Zwangsferien für Schüler

09. Oktober 2015 11:33; Akt: 11.10.2015 09:01 Print

Luzern will wieder bei der Bildung sparen

Berufsschul- und Gymilehrer sollen weniger arbeiten, betroffene Schüler eine zusätzliche Ferienwoche erhalten. Spareffekt: Vier Millionen Franken.

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Die Luzerner Regierung recycelt die Idee, bei der Berufsschule und beim Gymi zu sparen. (Bild: mib)

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Was der Kantonsrat bereits vor zwei Jahren deutlich bachab geschickt hatte, steht nun wieder zur Debatte: Die Luzerner Regierung will Berufsschul- und Gymnasiallehrern die Pensen- und damit auch die Löhne kürzen. Zusätzlich sollen die betroffenen Schüler eine Woche Zwangsferien erhalten. Mit diesem Rezept möchte die Regierung 2016 vier Millionen Franken einsparen.

Beim Verband der Mittelschullehrer (VLM) und dem Verband der Berufsschullehrer (BCH) kommen die Sparpläne nicht gut an: «Wir werden diesen Ladenhüter ganz sicher bekämpfen. Wie, ist noch offen», sagt etwa VLM-Vizepräsident Urban Sager gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung».

CVP spricht von Schildbürgerstreich

CVP-Fraktionschef Ludwig Peyer glaubt nicht, dass der Vorschlag bei seiner Partei eine Mehrheit finden wird: «Diese Massnahme wird auch nicht besser, wenn man sie zweimal bringt. Sie ist und bleibt ein Schildbürgerstreich.» SVP und FDP wollen sich erst äussern, wenn das gesamte Sparpaket zu sehen sei. Die SP, die Grünen und die GLP werden sich gegen die Zwangsferien aussprechen.

Wie die «NLZ» weiter schreibt, kommentiert die Regierung die jüngste durchgesickerte Sparübung genauso wenig wie die vorgesehene Schliessung der Fachklasse Grafik. Die Öffentlichkeit werde Ende Oktober informiert.

(dag)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jan am 09.10.2015 14:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer bei der Bildung spart,..

    ...spart an der Zukunft des Landes.

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  • Spiderman am 09.10.2015 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant zu sehen ...

    ... welche Parteien sich klar gegen diesen Schwachsinn aussprechen, und welche Parteien es sich nochmals ueberlegen.

  • seppl am 09.10.2015 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache tiefe Steuern

    Das wichtigste scheint den Luzernern die tiefe Steuer zu sein. Dass die Jungen dafür den Preis bezahlen, weil sie nämlich eine schlechtere Ausbildung erhalten, schnallen sie offenbar nicht. Einfach nur traurig sowas.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • beatus am 21.10.2015 11:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo für?

    Und für was wird das eingesparte Geld ausgegeben?

  • Black am 12.10.2015 22:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schülerin

    Also wenn man ehrlich ist macht für einen Schüler in seiner Bildung meiner meinung nach einen sehr kleinen unterschied. Die Leidtragenden sind Lehrer & co. deren Gehalt dadurch gekürzt wird...:( Also klar wenn man es dann auf Jahre rechnet sind es auch bei den Schülern schon noch Wochen aber trptzdem, ich fände es ehrlich gesagt gar nicht mal so schlecht;)

  • Motzi am 11.10.2015 18:29 Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache eine Teure UNI und Keine Indu

    Hauptsache man schaft in Luzern eine Neue Universität die es gar nicht bräuchte, es hätte genug andere in Unserem Land. Und was Passiert wenn dei Studenten fertig ausstudiert haben?? Nur mit einer Tourismus Stadt schafft man nicht die dazu brauchbaren Arbeitzsplätze um die Studierten anstellen zu können. und hier im Kanton Luzern zu Wohnen und mit den Steuern wieder etzwas zurückzuzahlen an den Kanton füh Ihr Studium das diese absolviert hatten.

  • peter pan am 10.10.2015 22:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke denen die Littau reich machten!

    Vielen dank allen die für die Fusion waren! Zuvor waren die Finanzen nie ein wirkliches Problem.. Seit ein paar Jahren aber ist es ein Dauerthema! Bitten wir die zur Kasse die Ihre Grundstücke nun zu luzerner Preisen verkaufen konnten..

  • cheeky620 am 10.10.2015 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Bildungsniveau

    Wenn ich das Bildungsniveau von heute zu vor 10 Jahren vergleiche, so sehe ich dieses deftig tiefer. Das liegt aber nicht an unseren deutschsprechenden Kindern. Wenn in einer Klasse nur ein Bruchteil von hier ist, sinkt der Bildungslevel automatisch, da die Lehrpersonen eben den Unterricht der Aufnahmefähigkeit der Klasse anpassen muss. So ist das nun einfach mal. Fragen sie doch mal in einer Primarschule oder gar im Kindergarten nach. Und gucken sie mal, wie viele Eltern das Schulhaus wechseln, die Gemeinde, um ihrem Kind eine bessere Ausbildung zu gewähren. Das ist Realität, nicht rassistisc

    • Papierlischweizer am 12.10.2015 12:29 Report Diesen Beitrag melden

      Reformwut

      Nun, es ist natürlich immer einfach, allein den Ausländeranteil in einer Klasse für das Bildungniveau an den Schulen verantwortlich zu machen. Ich sehe das Problem eher in der grassierenden Reformwut einiger Kantone. So werden den Lehrern im Kanton Zürich mittlerweile für jedes Fach mindestens zwei Lehrmittel zur Auswahl gestellt. Kommt es zum Stufenübertritt, sind die Voraussetzungen nicht mehr die gleichen, da die Kinder über verschiedene Lehrmittel unterrichtet wurden. Dazu kommt, dass die Lehrer z.T. die Lehrziele deutlich verfehlen.

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