IT-Millionär

06. März 2019 15:46; Akt: 06.03.2019 21:57 Print

Luxus-Villa genügte neuem Schloss-Besitzer nicht

Der neue Besitzer des Märchenschlosses in Salenstein TG besitzt schon eine Luxusvilla in Vitznau LU: Diese erfülle seine Wünsche nicht, so der IT-Millionär.

Bildstrecke im Grossformat »
Das Schloss Eugensberg in Salenstein TG wurde verkauft. Für wie viel, wurde nicht bekannt gegeben. Erst im Februar hatte Playboy Peter Buser angegeben, dass er ein Angebot gemacht habe. Der heute 82-Jährige wollte gerne das Schloss Eugensberg in Salenstein TG kaufen. (Im Bild: Buser 2015 am Wiener Opernball, begleitet von mehreren Damen) Nun wurde das Schloss jedoch von IT-Unternehmer Christian Schmid (38) gekauft. Der Deutsche war Gründer des Datenaustauschdienstes Rapidshare. Mit seiner Gattin will er künfitg in Salenstein wohnen. 2013 hatte der IT-Millionär die Villa Margaritha in Vitznau LU am Vierwaldstättersee gekauft. Dazu gehört ein Privatstrand, ... ... direkter Seeanstoss, ... sowie ein Bootshaus mit eigenem Bootssteg. «Die Villa in Vitznau hatten wir damals mit dem Gedanken erworben, dorthin umzuziehen», sagt Schmid auf Anfrage «Allerdings hat sich dann bald herauskristallisiert, dass wir dort nicht alle unsere Wünsche verwirklichen können.» «Deshalb steht die Villa Margaritha derzeit zum Verkauf.» Zurück nach Salenstein: Das Eingangstor zum Luxusparadies. Die Liegenschaft bietet... ...einige Highlights. Der Pool ist 37... ...Meter lang. Er fasst 3300 Kubikmeter Wasser. Nach 14 Jahren Rechtsstreit... ...gelang es 2018 in den Verkauf. Das Anwesen gehörte der Familie Erb. Die Erb-Gruppe ging vor einigen Jahren Konkurs. Das Schloss selbst... ...ist voller... ...Schmuckstücke. Könnten Sie sich vorstellen... ...hier zu leben? Für das ganze Anwesen müssten... ...Sie mindestens 35 Millionen... ...auf den Tisch legen. Wahrlich kein Schnäppchen. Doch wer kann einer solchen... ...Aussicht schon widerstehen. Buser gibt an, mittlerweile 36,5 Millionen Franken geboten zu haben. Die gesamte Fläche der Liegenschaft beträgt... ...81 Hektar. Das entspricht rund... ...113 Fussballfeldern. Ein Landwirtschaftsbetrieb... ...ein Badehaus direkt am... ...Untersee und... ... grosse...... ...Waldflächen gehören unter anderem auch zum Anwesen. Eine Einstellhalle für bis zu 18 Autos ist auch dabei. Auf einem solchen Gelände... ...sollte jeder genug Platz haben. Ein Raum fürs gediegene Essen... ...mit auserlesenen Gästen. Zum Beispiel Putin. Auch ein eigener... ...Billardraum ist dabei. So lässt... ...es sich leben. Keine Nachbarn,... ...die Sie stören. Dazu ein traumhaftes Badezimmer. Die Liegenschaft liegt in Salensten... ...im Kanton Thurgau.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Es ist eine der imposantesten Immobilien der Schweiz: Nun ist das Märchenschloss Eugensberg in Salenstein TG ist verkauft worden. Käufer ist der Deutsche Christian Schmid (38), der schon länger in der Schweiz lebt. Schmid will mit seiner Frau in den nächsten Jahrzehnten im Schloss leben. «Wir werden das Schloss ausschliesslich als privaten Wohnsitz nutzen», sagt Schmid auf Anfrage. «Dafür sind noch einige Sanierungsmassnahmen nötig, aber wir hoffen, in spätestens zwei Jahren einziehen zu können», so der neue Schlossbesitzer.

Nicht alle Wünsche am Vitznau zu erfüllen

«Der Verkaufsprozess hat zwar etwas länger gedauert, als wir ursprünglich angenommen und gehofft hatten. Das lag aber gerade daran, dass die Verkäuferschaft so grossen Wert auf eine korrekte und sorgfältige Abwicklung gelegt hat.» Der Kontakt mit den Behörden – etwa bezüglich Denkmalschutz und Archäologie – sei erfreulich verlaufen.

Er wolle es mit Inventar und jetzigem Bestand unterhalten und dem Schloss eine ruhige, sichere und langfristige Zukunft zu gewährleisten. Schmid besitzt auch eine Villa in Vitznau am Vierwaldstättersee. Die sogenannte Villa Margaritha hatte er 2013 erworben.

Diese steht nun wieder zum Verkauf, wie Schmid sagt: «Die Villa in Vitznau hatten wir damals mit dem Gedanken erworben, dorthin umzuziehen. Allerdings hat sich dann bald herauskristallisiert, dass wir dort nicht alle unsere Wünsche verwirklichen können», so Schmid. «In Eugensberg hingegen sind diese zum grössten Teil sogar jetzt schon erfüllt. Deshalb steht die Villa Margaritha derzeit zum Verkauf.»

Käufer ist Gründer von Rapidshare

In Vitznau hätte es das Ehepaar aber auch schon recht luxuriös gehabt. Zum Anwesen Margaritha mit direktem Seeanstoss gehören auch Wellnessanlage, Bootssteg, Bootshaus, und Privatstrand.

Schmid ist 2006 aus Deutschland in die Schweiz gezogen, wie die «Bilanz» berichtete. Reich wurde er in der IT-Branche: Schmid ist Gründer des Datenaustauschservices Rapidshare, der 2004 startete. Durch den Sharing-Dienst mit Sitz in Baar wurde der Datenaustausch im Internet vereinfacht. Nicht einmal zwei Jahre später habe Schmid bereits 17 Millionen Franken Einkommen versteuert, so die «Bilanz» weiter.

Auch Schloss in Tübingen soll ihm gehören

Immer mehr habe Rapidshare mit Missbrauch durch Raubkopierer zu kämpfen gehabt. Das Anwerben neuer Kundengruppen sowie ein immer härterer Konkurrenzkampf hätten dem Dienst zunehmend Schwierigkeiten bereitet. 2015 schliesslich war Schluss. Wie der «Blick» schreibt, laufe in Zug ein Strafverfahren gegen Schmid und seine Ehefrau, die auch bei Rapidshare angestellt gewesen sei. Es gehe dabei «um gewerbsmässige Gehilfenschaft zu Widerhandlungen gegen das Urheberrechtsgesetz».

Laut dem «Schwäbischen Tagblatt» hatte Schmid seither mehrere Firmen gegründet, die aber teilweise wieder den Betrieb einstellten. 2014 hatte Schmid auch das Schloss Roseck im deutschen Tübingen gekauft, berichtet das Blatt weiter.

Aussichtsplattform bleibt öffentlich

Wie viel Schmid für sein neues Anwesen in Salenstein TG bezahlt hat, ist unklar. Der Mindestpreis betrug 35 Millionen Franken. Das Hauptgebäude war vor fast 200 Jahren von Napoleon Bonapartes Stiefsohn erbaut worden. Dazu gehören der Park, der Wald, das Landwirtschaftsland mit Gutshof, der Weiler, die Burg Sandegg und das Badehaus am Untersee.

Der Wanderweg über die Sandegg und die Aussichtsplattform soll Wanderern weiterhin zugänglich sein: «Die Aussichtsplattform wird nach den nötigen Sanierungsmassnahmen wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein, natürlich ohne Eintrittsgeld», sagt Schmid.



(gwa/vro)