29. April 2005 00:04; Akt: 29.04.2005 00:11 Print

Luzern: Zu viele gefährliche Stellen für die Velofahrer

Bahnhofplatz, Zentralstrasse, Bundesplatz – die Liste der gefährlichen Velostrecken in der Stadt ist lang. «Pflästerlipolitik» und Platzmangel erschweren sichere Lösungen.

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«Bei uns gehen täglich Meldungen ein über gefährliche Abschnitte», sagt Beatrice Wydler von der IG Velo Luzern. Der tödliche Unfall vom letzten Montag, bei dem eine Velofahrerin von einem Betonmischer überrollt wurde, entfachte erneut die Diskussion um separate Velospuren. Wydler: «Gefährlich wird es vor allem dort, wo der Weg unterbrochen wird und Auto und Velo sich die Spur teilen müssen.» Dazu gehören nebst dem Bahnhofplatz, der unter den Velofahrenden «Velofalle» genannt wird, der Bundesplatz, die Langesandbrücke, die Alpenstrasse und die Seebrücke.

Geplant sei, so Wydler, dass es bis 2014 ein seperates Velowegnetz durch die Stadt gibt. Doch die Realisierung stockt. Stadtingenieur Peder Largiadèr ist sich der Problematik bewusst: «Erste Priorität hat die Situation rund um den Bahnhof. Dies auch im Hinblick auf die Universität, die hinter den Bahnhof kommt.» Für den passionierten Velofahrer wären Velostreifen so breit wie in Holland ideal. Doch dazu fehle hier schlicht der Platz. Largiadèr setzt auch aufs Aggloprogramm, das eine Verbesserung der Zufahrtswege in die Stadt bringt.

(sam)