BDP Luzern

26. Mai 2017 05:49; Akt: 28.05.2017 14:29 Print

Luzern soll eine Regenbogen-Stadt werden

von Daniela Gigor - Die Rechte von Schwulen und Lesben verbessern. Dies will die BDP Kanton Luzern mit einem Beitritt zum «Rainbow Cities Network» erreichen.

Denis Kläfiger sagt, was ein Beitritt zum Rainbow City Network der Stadt Luzerner Bevölkerung bringen würde. (na)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach Genf, Zürich und Bern, soll auch die Stadt Luzern dem «Rainbow Cities Network» beitreten. Bisher haben sich dem Netzwerk rund 30 europäische Städte angeschlossen. Ziel des Zusammenschlusses: Der Austausch von Erfahrungen im Umgang mit der Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Geschlechteridentität.

So sollen Städte untereinander Erfahrungen zum Thema austauschen. Dazu gehört auch, die Anliegen der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Intersexuellen und Trans-Menschen (LGBTI) sichtbar zu machen und in der lokalen Politik zu berücksichtigen.

Schwule küssen sich kaum auf den Luzerner Strassen

Für diesen Beitritt sammelt die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) des Kantons Luzern 200 Stimmen, um einen Bevölkerungsantrag vor den Stadtrat und das Parlament zu bringen. «Luzern gibt sich gegenüber den Touristen weltoffen, geht es aber um homophobe Gewalt, fehlt eine Anlaufstelle zur Beratung», sagt Denis Kläfiger, Präsident der BDP Kanton Luzern.

Laut Kläfiger würden Schwule und Lesben etwa in Zürich Händchen haltend durch die Stadt schlendern können oder einander im öffentlichen Raum küssen, ohne dass sich jemand daran störe. Kläfiger: «In Luzern sieht man solche Bilder auf der Strasse nicht. Falls sich trotzdem jemand dazu traut, werden sie sofort schräg angesehen oder man schaut ihnen nach.» Würde sich Luzern als Regenbogen-Stadt bekennen, möchte Kläfiger etwa auch Aufklärungsunterricht an der Schule fördern.

Unterschriften bis Mitte Juni einreichen

Bringt die BDP die Stimmen für den Bevölkerungsantrag zusammen und sagt sowohl der Stadtrat wie auch das Parlament Ja zum Beitritt in den «Rainbow City Network», müsste die Stadt Luzern eine noch fehlende Fachstelle für Gleichstellung errichten. «Diese Fachstelle würde nicht nur den Schwulen und den Lesben zur Gleichberechtigung verhelfen, sondern auch Hetero-Frauen und -Männer würden davon profitieren», so Kläfiger weiter. Die Unterschriften will er spätestens eine Woche nach der Pride in Zürich in der Stadt Luzern einreichen. Das Zürich Pride Festival findet am 10. Juni statt.