Blau-Weiss-Pinsler

14. November 2019 18:00; Akt: 15.11.2019 10:44 Print

Macht die Stadt die FCL-Bemalung nie mehr weg?

FCL-Fans haben am Bundesplatz in einer illegalen Aktion dutzende Randsteine angemalt. Es ist möglich, dass sie für immer so bleiben.

So sieht der Bundesplatz nach der Bemalung durch FCL-Fans aus.
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Es muss eine minutiös geplante Aktion gewesen sein: FCL-Fans haben diverse Randsteine am Bundesplatz mit blauer und weisser Farbe angepinselt. In sozialen Medien wurde dies durchaus auch wohlwollend kommentiert, die Stadt fand es weniger lustig: Sie hat angekündigt, einen Anzeige einzureichen, bis gestern hat sie das aber noch nicht gemacht. Bei der Polizei hiess es auf Anfrage, man würde allenfalls versuchen, anhand von Videomaterial die FCL-Pinsler zu ermitteln.

Auch fast eine Woche nach dem Farbanschlag steht immer noch nicht fest, wie die Stadt mit der Situation umgeht. Strasseninspektor Thomas Schmid sagt, es sei noch völlig offen, ob und wie man die Farbe wegmache; möglich sei auch, dass man alles so belässt. «Wir müssen Spezialisten für Verkehrsicherheit, und Rechtsexperten von der Stadt und Leute vom Kanton an einen Tisch bringen, um offene Fragen zu klären.
Das braucht Zeit», so Schmid.

«Völlig schlecht gemalt»

Zum Beispiel müsse geklärt werden, ob die blau-weissen Randsteine eine Gefahr für die Sicherheit darstellen, weil sie Verkehrsteilnehmer verwirren könnten. Erst wenn der runde Tisch stattgefunden hat, werde auch endgültig entschieden, ob man nun einen Strafantrag einreiche.

Beim Quartierverein Hirschmatt-Neustadt sagt Co-Präsident Markus Schmid: «Mir gefallen die farbigen Randsteine nicht. Völlig schlecht gemalt.»

Bemalt wurden die Randsteine am vergangenen Samstagabend nach dem Match zwischen dem FC Luzern–Servette FC. Eine grössere Gruppe Fussballfans hatte nach dem Spiel zu den Pinseln gegriffen, was immer wieder vorkommt. Im Februar hatten Blau-Weiss-Pinsler etwa eine Brücke an der Bleicherstrasse bemalt.

(mme)