Weniger Gewalt

16. Juni 2016 16:45; Akt: 16.06.2016 16:45 Print

Luzerner Justiz spricht braven FCL-Fans Lob aus

Bei keinem Spiel in der abgelaufenen Saison gab es rund um den FC Luzern nennenswerte Ausschreitungen. Der Klub könnte deswegen sehr viel Geld sparen.

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Die Innerschweiz ist fussballbegeistert - und in der abgelaufenen Saison wurden Siege friedlich gefeiert und Niederlagen gewaltlos ertragen. (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

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Weder bei den 18 Heimspielen des FC Luzern noch bei Cup-Matches ist es in Luzern in der abgelaufenen Fussballsaison 2015/2016 zu grösseren Ausschreitungen unter den Fans oder mit der Polizei gekommen. Dies teilt die Staatskanzlei mit. Paul Winiker, Sicherheitsdirektor des Kantons, lobt: «Die Bilanz der letzten Saison ist erfreulich, vor allem auch für die Quartierbewohner und die Fans im Stadion.»

Die letzten Ausschreitungen unter Fanlagern oder mit der Polizei fanden in der Saison 2014/2015 statt, teilte die Luzerner Staatskanzlei am Donnerstag mit. Der Runde Tisch Fussball ziehe deshalb im Hinblick auf Gewalt ein positives Fazit aus der abgelaufenen Saison.

Sparpotezial von bis zu einer Viertelmillion

Natürlich freut man sich beim FCL: «Es stellt uns auf, dass neben der sportlichen Entwicklung auch im Sicherheitsbereich Verbesserungen erkennbar sind», sagt Sprecher Max Fischer. Diese könnten sich für den FCL auch finanziell auszahlen. Denn im letzten November handelte der Kanton mit dem Verein eine neue Vereinbarung aus: Diese sieht vor, dass der pauschale Betrag, den der FCL dem Kanton jährlich abliefern muss, von 570'000 auf 870'000 Franken erhöht wird. Allerdings erhält der Klub insgesamt bis zu 250'000 Franken Rabatt, wenn die Bewilligungsauflagen vollumfänglich umgesetzt werden, Ausschreitungen ausserhalb des Stadions ausbleiben und der Klub in Sicherheitsinfrastruktur investiert. Läuft also auch die Vorrunde der neuen Saison gut, spart der FCL viel Geld.

Fanarbeit setzt auch auf Selbstregulierung

Bewährt habe sich aber auch das Konzept, wonach die FCL-Fans die Verantwortung in den Fanzügen der SBB zu den Auswärtsspielen übernehmen würden, heisst es weiter. Laut Fanarbeit konnten sich Fans melden, die in den Zügen Verantworung übernehmen wollen. Einfluss nehmen sie über das direkte Gespräch und sagen fehlbaren Personen, was nicht toleriert wird. «Es haben sich sehr viele Fans gemeldet. Die Sicherheit kann so über die Selbstregulierung der Fans erhöht werden. Wir werden das in Absprache mit der SBB weiterhin so machen», sagt Thomas Buchmann von der Fanarbeit Luzern.

Vandalenakte sind weiter ein Thema

Zu einzelnen Sachbeschädigungen an Bussen und Sprayereien an Fassaden sei es allerdings auch in der vergangenen Saison gekommen, hält der Runde Tisch fest. Unterschiedlich beurteilten die Akteure die Verwendung von pyrotechnischem Material. Sie betonten aber einhellig, dass die rechtliche Situation in Bezug auf Pyros klar sei und weisen auf die Gefahren bei der Verwendung hin.

Mit Blick auf die kommende Saison sagt Sicherheitsdirektor Winiker: «Der Dialog unter allen Beteiligten – von den Fans bis hin zu den Transportunternehmen – ist wichtig. Und es zeigt sich auch, dass man Verbesserungen erzielen kann, wenn man miteinander spricht. Natürlich wollen wir in Zukunft weitere Verbesserungen erzielen.»

(mme)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jowe am 16.06.2016 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ..komische Ansicht..

    für was Lob? ..ist doch nur normal, dass man sich anständig benimmt .

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  • Sepp am 16.06.2016 21:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lob?

    Lob für weniger Gewalt..... Was gibt es denn für den Normalbürger, wenn er keine Gewalt anwendet?

  • E.M. am 17.06.2016 00:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vergessen?

    Erinnere mich aber ans Spiel gegen den FCZ in Luzern, wo die FCL-Hools auf die Busse mit den FCZ-Fans losgingen - mit Steinen und Stangen von einer Baustelle in der Nähe! Riesige Schäden an den (einheimischen) Bussen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Insider am 17.06.2016 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Komische Ansicht zum zweiten

    keine grösseren Auschreitung, toll phantastisch ganz stark diese Luzerne, schade nur dass kleineren Ausschreitungen geduldet und unter den Tisch gekehrt werden who cares.....

  • E.M. am 17.06.2016 00:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vergessen?

    Erinnere mich aber ans Spiel gegen den FCZ in Luzern, wo die FCL-Hools auf die Busse mit den FCZ-Fans losgingen - mit Steinen und Stangen von einer Baustelle in der Nähe! Riesige Schäden an den (einheimischen) Bussen.

    • Hohler Lober am 17.06.2016 09:39 Report Diesen Beitrag melden

      Vergesse?

      Ich erinnere mich an 2002 als Sie noch kleine Kinder sehr sehr verdächtig angeschaut haben, sogar ihr eigenende... Dies habe ich nicht vergessen...

    • GZ am 17.06.2016 11:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @E.M.

      informiere dich besser! dies war im sommer 2014 und nicht in der vergangenen saison

    • officialpiranha am 19.06.2016 19:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @E.M.

      Tut mir leid, aber im Bergleich zu FCZ-Fans ist der FCL heilig!

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  • Sepp am 16.06.2016 21:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lob?

    Lob für weniger Gewalt..... Was gibt es denn für den Normalbürger, wenn er keine Gewalt anwendet?

  • R. Müller am 16.06.2016 20:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Überraschung

    Wenn es mal gut lauft, sind die Fans brav, wenn es dann schlecht lauft werden sie gewalttätiger. Einfach die Tabellenveränderung zum Vorjahr anschauen, dann weiss man es;)

  • jowe am 16.06.2016 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ..komische Ansicht..

    für was Lob? ..ist doch nur normal, dass man sich anständig benimmt .

    • A.D. am 16.06.2016 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @jowe

      Genau! Was soll das? Schaut mal die enormen Sicherheitskosten an! Dazu das Missmanagement der FCL-Führung. Die 'Begeisterung' ob den Leistungen auf und neben dem Platz hält sich bei vielen Luzernern in Grenzen!

    • Luzerner am 16.06.2016 20:05 Report Diesen Beitrag melden

      Oleole...

      In dem Falle sind Sie viele? Denke nicht ;)

    • jowe am 16.06.2016 21:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @A.D.

      wo Sie recht haben, haben Sie recht. Bin da ganz Ihrer Meinung

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