Umzug

20. Oktober 2014 18:46; Akt: 20.10.2014 18:46 Print

Kunst- und Kulturzentrum Littau-Luzern zieht um

von Daniela Gigor - Die Stiftung Kunst- und Kulturzentrum Littau-Luzern zieht ins Baselbiet. Stifter Hermann A. Beyeler klagt über mangelnde Unterstützung seitens der Luzerner Behörden.

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Im April 2007 war die Welt noch in Ordnung: Hermann A. Beyeler bei der Eröffnung des Kunst- und Kulturzentrums Littau. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

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Stiftungspräsidentin Michela Grunder-Lazzarini hat sich nach sechs Jahren an der Spitze des Kunst- und Kulturzentrums Littau-Luzern (KKZL) aus persönlichen Gründen für eine Neuorientierung entschieden.

Das Ausscheiden von Grunder hat den Stifter Hermann A. Beyeler bewogen, die Stiftung nach Pratteln (BL) zu verlegen. «Diese Entscheidung ist in erster Linie gefallen, weil Grunder einen derart guten Job machte, dass ich sie nicht einfach ersetzen kann», sagt Beyeler. Laut seiner Schätzung würde der Aufbau einer möglichen Nachfolgerin zwei bis drei Jahre dauern.

Beyeler erhebt Vorwürfe an die Adresse der Obrigkeit

Dies ist jedoch nicht der einzige Grund für die Umzug des KKZL. Beyeler ist enttäuscht über die mangelnde Unterstützung: «Ich gehe unter anderem auch, weil ich von den Stadtvätern und dem Kanton nicht wahrgenommen wurde.» In Basel werde die Stiftung mit offenen Armen und Toren empfangen.

Diesen Aussagen widerspricht Stadträtin Ursula Stämmer: «Wir haben Herrn Beyeler sehr wohl wahrgenommen.» Der Stadtrat sei sehr dankbar über Beyelers Unterstützung zum 175-Jar-Jubiläum des Luzerner Theaters und seinem Wirken im Stadtteil Littau. Stämmer bedauert Beyelers Weggang, mag aber dem Baselbiet den Zuzug gönnen. «Es ist wichtig, dass Herr Beyeler die Kultur weiterhin unterstützt», sagt Stämmer weiter.

Weniger Geld für Zentralschweizer Kultur

Beyeler wird die Stiftung in seine im Mai 2014 eröffnete Galerie in Pratteln eingliedern. Dies dürfte auch finanzielle Folgen für den Standort Luzern haben. «Mein Mäzenentum wird sich zunehmend auf den Basler Standort konzentrieren», sagt Beyeler.
Für die sporadischen Mitarbeitenden des KKZL sei eine einvernehmliche Lösung gefunden worden.

Die Stiftung ist laut Beyeler ein beliebtes Kunst- und Kulturzentrum, das sich der Förderung von Kunstschaffenden vorwiegend aus der Zentralschweiz verschrieben hatte. Künftig werden auch in diesem Bereich die Nordwestschweizer Vorrang haben.