Küssnacht SZ

06. Dezember 2019 13:21; Akt: 06.12.2019 14:15 Print

Küssnachter Klausjagen war ein voller Erfolg

Am Donnerstag startete die alljährliche Tradition des Klausjagens in Küssnacht. 1754 Teilnehmer liefen mit und blieben bis Freitagmorgen.

So sah der Umzug des Klausjagens in Küssnacht aus. 1729 Teilnehmer marschierten am Donnerstagabend durch Küssnacht.
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Wie jedes Jahr marschierten weit über 1000 Leute durch Küssnacht im Kanton Schwyz. Dieses Jahr waren es 1754 Begeisterte, die mitliefen, wie Cyril Michlig Mitglied des Vorstands der St. Niklausgesellschaft Küssnacht, berichtet.

Jährlich zieht es zwischen 10'000 und 20'000 Zuschauer nach Küssnacht, um sich den Umzug der Iffelenträger und Klausjäger anzusehen. «Dieses Jahr dürften es weitaus mehr Zuschauer gewesen sein», sagt Michlig auf Anfrage.

Was es zu sehen gab

Dieses Jahr eröffneten 52 Geisslechlepfer den Umzug. Mit ihrem Können faszinierten sie die Zuschauer bereits beim ersten Mal. Es folgten die 275 Infulnträger, welche die kunstvollen Iffelen präsentierten.

Danach folgte der Samichlaus mit seinen Fackelträgern und Schmutzli im Anhang. Gefolgt wurde diese Equipe von 90 Musikanten. Den wohl grössten Teil des Umzugs machten die Trychler aus. 1020 Senten und Klopfen liefen nach der Musik und vor den abschliessenden 275 Hörnern, wie Michlig erklärt.

«Es war sehr schön»

Laut Michlig war das diesjährige Klausjagen ein grosser Erfolg: «Es war sehr schön. Wir hatten super Wetter und es lief alles geordnet.» Dementsprechend lang dauerte die Tradition dieses Jahr auch an. Wie immer geht das Klausjagen bis am nächsten Tag um 6 Uhr morgens, erklärt Michlig. «Dann gibt es noch einen kleinen Umzug, der bis 7 Uhr geht.» Und schliesslich: Um 7 Uhr am Freitagmorgen war Schluss mit den Trychlern und es kehrte Ruhe in Küssnacht ein.

Auf die Frage, ob es denn auch schon Störmeldungen gegeben habe, antwortet Michlig lachend: «Das haben wir schon ein paar Mal gehabt.» In der Regel seien die Anwohner aber sehr kulant, da es sich doch um eine langjährige Tradition handle.

Tatsächlich stamme das Klausjagen schon aus dem 18. Jahrhundert. Damals sei es zumindest das erste Mal schriftlich festgehalten worden. «Die Tradition ist aber eigentlich noch viel älter», sagt Michlig.

(jab)