Zu wenig Grundwasser

23. April 2019 13:45; Akt: 24.04.2019 08:39 Print

Luzerner Gemeinde fürchtet um Trinkwasser

Mauensee ruft seine Bewohner auf, Wasser zu sparen. Auch im See- und Surental ist der Grundwasserspiegel noch immer zu tief.

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Trotz Schnee und Regen hat sich der Grundwasserspiegel in Mauensee LU noch nicht von der Trockenheit im vergangenen Hitzesommer erholt. Deshalb ruft die Gemeinde jetzt die Bevölkerung zu einem bewussten Umgang mit dem Wasser auf: «Es ist davon auszugehen, dass sich mit der erhaltenen Niederschlagsmenge nicht alle Quellen in unserer Region nachhaltig regenerieren konnten», schreibt der Mauenseer Gemeinderat in einem Flyer. Und weiter: «Vor diesem Hintergrund ist aktives Wassersparen weiterhin angesagt.»

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Bevölkerung soll schon jetzt aufpassen

«Sollten der Frühling und der Sommer ähnlich trocken werden wie im letzten Jahr, ist ein frühzeitiger, bewusster Umgang mit dem Wasser enorm wichtig», heisst es weiter.

Dürfen die Mauenseer also bald nicht mehr duschen? «Nein, so schlimm ist es nicht. Im Moment haben wir noch genügend Trinkwasser», sagt Othmar Lussi, Gemeindeschreiber. Der Flyer sei ein Hinweis und solle die Bevölkerung für einen bewussten Umgang mit dem Wasser sensibilisieren.

Was passiert, wenn es erneut einen trockenen Sommer gibt, ist noch nicht klar. «Wahrscheinlich müsste man sich grossflächig organisieren», so Lussi.

Bei Wassernot müssen Gemeinden zusammenarbeiten

Nicht nur Mauensee fehlt das Grundwasser: «Vor allem die Grundwasservorkommen, die vorwiegend von Niederschlägen gespeist werden, haben weiterhin unterdurchschnittliche Grundwasserspiegel-Werte», erklärt Philipp Arnold, Teamleiter Gewässerraum der Dienststelle Umwelt und Energie (uwe) des Kantons Luzern. Das sei vor allem im See- und Surental der Fall.

Bereits vergangenen Sommer mussten einzelne Gemeinden Wasser von Nachbarversorgungen über sogenannte Notverbunde beziehen, um ihre Wasserversorgung zu sichern. «Sollte es erneut einen so trockenen Sommer geben, wird dies wieder der Fall sein», so Arnold.

Verbote werden nicht ausgesprochen

Auch werden die Bewohner dann aktiv dazu aufgefordert Wasser zu sparen. Verbote werden aber keine ausgesprochen: «Die Gemeinden und Wasserversorgungen appellieren an die Leute und setzen darauf, dass sie sich an die Hinweise halten», sagt Arnold.

Zusätzlich werden Grossverbraucher in der Industrie angegangen und Bauernbetrieben wird kein Wasser mehr aus der öffentlichen Versorgung zugestellt.

(bsc)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Aussenseiter am 23.04.2019 14:16 Report Diesen Beitrag melden

    bald 9 Mio. Schweiz

    Mehr Menschen benötigen mehr Ressourcen! Wann kapiert ihr das?

    einklappen einklappen
  • Isidor am 23.04.2019 14:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es wird überall knapp

    Und nicht endlos die Bevölkerung wachsen zu lassen, zuerst überlegen und dann bauen (Zonen einhalten)

  • Umwelt am 23.04.2019 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Umwelt

    Super, kommt man nicht früher auf die Idee das Wasser besser einzuplanen? Aber so sind wir Menschen, sobald wir von etwas wenig haben kapieren wir es!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bärgbur am 25.04.2019 06:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unaufhaltbar......

    dieses Ereignis, ist die Zukunft und hängt mit dem Klimawandel zusammen !

  • Peter Lötscher am 24.04.2019 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wasser sparen

    ich habe mein Auto nicht mehr gewaschen genau aus diesem Grund

  • Alessi am 23.04.2019 19:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Staudämme...

    sollten dort errichtet werden wo einst die Gletscher waren. Dies hätte bereits vor x Jahren geschehen sollen. Für Wasserspeicher für die Skipisten und dessen Kunstschnee geht es ja auch. Zudem sollten Bäche und Flüsse renaturiert werden, damit die Fliessgeschwindigkeit und Moore wieder (wo noch möglich) ihren Ursprung erhalten... Mücken hin oder her...

    • NJ am 23.04.2019 21:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alessi

      Aha... und woher kommt das Wasser in den Stausee?

    einklappen einklappen
  • Luzerner am 23.04.2019 17:26 Report Diesen Beitrag melden

    Null Problemo

    Man kann doch aus dem Vierwaldstättersee Wasser Pumpen nur nicht gerade dort wo man Medizinal Rückstände wie Antibiotika und Paracetamol gefunden hat.Alpnachersee oder im Seebecken vor Buochs.

  • Hirn Los am 23.04.2019 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Glück der Schweiz

    Die Schweizer Natur (Die Seen) meines es noch gut mit uns wir haben also noch eine Gnadenfrist bekommen von der Natur um der Sinnlosen Zubetonierung Einhalt zu gebieten. Aber so wie ich die Schweiz kenne wird erst nach dem zu Pflastern der Natur geweint vorher stand der Profit zuoberst.