Für 65'000 Franken

24. Mai 2019 10:12; Akt: 24.05.2019 10:12 Print

Mann (32) bestellte online mit geklauten Identitäten

Ein Mann hat über diverse Onlineshops mit falschen Identitäten Waren im Wert von 65'000 Franken bestellt. Er fing die Pakte vor den Haustüren ab.

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Die Zuger Polizei konnte ihre Ermittlungen gegen einen Mann abschliessen, welcher während knapp 20 Monaten Elektronikartikel und Gutscheinkarten unrechtmässig erworben hatte. Der 32-jährige Schweizer erstellte bei diversen Onlineshops verschiedene Benutzerkonten mit Identitäten von existierenden Personen , über welche er zahlreiche Wareneinkäufe tätigte. Dabei wählte er seine Opfer zufällig aus. Zudem bot er verbilligte Reka-Checks und Eventtickets an, ohne die Ware zu liefern. Knapp 80 Fälle werden von der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug untersucht.

Pakete abgefangen

Der 32-Jährige fing die Sendungen an den Zustelladressen ab. Manche Adressanten entdeckten die Pakte bevor der Mann sie entwenden konnte und retournierten sie. Weiteren Betroffenen wiederum wurden Rechnungen, Mahnungen oder Codes zur Verfolgung der Sendungen zugestellt, woraufhin diese bei der Polizei Anzeige erstatteten. Elektronikartikel wie zum Beispiel Smartphones verkaufte der Beschuldigte weiter. Laut seinen eigenen Aussagen verwendete er die Einnahmen, um seine Spielsucht zu finanzieren.

Schweizweit tätig

Der Zuger Polizei gelang es, dank der Erstellung eines Lagebildes und der Zusammentragung diverser Spuren, den Beschuldigten ausfindig zu machen. Da er mit seinem Vorgehen schweizweit tätig war, hat die Zuger Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft mittels Rechtshilfeersuchen mehrere Kantone angeschrieben, um weitere Geschädigte ausfindig zu machen.

Der Beschuldigte konnte schliesslich bei einer geplanten Hausdurchsuchung festgenommen werden. Der gesamte Warenwert der Bestellungen beziehungsweise der Onlineverkäufe beläuft sich auf rund 65'000 Franken. Der 32-Jährige muss sich wegen mehrfachen Betrugs vor der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug verantworten.

(mik)