Transport des Grauens

29. Mai 2019 19:00; Akt: 29.05.2019 19:00 Print

Lieferwagen hatte zwei Tonnen zu viel geladen

Die Luzerner Polizei hat einen Lieferwagen kontrolliert, dessen Hinterachse massiv belastet schien: Statt 3500 Kilo hatte er mehr als 5500 Kilo geladen.

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Diesen Lieferwagen hielt die Luzerner Polizei am Mittwoch in Luzern an. Er war massiv überladen: Das zulässige Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen wurde um mehr als zwei Tonnen überschritten. Im Mai 2017 ging der Zuger Polizei in Baar dieser Lieferwagen ins Netz. Der Fahrer war mit einem Gewicht von 5,2 Tonnen statt der maximal erlaubten 3,5 Tonnen unterwegs. Das zulässige Gesamtgewicht wurde somit um fast 50 Prozent überschritten. Hinzu kommt: Der Lieferwagen befand sich in einem desolaten Zustand. Auch dieser Lenker hat seinem Auto zu viel zugemutet: Ein Roller, zwei Kinderwagen und 15 Velos sind auf das Auto geschnallt. Das Fahrzeug war auf der A2 unterwegs. (10.12.2016) Vollgestopft, bis nichts mehr reingeht und den Rest einfach aufs Dach geschnallt: So war ein 52-Jähriger auf der A4 in Schwyz unterwegs. (15.11.2016) Das gleiche Auto vor der Reise, fotografiert von einem Leser-Reporter. Solche Verkehrsteilnehmer zieht die Polizei immer wieder aus dem Verkehr: Die Velos auf dem Dach waren 435 Kilogramm zu schwer für den polnischen Lieferwagen. Die Nidwaldner Polizei stoppte das Fahrzeug auf der A2 (29. Oktober 2016). Dieser Autofahrer wollte wohl seinen ganzen Hausrat mit in die Ferien nehmen. Die Luzerner Polizei hat den VW im Juli 2016 in Kriens angehalten. Das Auto war mehreren Leser-Reportern aufgefallen. Die Polizei zog den «Lastwagen» aus dem Verkehr. Die Dachlast wurde um satte 408 Kilogramm überschritten. Bei Autos dieses Typs sind auf dem Dach in der Regel maximal 50 bis 75 Kilogramm erlaubt. Auf der hinteren Achse waren 174 Kilogramm zu viel geladen. Insgesamt hatte das Auto 201 Kilogramm zu viel geladen. Der 40-jährige Autofahrer aus Deutschland musste eine Bussendeposition hinterlegen und das Auto entladen. Anschliessend konnte er seine Fahrt fortsetzen. Erfahrungen mit überladenen Autos hat die Luzerner Polizei bereits einige: Im vergangenen Sommer erwischte sie gleich drei überladene Fahrzeuge an einem Tag. Die Fahrer mussten die Ware umladen und eine Busse bezahlen. Die Dachlast dieses Fahrzeugs wurde um mehr als das Dreifache des erlaubten Gewichts überschritten. In Nidwalden hat man auch schon Erfahrungen mit Rollern auf dem Dach gemacht: Dort wurde im vergangenen Winter ein entsprechender Verkehrssünder angehalten. Haben sich alle diese Fahrer diesen Pickup als Vorbild genommen? Oder vielleicht dieses Fahrzeug? Übrigens: Auch Lastwagen kann man überladen. Das geht auch mit Töffli, ... ... Velos, ... ... Rollern, ... ... oder Zügen.

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Aufgefallen war der Lieferwagen einer Polizeipatrouille um 13.30 Uhr an der Obergrundstrasse in Luzern. Dies, weil die Hinterachse massiv belastet zu sein schien.

Bei der Kontrolle stellte die Polizei fest, dass das erlaubte Gesamtgewicht von 3500 Kilogramm um mehr als 2000 Kilogramm überschritten worden war. «Dementsprechend waren auch die Achslasten und die Reifentragfähigkeit überschritten», heisst es in der Mitteilung.

«Neben dem Gewicht entsprach auch die Ladungssicherheit nicht den gesetzlichen Vorschriften», teilt die Luzerner Polizei weiter mit. Der 41-jährige Fahrer musste die Ladung mit mehreren Fahrten ans Ziel bringen. Er muss sich vor der Staatsanwaltschaft verantworten.

Die Luzerner Polizei mahnt: Wer Material transportiert, muss auf das im Fahrzeugausweis vermerkte zulässige Höchstgewicht achten.

(gwa)