Standortmarketing

03. Juli 2018 05:44; Akt: 03.07.2018 05:44 Print

Luzerner Innenstadt soll City-Manager erhalten

In Einkaufszentren sorgen Centermanager für Ladenvielfalt und kümmern sich um das Standortmarketing. Einen solchen Manager soll nun auch die Luzerner Innenstadt erhalten.

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Kurze Wege und viele Restaurants, Bars, Kaffees und weitere Orte, an denen man sich während der Shoppingtour entspannen kann – die Stadt Luzern hat einkaufsmässig einiges zu bieten. In Zukunft soll die Stadt noch bezüglich Einkauf und Aufenthalt noch besser positioniert werden. Deshalb reichen CVP- und SP-Mitglieder im Stadtparlament einen Vorstoss ein, in dem sie einen City-Manager für Luzern fordern, wie «Zentralplus» berichtet. Der Stadtrat solle deshalb ein Konzept für eine entsprechende Stelle und deren Finanzierung ausarbeiten.

«Grössere Einkaufscenter verfügen über Centermanager. Viele europäische Städte haben dieses Modell auf ihre Innenstädte übertragen und verfügen über ein City-Management», schreiben Albert Schwarzenbach (CVP) und Daniel Furrer (SP) in ihrem Postulat. Beispiele sind etwa Essen, Dresden, Duisburg oder Erfurt, wie Albert Schwarzenbach auf Anfrage sagt.

Detailhandel rückläufig, Branchenmix nimmt ab

«Man spricht schon länger darüber, dass die Innenstadt weiterentwickelt werden soll», so der Grossstadtrat. Schwarzenbach verweist darauf, dass die Zahlen beim Detailhandel rückläufig seien und der Branchenmix in der Altstadt in den letzten Jahren abgenommen habe. «Die Stadt muss sich auch gegen Einkaufszentren und den Onlinehandel positionieren.»

Zwar würde die private City-Vereinigung Interessen des Gewerbes vertreten, aber es seien nicht alle Geschäfte dabei. «Die City-Vereinigung ist wertvoll, hat jedoch zu wenig Durchschlagskraft», sagt Schwarzenbach. Weiter gibt es den Fonds zur Attraktivierung der Innenstadt (ALI-Fonds): Jährlich stellt der Fonds 250'000 Franken bereit, die dem Marktplatz Luzern zu Gute kommen müssen. Dieser werde jedoch nicht in zufriedenstellendem Ausmass genutzt: «Wir haben festgestellt, dass in letzter Zeit weniger Auszahlungen erfolgt sind.» Die ALI-Kommission habe aber auch nicht die Ressourcen, um eigene Projekte zu realisieren.

Management soll möglichst breit abgestützt werden

Laut Schwarzenbach braucht es eine Person, die das Standortmarketing koordinieren und die Innenstadt beleben kann. Das City-Management solle denn auch die Mittel des ALI-Fonds verwalten. «Das City-Management wäre Anprechspartner für Gewerbe, Veranstalter, Tourismus und weitere Organisationen.»

Damit das Management möglichst nahe an der Basis bleibe, soll es von einem Beirat begleitet werden. «Der Beirat müsste möglichst breit abgestützt sein, damit möglichst viele Interessen vertreten sind.»

Die City-Vereinigung war bis am späteren Montagnachmittag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

(gwa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • montouli am 03.07.2018 06:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach

    Viel zu viele Touristen aus China und viel zu einseitiger Schwerpunkt auf Uhrengeschäfte - so etwas macht die Innenstadt nicht gerade attraktiv.

  • hubsy2005 am 03.07.2018 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Rücksicht auf Verluste

    Massentourismus am Schwanenplatz und Grendel seit etlichen Jahren aus den bekannten Gründen. Alles in chinesischen Händen und der Einheimische meidet die Altstadt. Hauptsache das Geschäft für die zwei grössten Uhren- und Schmuckgeschäfte floriert und der Umsatz stimmt. Eine richtige und wichtige Lösung resp. ein Konzept ist seit Jahrzehnten verschlafen worden.

  • innerschwizer am 03.07.2018 07:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sollten sie einsehen

    luzern hat keinen platz und kein geld für mehr...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Su Ge am 04.07.2018 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Städte aus der ehemaligen DDR als Vorbil

    Kommunismus pur. Gratulation an CVP und SP. Wie weit soll das noch gehen?

  • Pit Z. am 03.07.2018 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Völlig unnötige

    Ich werde mir die Luzerner Innenstadt im August genau ansehen. Ich sage euch danach kostenlos, was geändert werden könnte oder muss. Dafür braucht es keine neue Amtsperson.

  • Erfinfer, 3,07,18 am 03.07.2018 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Ideen gibt es genug,

    ich habs, eine Schnellstrasse aus der Bestehenden Strasse von Kriens nach Seetalplatz, eine Dringendst von HB, unten Durch unter dem Schloss Berg durch ,Zack ein Anschluss direkt an die Autobahn, eine Brücke über den Sedel 6 Spuren 4 Autos, und 2 für die Buslinie Seetalplatz via Sedel Friedental, Wenden nach Maihof, ja und eine Magnet Schwebe Bahn, Bezahlt von Werbung u, Tourismus die die Touristen in hoher Geschwindigkeit v, der Allmend Direkt zum Schwanenplatz, Bringt, eine Kreis Bahn.

  • Karl M. am 03.07.2018 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Luzern

    Luzern ist meiner Meinung nach die überbewerteste Stadt der Welt; kenne keine andere Stadt die so langweilig ist und dennoch als Touristenmagnet funktioniert. Irgendwann wird sich das auch in China rumgesprochen haben.

  • Walter am 03.07.2018 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Unsere linken Kollegen konnten wieder einen gut bezahlten Beamtenposten mehr besetzen. Viel mehr ausser heisser Luft wird auch dieser nicht bringen, aber wir dürfen diese natürlich noch fürstliche entlöhnen. Ein Bügeleisen mit Dampffunktion hätte es wohl auch getan...