Historischer Fund

17. November 2013 18:55; Akt: 17.11.2013 18:55 Print

Löwendenkmal in neuem Licht

von Zéline Odermatt - Ein bedeutendes, neu gefundenes Schriftstück zur Historie des Löwendenkmals in Luzern lässt tiefer in die damalige Zeit blicken.

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Stefan Mäder von der Galerie Fischer Auktionen mit dem Augenzeugenbericht eines Schweizergardisten. (Bild: ZFO)

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«Es ist ganz selten, dass man einen solch lebendigen Einblick in die Geschichte bekommt. Gerade für Luzern ist das ein Hammer», sagt Stefan ­Mäder, Archäologe und Mitarbeiter bei der ­Galerie Fischer Auktionen in Luzern. Mäder meint damit einen Augen­zeugenbericht des königlichen Schweizergardisten Roman von Diesbach-Steinbrugg. Sein Name befindet sich am Löwendenkmal.

Der 19-jährige Offizier berichtete aus einem Gefängnis in Paris über den ­Tuileriensturm vom 10. August 1792. «Traurig ist, dass der Offizier zwei Tage später umgebracht wurde», so Mäder. Oft werde die Schlacht, an deren Andenken das Löwendenkmal erinnert, glorifiziert.

Dokumente werden versteigert

Das Dokument würde laut Mäder neue Einblicke zum Tuileriensturm geben: 50 Schweizer hätten während des Gefechts zu fliehen versucht und der Befehlshaber habe ange­ordnet, auf sie zu schiessen. Insgesamt kamen durch die Schlacht 760 Schweizer Gardisten ums Leben. «Die Dokumente waren wahrscheinlich lange in Privatbesitz und keiner hat erkannt, wie wichtig sie sind», sagt Mäder.

Der Augenzeugenbericht von Diesbach-Steinbrugg wird am Mittwoch versteigert. Auch eine Manuskripte- und Dokumentensammlung von Karl Pfyffer von Altishofen, Initiant des Löwendenkmals sowie 25 Briefe, die zur ­Realisierung des Löwendenkmals beigetragen haben, werden für je mindestens 1500 Franken versteigert.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • allons enfants de la patrie.... am 17.11.2013 23:39 Report Diesen Beitrag melden

    l'etat c'est moi!!

    Es wäre auch interessant zu erfahren, welche alten Luzerner-Familien an der Reisläuferei und dem vermittlen von jungen Schweizer Soldaten an die Könige Europas riesige Vermögen zusammenraffen konnten!

    einklappen einklappen
  • lozärner am 18.11.2013 20:48 Report Diesen Beitrag melden

    schande

    eine schande das so ein brief von nationaler bedeutung einfach verkauft wird.

  • geschichtsinteressiert am 18.11.2013 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    ich könnte Weinen

    schade habe ich das geld nicht, sonnst würde ich mir den brief kaufen. und entweder dem landesmuseum, oder dem historisches museum luzern übergeben. persönlich finde ich es ein Un­ding das sollche dokumente einfach verkauft werden. Ich kann nur Hoffen das er in gute hände kommt. und der zukünftige besitzer es mindestens den historikern zugänglich macht. die ganze geschichte darf nicht vergessen werden!

Die neusten Leser-Kommentare

  • lozärner am 18.11.2013 20:48 Report Diesen Beitrag melden

    schande

    eine schande das so ein brief von nationaler bedeutung einfach verkauft wird.

  • lozärner am 18.11.2013 14:14 Report Diesen Beitrag melden

    schande

    eine schande das so eine einzig artiger zeitzeugen bericht einfach verscherbelt wird. das ist ein wichtiges dokument schweizer geschichte.

  • geschichtsinteressiert am 18.11.2013 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    ich könnte Weinen

    schade habe ich das geld nicht, sonnst würde ich mir den brief kaufen. und entweder dem landesmuseum, oder dem historisches museum luzern übergeben. persönlich finde ich es ein Un­ding das sollche dokumente einfach verkauft werden. Ich kann nur Hoffen das er in gute hände kommt. und der zukünftige besitzer es mindestens den historikern zugänglich macht. die ganze geschichte darf nicht vergessen werden!

  • Tello am 18.11.2013 06:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na Sowas

    Ich glaube nicht,dass der Schweizergardist noch Zeit und Schreibzeug hatte um ein "Tagebuch "zu schreiben. Damals gab es nur Tote oder HOchwohlgeborene ,die noch einen Prozess bekamen bevor sie geköpft wurden.

  • allons enfants de la patrie.... am 17.11.2013 23:39 Report Diesen Beitrag melden

    l'etat c'est moi!!

    Es wäre auch interessant zu erfahren, welche alten Luzerner-Familien an der Reisläuferei und dem vermittlen von jungen Schweizer Soldaten an die Könige Europas riesige Vermögen zusammenraffen konnten!

    • Peter am 18.11.2013 11:04 Report Diesen Beitrag melden

      Zahlen!

      Ich finde sie haben recht! Diese Familien sollten Zahlungen in Millionenhöhe an die Hinterbliebenden leisten.

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