details auftauchen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mona am 26.03.2011 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    Die Sache Stinkt zum Himmel

    Da will sich jemand nur wichtig machen, darum kann man auch dieses Märchen nicht für wahr nehmen.

  • Monika Limacher am 25.03.2011 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    Gewalt gegen Frauen!

    Das schlimmste daran ist das erneut ein Mann eine Frau geschlagen hat. Immer mehr Frauen werden Opfer von gewalttätigen Männer sei es zu Hause oder bei der Arbeit man sollte entlich was dagegen tun!

  • Fabienne am 25.03.2011 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Lohn!

    Es gibt immer mehr Arbeitsgeber die kein Lohn auszahlen wollen ich finde man sollte sich zusammenschliessen und was dagegen unternehmen.

  • lawina am 25.03.2011 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    kein lohn

    die sache stinkt zum himmel!! klingt alles so komisch

    • anonym am 26.03.2011 09:09 Report Diesen Beitrag melden

      Gewalt

      Das klingt nicht nur Komisch, das ist gelogen!

    einklappen einklappen
  • NaNa am 24.03.2011 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Katastrophale Zustände

    Wärend meiner Ausbildung habe ich in einer Boutique gejobbt, welche das Gesetz durchs Band missachtete.Ich habe mich dann an das zuständige Amt gewendet.Leider hätten noch weitere Angestellte aussagen müssen.Die haben es aus Angst, ihren Job zu verlieren und mit so einer "Referenz" auch keinen mehr zu bekommen, nicht getan.Vorallem die Leute aus den "einfacheren" Berufen wie Verkauf,Produktion,Service,Reinigung etc haben keine Ausweichsmöglichkeiten auf andere Jobs und sind ihren Chefs oftmals völlig ausgeliefert, da sie auch teilweise die Gesetze und ihre Rechte gar nicht kennen.