«Friendly Hosts»

06. Mai 2012 21:26; Akt: 06.05.2012 21:34 Print

Luzern setzt neu auf freundliche Helfer

von Fabian Lindegger - Luzern will noch gastfreundlicher werden. Die Charmeoffensive sorgt aber bei einigen Touristen für Verwirrung.

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Hilfsbereit: Seppi Schumacher (l.) mit koreanischen Touristen auf der Seebrücke in Luzern. (Bild: Fabian Lindegger)

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Touristen, die verloren durch die Strassen der Stadt Luzern irren, soll es in Zukunft nicht mehr geben. Deshalb sind seit kurzem sogenannte «Friendly Hosts» unterwegs. Das sind ehrenamtliche Helfer, gut erkennbar an ihrer roten Jacke und dem aufgestickten blauen Informationssymbol. Sie helfen Touristen beim Kauf von Billetten, erklären ihnen den Weg oder betätigen sich als Foto­grafen für Erinnerungsbilder.

Angebot wird positiv aufgenommen

«Im Rahmen einer Gäste­befragung haben wir gesehen, dass Luzern im Bereich der Gastfreundlichkeit noch Verbesserungspotenzial besitzt», erklärt Sibylle Gerardi von ­Luzern Tourismus. Deshalb sollen nun die «freundlichen Gastgeber» direkt auf die Touristen zugehen und ihnen falls nötig weiterhelfen. «Wir möchten uns damit auch von der Konkurrenz abheben», führt Gerardi weiter aus. Erste Reaktionen hätten gezeigt, dass dieses neue Angebot von den Touristen sehr positiv aufgenommen worden sei.

Für lästigen Verkäufer gehalten

Insgesamt gibt es 37 «Friendly Hosts», drei kümmern sich an den touristischen Hotspots täglich um die Gäste aus aller Welt. Einer der Helfer ist Seppi Schumacher (63) aus Sarnen, der am Sonntag einen seiner ersten Einsätze hatte. Dabei erlebte er viel Lustiges: So hielten ihn einige Touristen erst für einen lästigen Verkäufer – «aber wenn ich ihnen sage, dass ich ihnen nur helfen will, freuen sie sich.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • R. Zwicky am 07.05.2012 12:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ich finde das eine sehr gute Idee

    und für Städte, in welchen sich viele Touristen aufhalten absolut nachahmenswert.

  • j.s. am 09.05.2012 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    Die Mutter gleich hinterher schicken

    Das ist ja wie bei der Mutter an der Hand. Lasst doch die Leute Selbstständigkeit lernen und verwirrend sein. Wenn wir bspw. in Bangkok oder Hong Kong sind, haben wir dasselbe Probleme, na und? ist doch schön, wenn man in einer fremden Stadt ist und nicht gleich immer jemand da ist, der aufpasst. Sind unsere Touristen nicht selbstständig genug? Die Schweiz haben sie zumindest einmal gefunden.

  • ex-Zürcher am 07.05.2012 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wegweisende Ideen!

    Vorbildlich! Bravo Luzern!

Die neusten Leser-Kommentare

  • j.s. am 09.05.2012 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    Die Mutter gleich hinterher schicken

    Das ist ja wie bei der Mutter an der Hand. Lasst doch die Leute Selbstständigkeit lernen und verwirrend sein. Wenn wir bspw. in Bangkok oder Hong Kong sind, haben wir dasselbe Probleme, na und? ist doch schön, wenn man in einer fremden Stadt ist und nicht gleich immer jemand da ist, der aufpasst. Sind unsere Touristen nicht selbstständig genug? Die Schweiz haben sie zumindest einmal gefunden.

  • Xavier Sch. am 08.05.2012 12:11 Report Diesen Beitrag melden

    Gastfreundschaft

    Warum müssen die Menschen die Arbeiten und etwas positives bewegen immer gratis Arbeiten ? Was nichts Kostet ist nichts Wert, wird auch nicht geschätzt .Warum Arbeiten Politiker nicht gratis ? Sie müssen ja nicht mal eine Ausbildung in Politischem ausweisen. Oder ist es so dass Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit ganz normal wäre jedem Menschen gegenüber wenn man eine gute Kinderstube kennt und gar keine solche Gruppe einsetzten muss.

  • ex-Zürcher am 07.05.2012 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wegweisende Ideen!

    Vorbildlich! Bravo Luzern!

  • R. Zwicky am 07.05.2012 12:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ich finde das eine sehr gute Idee

    und für Städte, in welchen sich viele Touristen aufhalten absolut nachahmenswert.