Gürtel wird enger

19. Dezember 2011 23:01; Akt: 19.12.2011 22:25 Print

Luzern setzt den Rotstift auch bei den Kleinsten an

von Daniela Gigor - In der Stadt ist Sparen angesagt. Dies trifft nun auch die Kleinsten: 2012 sollen defekte Spielplatzgeräte nicht mehr ersetzt werden.

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Die Spielplätze in der Stadt Luzern sind ins Sparvisier geraten. (Foto: riv)

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Die Stadt Luzern muss im nächsten Jahr Geld sparen und setzt im Voranschlag 2012 den Rotstift an. Dies werden möglicherweise auch die kleinsten Einwohner zu spüren bekommen: So Gürtel enger schnallensollen beschädigte Geräte auf Spielplätzen nicht mehr repariert, sondern entfernt werden. Diese Massnahme ärgert SP-Grossstadträtin Luzia Vetterli: «Das ist unverhältnismässig und beeinträchtigt die Lebensqualität der Kinder.» Die SP will deswegen noch diese Woche gemeinsam mit Philipp Federer (Grüne) einen Vorstoss einreichen. Federer geht mit seinen Vorwürfen noch weiter: Es sei «erschreckend, wie die Stadt Luzern eine grosse Anzahl Spielplätze verlottern lässt», schreibt er auf seiner Website.

Diesen Vorwurf lässt Thomas Schmid von der zuständigen Stadtgärtnerei nicht gelten: «Die Spielplätze sind sicher und in gutem Zustand.» Der Unterhalt aller Spielplätze in der Stadt koste pro Jahr rund eine halbe Million Franken. Davon sollen 2012 rund 20 000 Franken eingespart werde. «Ob ein Gerät repariert oder entfernt wird, muss jeweils je nach Situation entschieden werden», so Schmid weiter.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fredy Noser am 20.12.2011 18:00 Report Diesen Beitrag melden

    Un das KKL ?

    Wird beim KKL auch gespart ? Wohl kaum eher erweist sich das KKL alls Fass ohne Boden. Aber Kultur (oder wass sich so schimpft ) darf alles kosten.

  • Releiht am 20.12.2011 21:10 Report Diesen Beitrag melden

    Sparen ist möglich...

    Luzern könnte einige Million sparen; Die Subventionen für das Stadttheater streichen. Kultur sollte selbsttrangend sein!

  • Ton Ton am 20.12.2011 00:26 Report Diesen Beitrag melden

    Prioritäten richtig gesetzt!!!

    Wow, das ist ja ein extremes Sparpotential. Darüber werden sich alle sicher freuen, und die Kleinen zeigen auch bestimmt grösstes Verständnis, wenn man ihre Spielgeräte nicht mehr reparieren kann, dafür aber der Steuerfuss auch nicht erhöht werden muss - was ja Mami und Papi wieder zugute kommt, weil sie im Normalfalls dann Fr. 10.-- pro Jahr sparen können. Bei den besser Verdienden ist es etwas mehr. Aber mehr Sozialgefühl gegenüber den Kindern kann man im Jahr 2011 und 2012 nicht verlangen, nachdem man die Banken schon aufpäppeln musste.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Releiht am 20.12.2011 21:10 Report Diesen Beitrag melden

    Sparen ist möglich...

    Luzern könnte einige Million sparen; Die Subventionen für das Stadttheater streichen. Kultur sollte selbsttrangend sein!

  • Fredy Noser am 20.12.2011 18:00 Report Diesen Beitrag melden

    Un das KKL ?

    Wird beim KKL auch gespart ? Wohl kaum eher erweist sich das KKL alls Fass ohne Boden. Aber Kultur (oder wass sich so schimpft ) darf alles kosten.

  • Tina Hägeli am 20.12.2011 17:00 Report Diesen Beitrag melden

    Noch mehr marode Gemeinden einverleiben.

    Luzern muss halt noch mehr marode Gemeinden mit grossen Versprechungen einverleiben. Dann wird die Stadtkasse noch leerer! Hoffentlich haben jetzt alle begriffen, dass die Uebernahme der Problemgemeinde Littau ein ganz grosser Fehler war?

  • Michael Meienhofer am 20.12.2011 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Die Folgeschäden einer unschönen

    Kindheit werden ja von den Gesetzen noch mildernd behandelt. Nur weiter so, jeder gesparte Franken wird in einigen Jahren das Hundertfache kosten...

  • Jörg 20.12.2011 am 20.12.2011 09:36 Report Diesen Beitrag melden

    Die Kleinen Sparen LU.

    eine Frechheit was die Stadt Hr, Roth Leistet,Die Kleinen dürfen nun Ausbaden was die Grossen gemacht haben,Pfui:!gut sind nächstes Jahr Wahlen,und hoffe das sich die Luzerner gut überlegen wen Sie Wählen.