60 Millionen fehlen

10. Dezember 2013 18:48; Akt: 10.12.2013 18:49 Print

Luzerner müssen 2014 mehr Steuern zahlen

Der Luzerner Kantonsrat hat gestern eine Steuererhöhung und das Budget 2014 bestätigt. SVP und FDP sind enttäuscht, die SP nimmt nun die Unternehmenssteuer ins Visier.

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Der Haupteingang des Luzerner Regierungsgebäudes. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)

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60 Millionen Franken mehr Steuern müssen die Luzerner nächstes Jahr insgesamt zahlen: Der Kantonsrat hat gestern mit 71 zu 47 Stimmen eine Erhöhung des Steuerfusses von 1,5 auf 1,6 Einheiten gutgeheissen.

Gegen dieses Vorgehen stimmten SVP und FDP. «Luzern gibt die Steuerstrategie auf», so Guido Müller (SVP). Dies sei ein völlig falsches Signal. «Diese Strategie braucht auch etwas Zeit und Geduld», kritisierte auch Rolf Born (FDP). Der Kanton hatte von 2002 bis 2008 die Steuern kontinuierlich gesenkt. 2012 hatte er die Unternehmensgewinnsteuer halbiert.

Linke tat sich schwer mit Steuererhöhung

CVP, GLP, Grüne und SP unterstützten die Steuererhöhung: «Wir haben ein Loch, das wir stopfen müssen. Deshalb sind wir sehr zufrieden, dass man die Realität über das ideologische Wunschdenken gestellt hat», so Ludwig Peyer (CVP). Auch bei der GLP war man erleichtert: Die Vernunft hätte obsiegt, sagte Michèle Graber.

Die Linke tat sich schwer mit der Steuererhöhung. «Wir haben aus pragmatischen Gründen Ja gesagt», so Heidi Rebsamen (Grüne). Die SP kündete eine Volksinitiative zu den Unternehmenssteuern an – denn es sei falsch, dass die Allgemeinheit für die Senkung der Vermögens- und Unternehmenssteuern bezahlen müsse. Die Regierung will spätestens 2017 die Steuern wieder senken. Das Budget 2014 sieht nach der Debatte nun einen Gewinn von 8 Millionen Franken vor.

(zfo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roland am 10.12.2013 20:12 Report Diesen Beitrag melden

    Politiker-Staats-Löhne um 50% kürzen

    Zuerst muss man bei stinkendem Abzocker-Kopf anfangen, welche auf Kosten des Steuerzahlers sich profilieren.

  • 20min am 10.12.2013 19:00 Report Diesen Beitrag melden

    was machen die mit dem geld?

    leider sehe ich in meinem dorf nichts.

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  • Ungleichgewicht am 10.12.2013 19:02 Report Diesen Beitrag melden

    Staat wächst schneller als Privatsektor!

    Anstatt über Sparmassnahmen zu streiten geht man den sehr viel einfachen Weg. Da noch ein paar Blitzer und hier noch mehr Steuern. Schade gibt es keine Staatsblase die platzen kann.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus Pfister am 10.12.2013 21:46 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist hier falsch

    Also gerade noch klingt mir das Lobeslied der Linken in den Ohren, wie viel mehr BIP dank der PFZ wir haben, wie gut doch die Einwanderung diesem Land tut und wieviel mehr Geld in die öffentlichen Kassen fliessen. Und dann Steuererhöhungen überall, nicht nur der Kanton greift in unsere Taschen, auch die einzelnen Gemeinden wollen kräftig aufschlagen. Da hat sich doch ein kleiner Rechenfehler eingeschlichen oder ?

  • Mark Strahl am 10.12.2013 20:51 Report Diesen Beitrag melden

    Wieviel %?

    Wieviel % aller Einnahmen ist denn eigentlich genug für den Staat? Oder machen sich Politiker immer nur Gedanken übers Geld ausgeben und holen es sich einfach bis es nimmer geht.

  • Mike am 10.12.2013 20:32 Report Diesen Beitrag melden

    Sinnvoll

    Statt das Bern zu Subventionieren, würde man den Finanzausgleich lieber Luzern geben...

    • Toni Bachmann am 11.12.2013 10:43 Report Diesen Beitrag melden

      Finanzausgleich

      Ja lieber Mike, Luzern wird ja schon sehr grosszügig vom NFA (Finanzausgleich) subventioniert... wo ist da deine Logik ????

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  • Roland am 10.12.2013 20:12 Report Diesen Beitrag melden

    Politiker-Staats-Löhne um 50% kürzen

    Zuerst muss man bei stinkendem Abzocker-Kopf anfangen, welche auf Kosten des Steuerzahlers sich profilieren.

  • Toni am 10.12.2013 20:08 Report Diesen Beitrag melden

    SP - Forderungen sind Schuld am Chaos

    Man kann nicht mehr Geld Ausgeben als man einnimmt. Steuerzahler müssen SP an den Wahlen abstrafen.

    • Roger Liechti am 11.12.2013 15:13 Report Diesen Beitrag melden

      Lieber Toni

      Die Halbierung der Unternehmenssteuer ist der Grund für die Steuererhöhung.

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