«Work a Round»

02. November 2015 16:03; Akt: 02.11.2015 18:05 Print

Manager lernen spielend neue Arbeitsmethoden

Mails schreiben im Zug, Kunden treffen beim Kaffee, Sitzung im Büro: Die Arbeitswelt wird immer flexibler. Darauf soll das Simulationsbrettspiel «Work a Round» soll das einfacher machen.

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Ziel des Simulationsbrettspiels «Work a Round» ist es, dass man sich spielerisch mit dem Thema mobil-flexible Arbeit befasst. (Bild: CCTP/Hochschule Luzern)

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Moderne Bürolisten erledigen ihre Aufgaben immer öfters unabhängig von fixen Orten und Zeiten. Die Hochschule Luzern (HSLU) hat dazu nun das Simulationsbrettspiel «Work a Round» entworfen. Unternehmen, die diese sogenannt «mobil-flexiblem Arbeitsformen» einführen, sollten ihre Mitarbeiter für die damit verbundenen Herausforderungen sensibilisieren, so das Ziel des Spiels. «Mobil-flexibles Arbeiten besteht aus einer Kombination von Arbeiten im Home Office, unterwegs in sogenannt Third Places und im Büro», erklärt Betriebsökonomin Adrienne Schäfer von der Hochschule.

Mit diesen «Third Places» ist etwa der Zug oder der Flughafen gemeint. Diese Arbeitsform verlange von den Mitarbeitern einiges an Organisation, sagt Schäfer. Dabei reiche es nicht, die Mitarbeiter bloss mit Laptop und Smartphone auszurüsten. «Tagesabläufe müssen den Aufgaben angepasst werden. Nicht jeder Standort ist für alle Tätigkeiten geeignet.» Beispiel: Die Suche nach Informationen ohne Internetzugang ist heute beinahe undenkbar. Für die Teamarbeit sei besonders wichtig: Frühzeitige Vereinbarung von Terminen und Reservation der entsprechenden Räume. Ebenfalls brauche es definierte Zeitfenster.

Teamwork als Schlüssel zum Erfolg

Das Brettspiel, entwickelt vom Kompetenzzentrum Typologie und Planung in Architektur (CCTP) der Hochschule Luzern, soll Mitarbeiter auf die mobilen und flexiblen Arbeitsformen vorbereiten. Es sei kein Spiel für den Familienplausch, sondern ein Simulationsspiel, bei dem Strategien für mobil-flexibles Arbeiten erprobt und entwickelt werden können. «Über die spielerische Art und Weise kann man Personen gut erreichen und einbinden», so Schäfer.

Beim Spiel nehmen die Teilnehmer unterschiedliche Rollen ein, beispielsweise die des Teamleiters. Man erhält nicht nur individuelle Aufgaben, sondern Tätigkeiten müssen zusammen im Team gelöst werden. So müssen etwa eine Teamsitzung organisiert und abgehalten werden, Offerten geschrieben und Mitarbeitergespräche vorbereitet werden. Das Brettspiel wird von einer Person moderiert und nach Hälfte der Spielzeit und am Ende mit dem Moderator analysiert- «Der Debriefingprozess ist wichtig. Daraus können wichtige Erkenntnisse für den Alltag gewonnen werden», betont Schäfer.

Workshops sind geplant

Zurzeit nutzen «Work a Round» die beiden Projektpartner, Die RBS Group und die Vitra AG. Die Hochschule Luzern will zudem eigene Workshops zu entwickelten, um Unternehmen im Prozess zu mobil-flexiblen Tätigkeiten zu unterstützen. Jan Eckert, Projektmitarbeiter und Innenarchitekt sagt: «Wir hoffen, dass unser Brettspiel einen Anstoss ist zu einer Entwicklung hin zu mehr mobil-flexiblen Arbeitsformen in Firmen.» Am Donnerstag, 26. November 2015, wird das Simulationsbrettspiel «Work a Round» zum ersten Mal in der Schweiz präsentiert.

(pz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • noma nagery am 02.11.2015 20:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nur abbau könne sie

    so arbeiten die manager auch in der unternehmen, spielerisch und keine ahnung vom managen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • noma nagery am 02.11.2015 20:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nur abbau könne sie

    so arbeiten die manager auch in der unternehmen, spielerisch und keine ahnung vom managen.