19. April 2005 04:50; Akt: 18.04.2005 21:23 Print

Komitee fordert Stadtbahn – Planer sind pessimistisch

Eine Gruppe von sieben jungen Luzernern will keine Autobahn, sondern eine S-Bahn für die Agglomeration. «Unrealistisch», heisst es seitens der Gegner.

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«Wir müssen dem Verkehrschaos in Luzern ein Ende setzen», sagt Karin Hess (28) vom neuen Komitee StattAutoBahn. Auch Kollege Christian Harb (39) ist überzeugt: «Luzern braucht eine Stadtbahn, anders ist der Mehrverkehr nicht zu bewältigen.»

Das parteilich unabhängige Komitee fordert mit einer Petition die «unverzügliche Planung einer Stadtbahn». Dafür werden am Samstag erstmals Unterschriften gesammelt.

«Im Rahmen des Agglomerationsprogramms wurde bereits über ein Tram diskutiert», weiss Martin Urwyler von der städtischen Verkehrsplanung. «Dabei kam man zum Schluss, dass eine Stadtbahn aus finanziellen sowie technischen Gründen unrealistisch ist.»

Auch Pia Maria Brugger Kalfidis vom Zweckverband Öffentlicher Agglomerationsverkehr (ÖVL) sieht in einer Stadtbahn Probleme: «Wir dürfen in Luzern nicht zu viele verschiedene Verkehrssysteme einführen.»

Bis ins Jahr 2016 setze der ÖVL auf den Trolleybus. «Was danach kommt, ist völlig offen.»

(ewi)