Flucht vor Kontrolle

17. Februar 2020 16:25; Akt: 17.02.2020 17:39 Print

LKW-Konvoi fährt auf A2 rückwärts

Um einer Kontrolle zu entgehen, legten am Samstag drei LKW-Chauffeure auf der A2 den Rückwärtsgang ein. Ihre Fahrzeuge wurden stillgelegt.

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Am Samstag gegen 18 Uhr gingen bei der Kantonspolizei Uri Hinweise aus der Bevölkerung ein, dass auf der Autobahn A2 im Bereich der Gotthard-Raststätte drei Autotransporter rückwärts fahren würden. Die ausgerückte Patrouille konnte die gemeldeten LKWs parkiert auf der Raststätte identifizieren, teilte die Kantonspolizei Uri am Montag mit.

Die drei Fahrer dürften laut Polizei auf der Höhe der Raststätte die Umleitung für den Schwerverkehr zum Schwerverkehrszentrum erkannt haben. Durch die circa 300 Meter lange Rückwärtsfahrt hätten sich die Fahrer der Kontrolle entziehen wollen, berichtet die Polizei.

Technische Mängel

Das klappte jedoch nicht: Die Autotransporter wurden ins Schwerverkehrszentrum überführt und dort kontrolliert. Bei der Überprüfung wurden an den Fahrzeugen technische Mängel festgestellt und sie mussten stillgelegt werden. Die LKWs befinden sich momentan in Reparatur und dürfen erst weiterfahren, wenn die Betriebssicherheit wieder hergestellt ist und alle Vorschriften eingehalten sind.

Die Fahrer aus Nordmazedonien werden wegen Rückwärtsfahrens auf der Autobahn, Übertretungen von Arbeits- und Ruhezeitvorschriften, technischen Mängeln sowie dem Führen von Fahrzeugen mit Umweltbelastungen angezeigt, teilt die Polizei mit. Weiter mussten die Lenker eine Bussenkaution von mehreren Tausend Franken hinterlegen.

Das Vorgehen der Fahrer ist für Reto Jaussi, Direktor der Astag, vollkommen verantwortungslos: «Wir als Verband tolerieren solches Verhalten auf keinen Fall» Ein ähnlicher Vorfall sei ihm aber nicht bekannt. «Nach meinem Wissen haben die meisten Fahrer nichts zu verbergen und gehen auch in die Kontrolle», sagt Jaussi weiter.

(nke)